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So gefährlich ist Hornhautentzündung für Träger von Kontaktlinsen

Bei einer Akanthamöben-Infektion kann schon nach drei Wochen die Sehkraft dauerhaft gestört sein.

Noch nicht ins Auge gegangen: Kontaktlinse auf einer Fingerspitze (Foto: Traumtaenzerin/pixelio.de)

Noch nicht ins Auge gegangen: Kontaktlinse auf einer Fingerspitze (Foto: Traumtaenzerin/pixelio.de)

Bessert sich eine Hornhautentzündung bei einem Kontaktlinsenträger weder mit Antibiotika noch mit anti-viralen Medikamenten, kann eine Akanthamöben-Infektion die Ursache sein. Die Einzeller kommen unter anderem im Leitungswasser vor und können sich in die Hornhaut des Auges einnisten. Darauf weist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) in Berlin hin.

Die Amöben gelangen ins Auge, wenn die Linsen mit Leitungswasser abgespült, nicht ausreichend gereinigt, zu lange oder beim Schwimmen getragen werden. Besonders gefährdet sind Träger weicher Kontaktlinsen.

Unter Umständen Blindheit

Wichtig ist der DOG zufolge eine rasche Diagnose der sich langsam entwickelnden Hornhautentzündung. Denn schon nach drei Wochen kann die Sehkraft dauerhaft gestört sein, später führt die Infektion unter Umständen zu Blindheit.

Oft setzen Schmerzen erst nach vier bis fünf Wochen ein, wenn die Amöben schon Nerven im Auge geschädigt haben. Selbst bei einer früh erkannten Infektion muss der Patient damit rechnen, dass sich die Behandlung möglicherweise über zwölf Monate hinstreckt.

Richtig vorbeugen

Findet der Augenarzt die Ursache für die Hornhautentzündung nicht heraus, sollte er sich an die Augenklinik einer Universität wenden, rät die DOG. Schätzungsweise 200 Menschen im Jahr erkranken in Deutschland an einer Akanthamöben-Infektion, am häufigsten ausgelöst durch das Tragen weicher Linsen.

Um vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Linsen regelmäßig auszutauschen und nur mit empfohlenen Reinigern genau nach Gebrauchsanweisung zu pflegen.

(dpa/tmn)

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