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Seychellen: Teuerstes Urlaubsland der Welt

Naturschutz spielt inzwischen auf den einst vermutlich von arabischen Händlern entdeckten Inseln eine wichtige Rolle. Fotos: Wolfgang Weitlaner

Due Strände der Seychellen sind für die dunklen Granitfelsen bekannt.

Due Strände der Seychellen sind für die dunklen Granitfelsen bekannt.

Die Seychellen sind aufgrund ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt berühmt geworden. Der Nationalpark Vallée de Mai auf der Insel Praslin ist aufgrund zahlreicher endemischer Pflanzenarten zum UNESCO-Weltnaturerbe erhoben worden. Bis etwa 1930 blieb das Tal völlig unberührt.

Die Seychellen sind aufgrund ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt berühmt geworden. Der Nationalpark Vallée de Mai auf der Insel Praslin ist aufgrund zahlreicher endemischer Pflanzenarten zum UNESCO-Weltnaturerbe erhoben worden. Bis etwa 1930 blieb das Tal völlig unberührt.

Radfahren auf La Digue

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Sonnenuntergang...

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Mit durchschnittlich 236 Euro pro Nacht sind die Seychellen nach Erhebungen im aktuellen Hotel-Preis-Index HPI einer großen Buchungsplattform das teuerste Urlaubsland weltweit. Der Inselstaat im Indischen Ozean ist weit über seine Grenzen hinaus als luxuriöse Feriendestination bekannt.

Seit einigen Jahren setzt man auf den Seychellen auf gehobenen Tourismus, der Rücksicht auf die wertvolle Natur nimmt. Doch nicht alle Unterkünfte auf dem Archipel, der geologisch zu Afrika gehört, sind so teuer. In der Zwischenzeit gibt es eine Reihe von Privatunterkünften, die sehr günstig Zimmer anbieten, erklärt das Fremdenverkehrsamt der Inselgruppe in Frankfurt.

Luxustourismus soll Naturschutz fördern

Auf der zweitgrößten Insel Praslin gibt es den rund 20 Hektar großen UNESCO-Weltnaturerbe-Park Vallée de Mai – Teil eines prähistorischen Waldes, der bereits existierte, als die Granitfelsen noch zum Kontinent Gondwana gehörten. Der Wald blieb die vergangenen 650 Mio. Jahre hindurch unangetastet. Der Park wird von der 1979 eigens zu diesem Zweck gegründeteten Seychelles Island Foundation verwaltet.

Die ursprüngliche Vegetation wurde mit der Besiedlung zurückgedrängt. Ein solches Beispiel ist North Island, die einst zur Kopraproduktion genutzt wurde. Mit den eingeführten Kokospalmen kamen auch massenhaft andere Pflanzen und Tiere – vor allem Ratten. Sie fühlten sich im feucht-warmen Klima wohl und überwucherten bald das ganze Eiland.

Isolierte Ökosysteme mit einmaligem Artenspektrum

1997 begann ein südafrikanischer Luxus-Tourismus-Anbieter mit dem Wiederaufbau des zusammengebrochenen Ökosystems. Er investierte Millionen Dollar, um die Insel von allen Schädlingen zu befreien. 2005 wurde die letzte Ratte gefangen. Seither wacht ein Forscherteam über die Insel, auf der in der Zwischenzeit wieder endemische Tiere und Pflanzen ausgesetzt wurden.

Biologen haben schon seit längerem festgestellt, dass Inseln aufgrund ihrer Isolation relativ überschaubare Ökosysteme mit einem begrenzten und oft einmaligen Artenspektrum sind.

Die Seychellen sind ein sehr gutes Beispiel für endemische Tiere: Dazu gehören zum Beispiel drei Arten von Riesenschildkröten sowie eine seltene Frosch-Spezies. Auch die Vogelwelt gehört zu den artenreichsten im gesamten westlichen Indischen Ozean. Durch die isolierte Lage des Archipels haben sich 15 Arten und 18 Unterarten entwickelt, die es nur hier gibt. Ähnlich spektakulär ist die Flora. Ein Beispiel ist die berühmte Seychellen-Nuss „Coco de Mer“.

(RP/pte)

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