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Signale für Sehbehinderte statt „Grüner Pfeil“

Hamburg baut Schritt für Schritt seine Rechtsabbiegen-Schilder ab.

Hamburg gibt dem "Grünen Pfeil" die rote Karte (Foto: Lothar Beutler dpa/lah)

Hamburg gibt dem „Grünen Pfeil“ die rote Karte (Foto: Lothar Beutler dpa/lah)

Der „Grüne Pfeil“ zum Rechtsabbiegen bei roter Ampel wird in Hamburg nach und nach abgeschafft. Seit Einführung in der Hansestadt 2002 seien bereits 171 grüne Pfeile wieder abgebaut worden, sagte die Sprecherin der Innenbehörde, Swantje Glismann, am Montag zu einem entsprechenden Bericht des „Hamburger Abendblattes“. „Hauptgrund war die zunehmende Einführung verkehrsabhängiger Steuerungen in Ampelanlagen.“

Der „Grüne Pfeil“ war in der DDR weit verbreitet und wurde Jahre nach der deutschen Einheit auch für den Westen zugelassen. Er sollte die Wartezeit vor Ampeln verringern und den Verkehr flüssiger machen. Gegner befürchteten ein höheres Unfallrisiko.

Noch gibt es in Hamburg 191 der grünen Pfeile an 140 Kreuzungen und Einmündungen. Die Schilder müssten zudem aus Sicherheitsgründen abgebaut werden, weil immer mehr Ampelanlagen mit Signalen für Sehbehinderte ausgestattet werden, erklärte Glismann. „Langfristig werden die Grünpfeile an den Ampelanlagen in Hamburg ,aussterben‘.“

(dpa)

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