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Sir Ludwig Guttmanns Tochter in Berlin

Die 81-jährige Eva Löffler hat die nächsten beiden Paralympics schon fest als Reiseziele in ihrem Kalender.

Eva Löffler bei den Paralympics 2012 in London (Foto:  LNN)

Eva Löffler bei den Paralympics 2012 in London (Foto: LNN)

Die vielgereiste Eva Löffler war bisher erst einmal in Berlin – nun ist sie ein zweites Mal da: Morgen wird im Hotel „Adlon“ ihr Vater Sir Ludwig Guttmann (1899 – 1980) geehrt. Der legendäre Arzt, der von den Nazis vertrieben wurde und der in Großbritannien die damals revolutionäre Medizinbehandlung von Querschnittgelähmten entwickelte, gilt als der Begründer der Paralympics und wurde nun in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen (ROLLINGPLANET berichtete).

Eva Löffler war sechs Jahre alt, als sie mit ihrer Familie 1939 nach England fliehen musste. Dennoch „hat mein Vater nie über den Krieg gesprochen“, erinnert sich die Tochter. „Er war sehr autoritär, aber er war voller Menschlichkeit.“

guttmanIm englischen Stoke Mandeville Hospital machte Guttmann (Foto) Sport zur Reha-Therapie für Rollstuhlfahrer – damals einmalig. 1948 richtete er die „Stoke Mandeville Games“ aus: 16 versehrte Kriegsveteranen traten im Bogenschießen und anderem Rollstuhl-Sport gegeneinander an. Der Neurologe sagte in seiner Rede einen kühnen Satz: „Vielleicht gibt es eines Tages Olympische Spiele für Behinderte.“

Die 81-jährige Löffler hat im Vorfeld der Feierlichkeiten angekündigt, dass sie die Sommer-Paralympics 2016 in Rio und 2020 in Tokio besuchen möchte.

(em)

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