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Schulminister wollen Inklusion nur „planvoll und behutsam“ umsetzen

Die Macht der Bedenkenträger: Gegen den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern gibt es vielerorts Widerstände.

Sylvia Löhrmann (Foto: dpa)

Sylvia Löhrmann (Foto: dpa)

Seit 2009 schreibt die UN-Behindertenkonvention einen gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern vor. Doch das wird noch ein weiter Weg, wie sich heute bestätigt. Die Kultusminister denken nehmen nach den Worten ihrer neuen Präsidentin Sylvia Löhrmann (Grüne) die Ängste vieler Eltern und Lehrer bei der Umsetzung der Inklusion sehr ernst. Aufbruchstimmung sieht anders aus.

Das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht behinderten Schülern solle „planvoll und behutsam“ eingeführt werden, sagte die nordrhein-westfälische Schulministerin bei ihrer Amtseinführung in Berlin. Zugleich müsse das gemeinsame Lernen bundesweit zentraler Bestandteil der Lehrerausbildung wie der Fortbildung werden.

Löhrmann übernahm am Mittwoch turnusgemäß das Amt der Präsidentin der Kultusministerkonferenz von ihrem Vorgänger Stephan Dorgerloh (SPD/Sachsen-Anhalt). Sie ist die erste grüne Politikerin in diesem Amt.

Erst mal wieder ein Zwischenbericht

Mit ihren Äußerungen reagierte Löhrmann auf Vorbehalte von Eltern behinderter wie nicht behinderter Kinder sowie Widerstände bei einzelnen Lehrergruppen gegen die Umsetzung der von der UN-Behindertenkonvention seit 2009 verlangten Inklusion in den Schulen.

Kernfrage einer neuen Lehrerausbildung sei, „was jeder Lehrer können muss in seinem Fach und an jeder Schule“, sagte Löhrmann. Für den Sommer kündigte sie einen Zwischenbericht zur Umsetzung des gemeinsamen Unterrichts in den 16 Bundesländern an. Löhrmann: „Inklusion ist auch eine interkulturelle und soziale Frage. Sie steht in jeder Schule in Deutschland an.“

(dpa)

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2 Kommentare

  • Helga, die Schreckliche

    Das freut mich, ich hoffe, mein Söhnchen ist fertig mit der Schule, bevor dieses Inklusionszeug richtig losgeht. Die Schule sollte kein Austobungsfeld für fehlgeleitete Politiker sein.

    15. Januar 2014 at 16:38
  • Andrea

    Ich hoffe, das Söhnchen hat bis zum Schulabschluss keinen Unfall, nach dem er auf das Abstellgleis geschoben wird, weil er dann nicht mehr der Norm entspricht.

    15. Januar 2014 at 18:27

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