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So einen scharfen Rollstuhl-Sex wie Katy Perry hat nicht einmal Lady Gaga

Comeback des Jahres? Die PR-Maschine von Lady Gaga stottert – selbst im Rollstuhl zieht sie den Kürzeren gegen ihre Rivalin.

Lady Gaga (Foto: Tumblr/Inez And Vinoodh)

Lady Gaga (Foto: Tumblr/Inez And Vinoodh)

ROLLINGPLANET, das weltweit führende Klatschmagazin für Menschen mit Behinderung, schaut heute wieder in fremde Rollstühle und Betten (ein bisschen Musik gibt es allerdings auch). Anlass: Lady Gaga, die sich spätestens seit einem Konzert im Juni 2011 in Sydney – hier trat sie als Meerjungfrau auf vier Rädern auf – als Rollstuhlfetischistin outete. Sie war der weltweit erste Popstar, der sich freiwillig im Rolli auf der Bühne präsentierte. Da lief noch alles wie am Schnürchen.

Jetzt, zwei Jahre später, hatte sich die Pop-Diva, alles ganz anders vorgestellt. Ein triumphales Comeback wollte Lady Gaga nach fast 24 Monaten ohne Album hinlegen. Eine „Feier der Besessenheit“ sollte es werden, ein „Urknall“ und schlicht und einfach „Wahnsinn“, kündigte die 27 Jahre alte US-Sängerin vor kurzem auf ihrer Facebook-Seite an.

Pleiten, Pech und Pannen

Und dann? Durchkreuzten innerhalb weniger Tage erst Computer-Hacker, dann eine Pop-Rivalin und schließlich auch noch ein Promi-Blogger ihre Pläne – so dass die „Huffington Post“ schon besorgt fragt: „Ist es mit Lady Gaga vorbei?“

Dabei war doch eigentlich alles so minuziös geplant. Ganz behutsam hatte die 2008 mit ihrem Debütalbum „The Fame“ schlagartig weltberühmt gewordene Exzentrikerin die PR-Maschine anrollen lassen: Eine erste Ankündigung des neuen Albums „Artpop“ auf der Webseite, ein wie zufällig kurz danach veröffentlichtes Nacktfoto, dann ein erster Blick auf das Plattencover.

Ansonsten Stille. Sogar ihr Profil beim Kurznachrichtendienst Twitter, das fast 40 Millionen Fans hat, schaltete sie zwischendurch auf stumm. Und zuletzt meditierte sie nackt für die Performance-Künstlerin Marina Abramovic.

Wer richtig relaxen will, muss gaga sein: Die Entspannungskünstlerin bei der Körper- und Seelenarbeit (Foto: Marina Abramovic Institute)

Wer richtig relaxen will, muss gaga sein: Die Entspannungskünstlerin bei der Körper- und Seelenarbeit (Foto: Marina Abramovic Institute)

Goldener Rolli sorgt nur kurz für Aufmerksamkeit

Das alles heizte die Gier der von Lady Gaga gerne als „kleine Monster“ bezeichneten Fans, die seit 2011 kein neues Album ihres Stars zu hören bekommen hatten, ins schier Unendliche an.

Um die „Mutter der Monster“, die früher ständig mit ausgefallenen Kostümen wie dem Fleisch-Kleid oder witzigen Twitter-Fotos Schlagzeilen gemacht hatte, war es ungewohnt ruhig geworden.

Nach einer Hüftoperation im Februar hatte sie einige Konzerte abgesagt und auch der goldene Rollstuhl, in dem sie sich danach chauffieren ließ, sorgte nur kurzzeitig für Aufmerksamkeit.

Lady Gaga nach ihrer OP  in ihrem neuen Rollstuhl (Foto: Asam)

Lady Gaga nach ihrer OP in ihrem neuen Rollstuhl (Foto: Asam)

Das Comeback musste eines mit Knall sein, aber es wurde erstmal ein „Pop-Musik-Notfall“ daraus. Hacker stellten die Single „Applause“ vorab ins Internet, so dass sich Lady Gaga in der vergangenen Woche gezwungen sah, die sorgfältig geplante PR-Kampagne einzustampfen und „Applause“ früher zu veröffentlichen. Pech für die Pop-Diva, dass genau in der gleichen Woche auch die Single einer Konkurrentin erschien: Katy Perrys (28) „Roar“.

Noch größeres Pech, dass Perrys Single bei den Pop-Fans besser ankommt und nach der ersten Woche schon auf Platz zwei der Billboard-Charts steht, während Gaga auf Platz sechs herumdümpelt. Schließlich überholte Perry Gaga auch noch bei der Zahl der Twitter-Fans.

Katy Perry: Sex im E-Rollstuhl

Katy Perry (Foto: Yu Tsai/Esquire)

Katy Perry (Foto: Yu Tsai/Esquire)

Katy Perry mit Kurzzeit-Ehemann Russel Brand (Foto: IWD)

Katy Perry mit Kurzzeit-Ehemann Russel Brand (Foto: IWD)

In Sachen Rollstuhl liegt Perry sowieso ganz weit vorne. Lady Gagas Rolli bezeichnete ROLLINGPLANET bereits als Oma-Modell, das niemand hinter dem Ofen hervorlockt. Da ist doch diese Nachricht schon viel aufregender: Perry liebt heißen Rollstuhl-Sex!

Hat jedenfalls ihr Ex-Mann Russel Brand (38) im vergangenen Jahr behauptet. Die beiden pflegen ihren Ruf als Sex-Maniacs, und so verwunderte es nicht, dass nur zwei Tage nach ihrer offiziellen Scheidung der schräge Comedian über ihr gemeinsames Sexleben aus dem Nähkästchen plauderte.

In einem Interview mit der Radiolegende Howard Stern zeichnete Brand ein bizarres Bild von der 14-monatigen Ehe mit der Sängerin. Ihre Trennung habe nichts damit zu tun gehabt, dass es ihm im Bett mit Katy nicht „freakig“ genug gewesen sei.

Ganz im Gegenteil, es sei äußerst wild zugegangen. „Sie war ganz scharf auf Rollstuhl-Sex“, berichtete er. Und fügte hinzu: „Diese Frau hat 90 Prozent unserer Ehe in einem kleinen elektrischen Rollstuhl verbracht!“

Streit mit Promi-Blogger Perez Hilton

Da kann selbst Lady Gaga nicht mithalten. Und als wäre das alles noch nicht genug, platzte zuletzt auch noch ein Streit mit Promi-Blogger Perez Hilton in das Gaga-Comeback. Der legte nämlich den Finger in die Wunde und verkündete auf seinem vielgelesenen Blog, dass Perrys „Roar“ eindeutig besser sei als Gagas „Applause“.

Per Twitter beschimpfte Gaga Perez – löschte die meisten Tweets später aber wieder. „Bitte Monster, lasst euch von so jemandem nicht beeinflussen“, schrieb sie danach. „Ignoriert ihn einfach und tanzt.“


Ist das Comeback des Jahres also geplatzt und Gaga im Karriere-Tief? Wohl kaum, sagen Experten. Schuld seien in erster Linie die hohen Erwartungen. „Auch wenn ,Applause‘ nicht der Ultra-Ohrwurm oder die Hymne ist, auf die wir gewartet haben, ist es auch kein Wegwerf-Song“, kommentierte die „Huffington Post“.

Und nimmt sie in Schutz: „Wir erwarten einfach schon so große Dinge von Gaga, dass ein großartiger Song, der für jeden anderen ein großer Hit wäre, von ihr schon als Enttäuschung angesehen wird.“

Heiß erwartetes Comeback bei den MTV-Awards am Sonntag

Lady Gaga ist immer noch der am besten verdienende Promi unter 30 Jahren mit 80 Millionen Dollar (etwa 60 Millionen Euro) allein im vergangenen Jahr. Der Wettstreit mit Perry kann die Verkaufszahlen der Alben beider Konkurrentinnen dank der geballten Aufmerksamkeit eigentlich nur befeuern.

Und es gibt ja auch noch die MTV Video Music Awards. Die eröffnet Lady Gaga am Sonntag mit einem heiß erwarteten Comeback-Auftritt, bei dem sie aus der verpatzten Rückkehr doch noch einen Triumph machen will. „Ich werde tanzen bis meine Füße bluten, um meinen Fans eine Performance zu geben, die sie nie vergessen werden.“

(RP/Christina Horsten/dpa)

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4 Kommentare

  • Kerstin Rossek

    Sie war der weltweit erste Popstar, der sich freiwillig im Rolli auf der Bühne präsentierte.“ Es gab bereits eine ganze Menge Künstler im Rollstuhl. Die Ärzte, Bette Midler etc. 🙂 Das ist nicht neu. Oder macht ihr es am Genre „Popstar“ fest? 🙂 Ansonsten wie immer ein prima Artikel.

    22. August 2013 at 13:41
  • Rollingplanet

    Ja, war auf Popstar gemünzt 🙂

    22. August 2013 at 14:01
  • Kerstin Rossek

    Dann bin ich wieder still und rolle zurück 🙂

    22. August 2013 at 14:02
  • Mazza

    Ganz ehrlich finde ich das bei Popstars immer etwas zweischneidig, wenn sie solche Themen künstlerisch verarbeiten. Entweder es ist verschwurbelt und missverständlich, oder so geradeheraus, dass es schon beinahe die intelligenz des Publikums beleidigt.

    25. August 2013 at 20:38

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