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Schein und Seine: Falsche Blinde und Taube in Paris

Polizei warnt vor jugendlichen Banden, die Touristen ausrauben.

Paris: Hausboote auf der Seine (Foto:: H.D.Volz/pixelio.de)

Paris: Hausboote auf der Seine (Foto:: H.D.Volz/pixelio.de)

Auch bei uns in Deutschland ist das eine beliebte Masche, aber in Frankreichs Hauptstadt, wo übrigens Louis Braille lebte und starb, scheint sie momentan besonders dreist betrieben zu werden: die Meitleidstour.

Die Pariser Polizei warnt Touristen aus der ganzen Welt vor jugendlichen Betrügern, die an belebten Plätzen der Metropole an der Seine Spenden sammeln und sich oft als blind oder taub ausgeben. Die angeblichen Behinderten sind in Banden organisiert. Urlauber sollen den Jungen und Mädchen am besten aus dem Weg gehen, da sie ihre Opfer auch bestehlen, raten die Beamten.

Falsche Spendenaktionen

Besucher sollten auf ihre Taschen und Wertsachen aufpassen, Hand- oder Umhängetaschen seien sicherer als Rucksäcke. Geldbeutel gehörten nicht in die Gesäßtasche. Urlauber sollten nicht alle Wertsachen in derselben Tasche tragen, sondern auf verschiedene Stellen am Körper verteilen.

Die Banden halten sich nach Angaben der Polizei oft vor Sehenswürdigkeiten auf. Sie sammeln Unterschriften und Geld und geben sich als Mitglieder gemeinnütziger Vereine aus, die taube oder blinde Menschen unterstützen. Die Vereine gibt es zwar meist tatsächlich, die Spenden behalten die Sammler aber selbst.

(RP/dpa)

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