Sieg gegen Bayern-Jäger Eintracht Frankfurt: RSV Lahn-Dill ist Mannschaft des Jahres in Hessen

Außerdem wählten Journalisten Gesche Schünemann und Britt Dillmann zu den Behindertensportlern des Jahres.

Mannschaft des Jahres in Hessen: RSV Lahn-Dill (Foto: Mediashots Werbefotografie)

In der Fußball-Bundesliga liegt Eintracht Frankfurt nach sechs Spielen mit 16 Punkten und 16:8-Toren auf Platz 2 – der Aufsteiger unter Trainer Armin Veh ist damit derzeit Bayern-Jäger Nummer eins. Doch die wahren Ballkünstler sitzen im Rollstuhl – für einen Sieg gegen den RSV Lahn-Dill jedenfalls hat es für die Eintracht nicht gereicht…

Der RSV Lahn-Dill ist am Samstag im Kurhaus von Wiesbaden zum insgesamt dritten Mal (nach 2009 und 2011) zur Mannschaft des Jahres in Hessen gewählt worden und hat dabei knapp die Fußball-Überflieger von Eintracht Frankfurt auf den zweiten Rang verwiesen. Im Rahmen der Olympischen Ballnacht des Landessportbundes Hessen (lsbh) wurden zudem die fünf hessischen Teammitglieder der Damen-Nationalmannschaft, darunter Gesche Schünemann und Britt Dillmann, zu den Behindertensportlern des Jahres in diesem Bundesland gewählt. Bei der Wahl des Trainers des Jahres landete RSV-Headcoach Nicolai Zeltinger hinter Tischtennistrainer Jörg Roßkopf auf einem zweiten Platz.

Bei der Wahl hessischer Fachjournalisten errang der RSV Lahn-Dill satte 243 Stimmen und setzte sich damit knapp vor den Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga aus der Mainmetropole, der 228 Stimmen auf sich vereinen konnte. Beide Teams landeten mit großem Abstand vor der übrigen Konkurrenz.

Titel für Gesche Schünemann und Britt Dillmann

Auch in der reinen Behindertensport-Kategorie hatten mit Gesche Schünemann und Britt Dillmann zwei RSV-Akteure die Nase vorn. Zusammen mit ihren Kolleginnen aus dem Goldteam von London, Anne Brießmann, Heike Friedrich und Maria Kühn, gewannen sie die Wahl zum Behindertensportler des Jahres mit 213 Stimmen vor Schützin Manuela Schwermund (182).

Noch vor dem Wetzlarer Turntrainer Wolfgang Hambüchen (216 Stimmen) hat Nicolai Zeltinger (218) den zweiten Platz in der hochrangig besetzten Trainerkonkurrenz hinter Tischtennisfuchs Jörg Roßkopf (243) belegt. Dafür darf sich Hambüchens Sohn und Trainingsschützling Fabian über die Auszeichnung zu Hessens Sportler des Jahres freuen. Sportlerin des Jahres wurde Hammerwerferin Betty Haidler. Mit dem Preis der Newcomerin des Jahres wurde die aus Dillenburg kommende Gesa Felicitas Krause ausgezeichnet.

(aj)

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