Schleswig-Holstein beschließt Aktionsplan zur Inklusion

Große Worte inklusive: „Chancengleichheit, Akzeptanz, Respekt und Teilhabe Schritt für Schritt weiterentwickeln.“

Schleswig-Holsteins Gesundheits- und Sozialministerin Kristin Alheit (SPD). (Foto: dpa)

Schleswig-Holsteins Gesundheits- und Sozialministerin Kristin Alheit (SPD). (Foto: dpa)

Das Landeskabinett in Kiel hat dem Entwurf eines Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zugestimmt. „Wir wollen ein Land, in dem Menschen mit und ohne Behinderungen ganz selbstverständlich zusammen leben und arbeiten“, erklärte dazu am Dienstag Sozialministerin Kristin Alheit (SPD). „Auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft müssen sich Chancengleichheit, Akzeptanz, Respekt und Teilhabe Schritt für Schritt weiterentwickeln.“ Nach wie vor gebe es bei Bürgern und Mitarbeitern in Verwaltungen oft unreflektierte Vorstellungen über Menschen mit Behinderungen.

Deshalb heiße Inklusion für sie vor allem, Veränderungen im Denken und Handeln anzustoßen, sagte Alheit. „Die Überwindung von Barrieren in den Köpfen ist Grundvoraussetzung für nachhaltige Veränderungen in der Gesellschaft.“ Der 120 Seiten starke Aktionsplan bündelt zehn Handlungsfelder mit zentraler Bedeutung. Das Spektrum reicht von Bewusstseinsbildung und Bildung über Arbeit, Unabhängige Lebensführung, Gesundheit, Kultur und Sport bis hin zu Mobilität, Barrierefreiheit und Interessenvertretung. Die UN-Konvention zielt darauf, Behinderten den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten zu gewährleisten.

(dpa/lno)

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2 Kommentare

  • Daniel Horneber

    strukturen ändern nicht nur das denken

    1. März 2016 at 22:19
  • Gregor Schlicksbier

    Alles heiße Luft Wo bleibt ein brauchbares Teilhabegesetz?

    3. März 2016 at 09:16

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