""

Schwangerschaft und Rheuma: Wie geht das?

Ein Online-Expertenforum beantwortet vom 15. bis 22. April Fragen zu diesem Thema.

Neun Monate ohne Medikamente - viele Frauen, die an Rheuma erkrankt sind, können sich das kaum vorstellen (Foto: JMG/pixelio.de)

Neun Monate ohne Medikamente – viele Frauen, die an Rheuma erkrankt sind, können sich das kaum vorstellen (Foto: JMG/pixelio.de)

Jana Gehmlich hat seit 13 Jahren Rheuma. An manchen Tagen kann sie kaum laufen – und Schmerzmittel sowie spezielle Rheuma-Medikamente gehören zu ihrem Alltag. Dennoch brachte sie vor drei Monaten Töchterchen Maila zur Welt. In der Schwangerschaft erlebte die 33-Jährige Höhen und Tiefen: „Die ersten 28 Wochen ging es mir richtig gut, obwohl ich meine Rheuma-Medikamente wegen des Kinderwunsches schon einige Zeit abgesetzt hatte“, erzählt die Kölnerin überglücklich.

Neun Monate ohne Medikamente – viele Frauen, die an Rheuma erkrankt sind, können sich das kaum vorstellen. Rheuma und ein Kind – schaffe ich das überhaupt? Welche Medikamente darf ich in der Schwangerschaft einnehmen und auf welche muss ich verzichten? Wie verändert sich meine Erkrankung in der Schwangerschaft? Welche Hilfsmittel können mir die Zeit der Schwangerschaft und die Phase nach der Geburt erleichtern? Solche Fragen stellen sich für Frauen, die sich ein Kind wünschen, aber an Rheuma erkrankt sind.

Viele Rheumatikerinnen berichten, dass sich ihre Beschwerden während dieser sensiblen Phase verbessern. Bei Jana Gehmlich kehrten sie im letzten Schwangerschafts-Drittel zurück: Die werdende Mutter konnte sich kaum noch bewegen. „Ich war froh, dass ich mich schon frühzeitig um alle Babysachen gekümmert hatte“, berichtet Gehmlich.

Oft verschlimmern sich die Rheuma-Schmerzen nach der Geburt

Auch die Wochen nach der Geburt wurden für sie zur Belastungsprobe – kein Einzelfall, denn nach der Schwangerschaft verschlimmert sich Rheumaschmerz häufig. Mal eben schnell das Neugeborene wickeln, das musste bei den Gehmlichs der Vater übernehmen. „Außer Stillen hat er alles gemacht“, erinnert sich die junge Mutter.

Mittlerweile geht es ihr wieder besser – obwohl sie immer noch auf Medikamente verzichtet. Ihr Kind trägt Jana Gehmlich wie viele gesunde Mütter häufig in einer Tragehilfe, auch den Wickeltisch hat sie an ihre Bedürfnisse angepasst. „Ich habe frühzeitig mit meinem Rheumatologen und mit dem Gynäkologen über unseren Kinderwunsch gesprochen und kann nur jedem empfehlen, es ebenso zu machen“, empfiehlt sie.

Kostenloser Expertenrat im Internet

Rund um das Thema „Rheuma und Schwangerschaft“ gibt es zahlreiche Fragen. Vom 15. bis 22. April beantworten zwei Experten und zwei betroffene Mütter diese kostenlos im Online-Forum der Deutschen Rheuma-Liga:

  • Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle, Rheumatologin, Präsidentin der Rheuma-Liga Bundesverband
  • Frau Dr. Rebecca Fischer-Beetz, stellvertretende Leiterin der Poliklinik für Rheumatologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Natascha Schwenk und Nicole Burkert (betroffene Mütter)

Link: http://www.rheuma-liga.de/forum

(PM)

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN