Schwerin plant schärfere Vorschrift für mehr barrierefreie Wohnungen

Künftig soll in Häusern mit mehr als zwei Wohnungen eine Etage für Mitglieder des ROLLINGPLANET-Clubs erreichbar sein.

Blick über Schwerin, Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern (Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)

Blick über Schwerin, Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern (Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)

In den Wohnungen der barrierefreien Etage müssen die Wohn- und Schlafräume sowie Toilette, Bad, Küche und – wenn vorhanden – Balkon oder Terrasse mit Rollator oder Rollstuhl erreichbar sein. Das heißt: Es darf es keine Stufen oder Schwellen geben, die Türen müssen breit genug sein, und im Bad muss es ausreichend Bewegungsfreiheit geben. Mecklenburg-Vorpommern braucht angesichts der rapiden Alterung der Gesellschaft in den nächsten Jahren Tausende barrierefreie Wohnungen für Menschen, die auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind.

Der Landtag überwies den Entwurf der neuen Landesbauordnung zur Beratung in die zuständigen Ausschüsse. Für Diskussionen dürfte dort vor allem der Plan sorgen, dass künftig nicht nur Architekten, sondern auch Handwerksmeister den Antrag für kleinere Bauvorhaben bei der Behörde einreichen dürfen. Die Handwerkskammern fordern die „kleine Bauvorlagenberechtigung“ seit langem, die Architektenkammer ist dagegen.

(dpa/mv)

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3 Kommentare

  • Holger Hase

    Bitte nicht Schwerin als Stadt sondern es wird vom Land Mecklenburg Vorpommern gemacht.

    29. April 2015 at 16:48
  • Tine Aus Osnabrück

    Auch hier frage ich: Sind die Wohnungen dann wirklich barrierefrei? Klingeln mit Lichtsignal und Videoübertragung, Rauchmelder mit Lichtsignal?

    29. April 2015 at 17:05
  • Rena Mester

    leider ist barrierefrei meistens „nur“ Rollstuhlgerecht und das oft auch noch nicht wirklich gut durchdacht.

    29. April 2015 at 18:30

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