""

Schwerhörigkeit macht einsam – und verringert das Denkvermögen?

Deutsche HNO-Ärzte berufen sich auf eine amerikanische Studie und warnen, dass Betroffene verringerte kognitive Fähigkeiten haben könnten.

Hör’ ich recht? Verringerte kognitive Fähigkeiten? (Foto: Benjamin Thorn/pixelio.de)

Schwerhörigkeit kann einsam machen. Und es geht manchmal sogar mit Beeinträchtigungen des Denkvermögens einher – dies jedenfalls behauptet der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte (HNO) in Neumünster unter Berufung auf eine aktuelle US-amerikanische Studie.

Menschen, die einem Gespräch mit mehreren Teilnehmern oder bei Hintergrundgeräuschen akustisch schlecht folgen könnten, sollten daher ihr Gehör testen lassen. Bei Bedarf könne ein Hörgerät helfen, den Folgeschäden einer Hörstörung vorzubeugen.

Werbung für Hörgeräte

Werde die Kommunikationsstörung nicht behandelt, litten Hörgeschädigte meist unter sozialer Isolation und erhielten so immer weniger geistige Anreize von außen. Angehörige sollten deshalb den Betroffenen bestärken, seine Hörprobleme vom Arzt abklären zu lassen und versuchen, ihm die Scheu vor einem Hörgerät zu nehmen.

Von den knapp 2000 Teilnehmern der Studie waren rund 1160 Teilnehmer schwerhörig, aber keiner zeigte anfangs Beeinträchtigungen in seinen Gedächtnisleistungen oder in anderen kognitiven Bereichen. Sechs Jahre später erzielten die Probanden mit den Hörschwierigkeiten bei verschiedenen Testverfahren zur kognitiven Leistung 41 Prozent schlechter ab als die normal hörenden Teilnehmer.

(dpa)

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN