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Sofort abwerben! Acht behinderte Helden der Arbeit

Auch eine Paralympics-Sportlerin hat gewonnen: Der VdK Nordrhein-Westfalen hat seinen vilmA-Preis 2013 verliehen.

Vilma-LogoTop im Job mit Handicap: Mit dem „VdK Preis für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung ─ vilmA“ wurden acht Gewinnerinnen und Gewinner aus Nordrhein-Westfalen zu Helden der Arbeit befördert. Der Preis war insgesamt mit 12.000 Euro dotiert. Der Aufruf dazu war auch auf ROLLINGPLANET erschienen.

Die Auszeichnung, die der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen zum vierten Mal verliehen hat, trug in diesem Jahr erstmals den Beinamen „vilmA“. Die Abkürzung steht für „vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt. Schirmherr ist Guntram Schneider, Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes.

Die Preisträger 2013:

Tanja Gröpper (Düsseldorf)

Tanja Groepper
ist querschnittsgelähmt und beim Statistischen Bundesamt in Bonn beschäftigt. Neben ihrer Arbeit als Bürosachbearbeiterin widmet sich die 37-jährige Schwimmerin im Rahmen einer Dualen Karriere dem Leistungssport ─ und ist damit international sehr erfolgreich (Bronze-Medaillengewinnerin der Paralympics 2012 London und Schwimm-WM 2013 Montréal).

Dominik Krasemann (Wesseling)

Krasemann
absolviert in der elterlichen Bäckerei Frank Krasemann eine Ausbildung zum Bäckergesellen. Der 17-Jährige ist an einem Lymphkarzinom erkrankt.

Nadine Segbert (Ahaus)

NadineSegbert
ist Verpackerin in den Werkstätten Haus Hall in Gescher. Die 37-Jährige hat Bewegungsstörungen sowie eine Sprachentwicklungsverzögerung.

Michael Merten (Nieheim)

Michael Merten
arbeitet als Verkaufshelfer bei der REWE Wakup OHG in seiner Heimatstadt. Bei dem 26-Jährigen besteht ein körperlicher und geistiger Entwicklungsrückstand mit Adipositas.

Kawai Severin (Düsseldorf)

Kawai Severin
ist von Geburt an gehörlos und hat sich als Dozentin für die Deutsche Gebärdensprache selbständig gemacht. Mit ihrer poetischen Ausdrucksstärke begeistert die 44-Jährige ihre Mitmenschen.

Elisa Siepmann (Herzogenrath)

Elisa Siepmann
ist Auszubildende zur Mediengestalterin Digital und Print bei der Werbeagentur Artischock Advertising in Aachen. Die 21-Jährige ist an Muskelschwund erkrankt und auf den Rollstuhl angewiesen.

Amer Manuel Joseph Rodrex (Bonn)

Rodrex
arbeitet als Elektromaschinenmonteurhelfer bei DOTT Elektrowerkzeuge in Bornheim. Der 45-Jährige hat infolge einer Kinderlähmung eine starke Gehbehinderung.

Denise Frubrich (Hamm)

Denise Frubrich
ist kaufmännische Angestellte bei der Salzgitter Mannesmann Precision GmbH in Hamm. Von ihren Einschränkungen ─ unter anderem einer Sehbehinderung und Bewegungseinschränkungen ─ hat sich die 27-Jährige dabei nie aufhalten lassen. [/box]

Ausführliche Porträts (PDF)

Was vilmA bezwecken will

„Mit vilmA möchten wir positive Beispiele für eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben vorstellen und somit Barrieren in den Köpfen abbauen. Denn auch im Jahr 2013 verzeichnen wir trotz stabiler Konjunktur eine verhältnismäßig hohe Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung“, erklärt Horst Vöge, Stellvertretender Vorsitzender des Sozialverbandes VdK Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender der Jury.

„Viele können aufgrund von Vorurteilen und Berührungsängsten keiner Beschäftigung nachgehen, die ihren Neigungen und Fähigkeiten entspricht. Einmal gekündigt, sind Betroffene zudem länger arbeitslos als Menschen ohne Behinderung. Unsere Preisträgerinnen und Preisträger zeigen jedoch, dass sich körperliche, geistige oder psychische Einschränkungen und Erfolg im Beruf nicht ausschließen müssen. Mit ihren unterschiedlichen Interessen und Talenten sowie einer imponierenden Einstellung haben sie einen festen Platz im Arbeitsleben erworben ─ und sind damit auch Vorbild für andere. Ob mit oder ohne Behinderung: Solche Mitarbeiter oder Auszubildende wünscht sich jeder Arbeitgeber!“

(PM/Andrea Temminghoff/Fotos: VdK NRW und dapd)

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