""

So schlecht ist unser Heimatdorf ja nicht, dennoch: München soll noch inklusiver werden

Bayerns Landeshauptstadt bekommt ein Koordinierungsbüro zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

Bei der bayerischen Landtagswahl und Olympia-Kandidatur hat es nicht so ganz geklappt, das Projekt Inklusion wird hoffentlich erfolgreicher: Münchens Oberbürgermeister Christian Ude mit einer Rollstuhlrampe (Foto: SPD/Selbst-aktiv)

Bei der bayerischen Landtagswahl und Olympia-Kandidatur hat es nicht so ganz geklappt, das Projekt Inklusion wird hoffentlich erfolgreicher: Münchens Oberbürgermeister Christian Ude mit einer Rollstuhlrampe (Foto: SPD/Selbst-aktiv)

Zuerst der Stolz, den ROLLINGPLANET (Sitz München) gerne teilt: „Wir gelten heute als eine der behindertenfreundlichsten Städte Europas“. Sagt Christian Ude (SPD), Oberbürgermeister der bayerischen Metropole Nummer eins, und da hat er nicht ganz Unrecht.

Dann die dennoch verbleibenden Hausaufgaben: „Im Sommer wurde vom Stadtrat ein Paket von insgesamt 47 Maßnahmen verabschiedet, die alle dazu beitragen sollen, die Jahrhundertaufgabe Inklusion weiter voranzutreiben“, so Ude weiter.

Ude kündigt Koordinierungsbüro an

Worum es da konkret geht? „Das Spektrum der im Aktionsplan aufgeführten Maßnahmen erstreckt sich von der frühen Förderung und Bildung über die Bereiche Gesundheit, Arbeit, Freizeit, Kultur und Sport bis zu Aspekten sozialer Sicherheit, selbstbestimmter Lebensführung und der Teilhabe am öffentlichen und politischen Leben.“

Um diese Ziele zu erreichen, werde München als eine der ersten deutschen Großstädte ein Koordinierungsbüro zur Umsetzung der im März 2009 in Kraft getretenen UN-Behindertenrechtskonvention einrichten (angesiedelt im Sozialreferat). In einer Mitteilung erklärt Ude: „Inklusion soll so zu einer Selbstverständlichkeit in München werden“.

Weitere Informationen: www.muenchen-wird-inklusiv.de

Menschen mit Behinderung in der Münchner Stadtpolitik


29070963
Münchens Oberbürgermeister Christian Ude vorübergehend im Sportrollstuhl mit den Brüdern Roland und Stefan Utz vom Organisationskomitee der E-Hockey-WM 2014 (Foto: EWH2014)

1973 wurde der Behindertenbeirat der Landeshauptstadt München gegründet. Das ehrenamtliche Gremium vertritt die Interessen der Münchnerinnen und Münchner mit Handicap gegenüber Stadtrat, Verwaltung und öffentlichen Institutionen.

Seit 2004 gibt es einen ehrenamtlichen städtischen Behindertenbeauftragten als Ansprechpartner für Münchnerinnen und Münchner mit Behinderung. Derzeit hat den Job Oswald Utz inne.

Die blinde Paralympics-Ikone Verena Bentele war Udes persönliche Beraterin für die bei einer Volksbefragung gescheiterte Olympia-Bewerbung für die Winterspiele 2022.

Die Arbeit freier und öffentlicher Träger der Behindertenhilfe unterstützt die Stadt 2013 laut Angaben von Ude mit mehr als 13,3 Millionen Euro.

Vom 6.-10. August 2014 findet im Münchner Olympiapark die 3. E-Hockey-Weltmeisterschaft mit acht Mannschaften statt. Ein Ereignis, das von der Stadt maßgeblich unterstützt wurde.

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN