Sinnlich, erotisch, leidenschaftlich: Sommerblut und Liebe

Zum 15. Mal findet das Festival der Multipolarkultur in Köln statt. Vom 29. April bis 16. Mai 2016 gibt es Theater, Tanz, Musik, bildende Kunst, Film, Literatur – und einen besonderen Schwerpunkt.

Andre Erlen: „SOFT CORE – Ein Liebesfilmtheater“, beim Sommerblut-Festival, Sonntag, 1.5.2016, bis Dienstag, 3.05.2016. (Foto: Sommerblut/Eberhard Weible)

Andre Erlen: „SOFT CORE – Ein Liebesfilmtheater“, beim Sommerblut-Festival, Sonntag, 1.5.2016, bis Dienstag, 3.05.2016. (Foto: Sommerblut/Eberhard Weible)

Das Sommerblut Kulturfestival feiert 2016 sein 15jähriges Bestehen und stellt ein Thema in den Mittelpunkt, das so alt ist wie die Menschheit selbst: die Liebe. Die Veranstalter schreiben uns dazu:

In allen Sparten der Kunst – von Theater über Tanz, Literatur und Musik, bis hin zur Bildenden Kunst und zum Film – finden sich zahllose Werke und Stoffe über die Liebe. Vom klassischen Altertum über Shakespeare‘s „Romeo und Julia“ bis in die Gegenwart war und ist die Liebe eine zentrale Triebfeder des künstlerischen Schaffens. Liebessehnsucht, Liebesglück und Liebeskummer haben Künstler_Innen aller Epochen und Kulturen dazu inspiriert, ihre Gefühle sowie die Objekte ihres Begehrens in Bildern, Liedern und Texten darzustellen.

Der Wunsch, zu lieben und geliebt zu werden, kann ungeheure Kräfte mobilisieren und die Vernunft außer Kraft setzen. Die Liebe verleiht Flügel und lässt gebrochene Herzen zurück. Sie verheißt höchstes Glück und ist zugleich ein gefährlicher Nährboden für Eifersucht, Wahnsinn und Verbrechen. In etwas ruhigerem Fahrwasser segeln die rein platonisch Liebenden sowie diejenigen, die sich einer anderen Form der nicht-erotischen Liebe zuwenden: der Mutterliebe, der Nächstenliebe, der Liebe zur Heimat oder zu Gott.

Mit Eigenproduktionen und Gastspielen wird das Sommerblut Kulturfestival eine spartenübergreifende, multipolare Auswahl zum Thema Liebe präsentieren – sinnlich-erotisch, leidenschaftlich und über alle gender-Grenzen hinweg.

Das Eröffnungsprogramm

Eroeffnung_Sommerblut

Am 29. April 2016, 19 Uhr, feiert Sommerblut den Start des Festivals im Club Bahnhof Ehrenfeld mit einem großen Eröffnungsprogramm:

Romeo und Julius
Die Shakespeare Company Coelln zeigt einen Auszug aus der wohl berühmtesten Liebesgeschichte der Weltliteratur in einer völlig neuen Interpretation – frei nach und doch so nah an William Shakespeare.

¡¿Was du siehst? Das dich bewegt!
Die inklusive Performance mit Roland Walter und Lisa Gaden aus Berlin geht der Frage auf den Grund, wie sich zwei Menschen sehen – so unterschiedlich in ihrer Art. Wie kommen sie aufeinander zu? Wie kommen sie miteinander aus? Was verbindet und was trennt sie?

Tsatziken
Die Band Tsaziken singt Liebeslieder aus aller Welt: Musik vom Balkan bis Bayern, aus dem Orient bis nach Oslo, aus Köln und Kenia. Die Tsaziken rücken die Kontinente zusammen und fegen mit Ton- und Lichtgeschwindigkeit über den Globus.

Feel Sounds
Mit Rhythmus beginnt das Leben. Das interkulturelle Musikprojekt mit Gehörlosen und Schwerhörigen der aus Venezuela stammenden Cellistin Yma América vereint Musik, Rhythmus, Klang und Bewegung.

Lumpenpack
Pubertät, Midlife-Crisis, Pensionierung sind Lappalien verglichen mit der Phase, in der man erstmals Salate auf Partys mitbringt. Davon singen und erzählen Max Kennel und Indiana Jonas Songs mit Konfetti, Anekdoten und Tiergedichten.

Der Eröffnungsabend wird moderiert von Marko Berger, dem Theaterleiter des Orangerie-Theaters im Volksgarten. Die Veranstaltung wird für gehörlose Menschen von einem Gebärdensprachdolmetscher übersetzt.

Datum: 29.4.2016
Uhrzeit: 19:00
Ort: Club Bahnhof Ehrenfeld, Bartholomäus-Schink-Str. 65-67, 50825 Köln
Eintritt: VVK/AK 15 EUR (erm. 10 EUR)
Infos und Tickets: http://2016.sommerblut.de/eroeffnung-2/

(RP/PM)

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