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Schnappatmung: Papst soll einem Rollstuhlfahrer den Teufel ausgetrieben haben

Leider dementiert der Vatikan: Es war wohl nur ein ganz normales Händchenauflegen und kein Exorzismus.

Papst Franziskus hielt seine erste Pfingstmesse vor 200.000 Gläubigen (Foto: dpa)

Papst Franziskus hielt seine erste Pfingstmesse vor 200.000 Gläubigen (Foto: dpa)

Teufelsaustreibung ist wohl auch nicht mehr das, was sie einmal war: Da kommt schon mal der Papst vorbei, legt Dir das Händchen auf den Kopf, Du kriegst freudig erregt eine Schnappatmung – aber sitzt anschließend immer noch im Rollstuhl.

Aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. Ein Versuch ist es schließlich wert. Papst Franziskus soll Medienberichten zufolge einen Exorzismus durchgeführt und einem jungen behinderten Mann den Teufel ausgetrieben haben, wenngleich nicht so ganz erfolgreich.

Was war denn da los?

„Die Exorzisten, die die Szene gesehen haben, haben keine Zweifel. Es handelte sich um ein Gebet zur Befreiung vom Bösen und einen wirklichen und echten Exorzismus“, berichtete der Fernsehsender „TV2000“ der italienischen Bischofskonferenz über eine Szene, in der Franziskus nach der Pfingstmesse am Sonntag einem jungen Mann die Hände auflegt und betet.

Der Vatikan dementierte dummerweise die Berichte. „Der Papst hatte nicht vor, einen Exorzismus auszuführen: Er hat nur für eine kranke Person gebetet“, sagte Papst-Sprecher Federico Lombardi.

Exorzisten lassen sich nicht beirren

Der Sender zeigt eine Szene auf dem Petersplatz, in der Franziskus wie üblich Kranke und Behinderte begrüßt. Einem jungen Mann im Rollstuhl legt er die Hände auf den Kopf und verharrt einen Moment im Gebet. Der Mann schnappt daraufhin krampfhaft nach Luft und zuckt (ausgerechnet diese Szene sieht man aber auf dem Video unten leider nicht).

Diese Reaktion und Franziskus‘ Gesichtsausdruck seien nach Ansicht von Exorzisten klare Anzeichen, berichteten italienische Medien am Dienstag. Auch Papst Johannes Paul II. soll 1982 und 2000 einen Exorzismus durchgeführt haben.

ROLLINGPLANET schlägt Franziskus vor: Das üben wir einfach noch mal. Versuchsobjekte haben wir in unserer Redaktion genügend. Die nächste Messe kommt bestimmt.

(RP/dpa)

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5 Kommentare

  • Andrea Bröker

    Au Backe!

    21. Mai 2013 at 14:15
  • Barbara Doppler

    also ich (Rollifahrerin aus Wien) will mein Teufelchen in mir aber behalten!!

    21. Mai 2013 at 19:53
  • Andrea Nanik

    🙂 🙂 🙂

    21. Mai 2013 at 20:13
  • Dr. Werner Kleine

    Herrlich! Vielen Dank für diesen wunderbaren Beitrag. Ich hätte es nicht schöner sagen können.

    22. Mai 2013 at 23:25
  • Sigrid Behm Unterer Todtsberg 15 97437 Hassfurt

    Wie glaubhaft ist das dass die Kirche Teufel austreiben will?
    Die katholische Kirche verschweigt bis heute ihre Zölibatskinder,diese leiden im hausgemachten SEELENGETTO DER KIRCHE!
    Die Kirche deckt die schlimmsten Verbrecher nämlich die Kinderschänder weltweit und bietet ihnen Heimat Schutz und Halt.
    Ist das nicht alles andere als TEUFLISCH ??
    PFUI TEUFEL VON DENEN WOLLTE ICH KEINEN EXORZISMUS !!!
    Wenn es Heilige gibt dann sind es die Behinderten die Rollstuhlfahrer und die die die Kirche zum Seelenkrüppel
    dekratiert hat durch ihre unterlassene Nächstenliebe…….
    An dieser Stelle
    GRÜSSE an Zöfra.ch
    die Zölibatären Frauen die auch genug mitgemacht haben,mit der Scheinheiligkeit der katholischen Hirten
    ZÖFRA GRUSS AUS BAYERN
    Sigrid Behm

    28. September 2013 at 10:01

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