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„Silberne Lorbeerblätter“ als Werbung für Inklusion

Marianne Buggenhagen, Heinrich Popow, Manuela Schmermund, Daniela Schulte u.a.: Bundespräsident Gauck zeichnete heute Medaillengewinner der Olympischen Spiele und Paralympics aus.

Bundespräsident Joachim Gauck (M.) verleiht im Beisein des Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich (CSU, 4.v.r.) im Schloss Bellevue in Berlin das Silberne Lorbeerblatt. Zu sehen sind: David Behre (l-r), Heinrich Popow, Wojtek Czyz, Robert Harting, Bundespräsident Joachim Gauck, Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Raphael Holzdeppe, Björn Otto und Marcel Nguyen. (Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Popow und Gauck (Foto: Neuspree Media)

Bundespräsident Joachim Gauck hat in Berlin 164 „Silberne Lorbeerblätter“ als höchste sportliche Auszeichnung Deutschlands an Medaillengewinner der Olympischen und Paralympischen Spiele verliehen. Bei der Feierstunde heute waren unter anderen die Hockey-Männer, Diskus-Recke Robert Harting, die medaillenschweren Kanuten, Leichtathleten, Reiter, Ruderer und Turner anwesend.

Zu den im Schloss Bellevue präsenten Assen mit Handicap zählten unter anderem Schwimmerin Daniela Schulte, die goldenen Rollstuhl-Basketballerinnen, die beiden Leichathletik-Streithähne Heinrich Popow und Wojtek Czyz sowie Rollstuhl-Leichtathletin Marianne Buggenhagen. Popow zeigte sich vom Festakt beeindruckt: „Die Atmosphäre hier in Bellevue ist schon etwas ganz Besonderes.“

Unterschiede statt echte Inklusion

Gauck sagte, es sei „etwas ganz Besonderes, in solchen Momenten Bundespräsident zu sein“. Er hob besonders die Gemeinsamkeit im Sport von Nichtbehinderten und Behinderten hervor. Es gebe allerdings noch Unterschiede in der Gesellschaft, die einer „echten Inklusion“ im Wege stünden.

Auch das Thema Doping könne man bei einem Termin wie diesem „nicht komplett ausblenden“. Der Sport, so der Präsident „verkörpert unser Idealbild einer Welt, in der Spiel und Wettbewerb zugleich möglich sind“. Schwimmer Thomas Lurz und die behinderte Schützin Manuela Schmermund sprachen die Dankesworte der Athleten. Lurz erhielt spontanen Beifall für seine Feststellung: „Wir sehen hier, dass Sport nicht nur aus Fußball und Formel 1 besteht.“

(dpa/RP)

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