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Schnelle Rettung für hörgeschädigte Menschen

Telefondolmetschdienst vermittelt seit heute bundesweit kostenlos Notrufe – von 8 bis 23 Uhr.

Notrufe registrierter Nutzer werden kostenlos übersetzt

Notrufe registrierter Nutzer werden kostenlos übersetzt

Notrufe können ab sofort von hörgeschädigten Menschen bundesweit und kostenlos über die Tess – Relay-Dienste telefonisch abgesetzt werden. Die Vermittlung erfolgt über Gebärdensprachdolmetscher oder Schriftdolmetscher direkt zu der zuständigen Notrufleitstelle.

„Notrufkunden“ müssen die passende Software installieren und sich registrieren. „Die Registrierung ist notwendig, damit wir anhand der hinterlegten Adressdaten die zuständige Notrufleitstelle ermitteln können und um eventuelle Rückrufe zu ermöglichen“, erläutert Sabine Broweleit, Geschäftsführerin der Tess – Relay-Dienste GmbH.

Der bundesweite Telefon-Vermittlungsdienst für hörgeschädigte Menschen bietet ansonsten Dolmetscherleistungen am Telefon in Gebärdensprache (TeSign) und in Schriftsprache (TeScript) an.

Mögliche Endgeräte

PC mit Internetverbindung (Webcam)
SIP-Telefon
Smartphone/Tablet-PC
Internet-Browser (Nach Log-In)

So funktioniert es

Für einen Notruf über die Relay-Dienste ruft der gehörlose Anrufer über eine Videoverbindung einen Gebärdensprachdolmetscher an. Dieser verbindet mit der zuständigen Notrufleitstelle und übersetzt das Telefonat simultan für den gehörlosen Anrufer und den hörenden Teilnehmer der Notrufleitstelle.

Für hörgeschädigte Menschen, die nicht gebärden, übersetzt ein Schriftdolmetschdienst in einer Chatanwendung. Hier können hörgeschädigte Anrufer auch selbst sprechen und nur die Antworten ablesen.

„Damit können wir endlich eine weitere Barriere für gehörlose und hörgeschädigte Menschen abbauen, wenn auch nur in unseren Öffnungszeiten montags bis sonntags von 8 bis 23 Uhr,“ erläutert Broweleit.

„Wir sind bereit“

„Wir sind sehr froh darüber, dass die Bundesnetzagentur, in deren Auftrag wir die Telefonvermittlungsdienste zur Verfügung stellen, unserem Angebot eines Notrufs für alle hörgeschädigte Menschen in Deutschland zugestimmt hat“, so Broweleit weiter.

Im Rahmen dieser Beauftragung seien die Öffnungszeiten für die Jahre 2013 und 2014 festgelegt. „Vielleicht ändern sich die Angebotszeiten in der nächsten Auftragsperiode. Dann wäre vielleicht ein Notruf rund um die Uhr möglich. Wir wären bereit.“

Weitere Informationen: www.tess-relay-dienste.de

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2 Kommentare

  • Christiane

    Na wie gut, dass zwischen 23 Uhr und 8 Uhr niemand den Notruf braucht…. Das sind sehr komische Öffnungszeiten für einen Notruf. Die meisten Unfälle beispielsweise passieren zwischen 7 und 9 Uhr. Und wieso man eine Adresse hinterlegen muss, um die zuständige Dienststelle zu ermitteln, verstehe ich auch nicht. Bewegen sich gehörlose Menschen nicht vom Wohnort weg?

    6. Dezember 2013 at 11:51
  • Anna

    Bitte kollabieren Sie nur zwischen 8 und 23h! 😀 Soll das ein Witz sein? Das gehört wohl mal wieder in die Kategorie „Sie gaben sich Mühe“ Echt schwach! Ich würde mich als Gehörloser ganz schön verarscht fühlen.

    6. Dezember 2013 at 16:28

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