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So einen Bruder wünscht ROLLINGPLANET keinem: Rollstuhlfahrer auf dem Flughafen zurückgelassen

Frankfurter Flughafen (Pressefoto: Fraport)

Wie die Polizei heute mitteilt, fiel ihr am Mittwoch im Transitbereich des Flughafens Frankfurt/Main ein offensichtlich desorientierter 24-jähriger Rollstuhlfahrer auf. Die Umstände sind mysteriös.

Die Person führte keinen Ausweis mit sich, formulierte gegenüber den Beamten aber einen Asylantrag. Kurze Zeit später wurde die Bundespolizei am Abfluggate nach Istanbul auf einen 20-jährigen Iraker aufmerksam, der, entgegen den Bemerkungen im Flugticket, ohne die Begleitung eines Rollstuhlfahrers nach Istanbul weiterreisen wollte.

Zur Sache vernommen gab der 20 jährige an, dass es sich bei dem Rollstuhlfahrer um seinen Bruder handelt, der im Irak durch ein Attentat verletzt wurde und seitdem im Rollstuhl sitzt.

Gemeinsam sei man aus New York nach Frankfurt geflogen. Da eine ärztliche Behandlung in den USA zu teuer gewesen sei, und sein Bruder im Irak nicht weiterleben könne, habe er bereits im Flugzeug den Pass seines Bruders zerrissen und in der Flugzeugtoilette vernichtet. Nach dem Aussteigen habe er sich bei seinem Bruder verabschiedet und ihn zurückgelassen.

Die Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt/Main leitete gegen den 20 jährigen ein Ermittlungsverfahren ein. Seinen Bruder brachte die Bundespolizei in das Universitätsklinikum Frankfurt/Main.

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