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Schwerbehinderte sind im Schnitt 50 Wochen ohne Job

Trotz Wirtschaftsaufschwungs: Anzahl der Arbeitslosen mit Handicap gestiegen.

Bundesagentur für Arbeit (Foto: dpa)

Bundesagentur für Arbeit (Foto: dpa)

Schwerbehinderte haben anscheinend nur wenig vom leichten Wirtschaftsaufschwung im Vorjahr profitiert. Mit 181.000 sei die Zahl der arbeitslosen Schwerbehinderten im Jahr 2014 entgegen dem Trend um 1,4 Prozent gestiegen, geht aus einer am Montag veröffentlichten Analyse der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Demgegenüber hatte sich die Zahl aller Erwerbslosen im Jahr 2014 im Vergleich zu 2013 um 1,8 Prozent verringert. Entsprechend sei der Anteil arbeitsloser Schwerbehinderter an allen Jobsuchern im Vorjahr von 6,1 Prozent auf 6,2 Prozent gestiegen.

Schwerbehinderte mit einem Behinderungsgrad von 50 oder mehr Prozent seien im Schnitt auch länger arbeitslos als Jobsucher ohne Behinderung, geht aus der BA-Analyse hervor. Während fast die Hälfte der Schwerbehinderten Langzeitarbeitslose seien, liege der Anteil bei allen Erwerbslosen lediglich bei einem guten Drittel. Schwerbehinderte Arbeitslose fänden nach Bundesagentur-Erkenntnissen im Schnitt erst nach 51,9 Wochen eine Stelle, alle Arbeitslose im Schnitt nach 38,1 Wochen. Dabei seien Schwerbehinderte meist genauso gut, teils sogar besser ausgebildet wie Erwerbslose ohne Behindertenstatus.

(dpa)

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