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Sogar für Rollstuhlfahrer geeignet: Die Engstligenalp in den Schweizer Alpen

Reisetipp: Ein hindernisfreier Rundweg in diesen Bergen? Doch, das geht, weiß ROLLINGPLANET-Autor Johann Schubert.

Adelboden-Schwandfeldspitz - Auf dem Gsürweg

Engstligenalp - Schonbuel Blick Wildstrubel

Die Engstligenalp – eine bedeutende Kulturlandschaft  am Wildstrubel – bietet neben Wanderungen ein hindernisfreies Naturerlebnis für behinderte Menschen.

Der hindernisfreie, Rollstuhl geeignete Rundweg auf etwa 2.000 Metern Höhe wird bequem mit der Luftseilbahn Engstligen  erreicht. In Verbindung mit entsprechenden Einrichtungen der beiden Gasthäuser auf der Engstligenalp können auch behinderte Naturfreunde die prachtvolle Berglandschaft hoch über Adelboden genießen.

Bonderspitz

Hinauf zur Engstligenalp

Der Wanderer erreicht  von Adelboden aus in bequemer Wanderung auf breitem Wege die Engstligen Wasserfälle nach etwa eineinhalb Stunden.  Mit dem eigenen Fahrzeug oder dem Postbus ist die Talstation der Luftseilbahn Engstligen Unter dem Birg“ noch bequemer und schneller erreichbar. Die Seilbahn überwindet  die knapp 600 Meter Höhenmeter zur Engstligenalp in wenigen Minuten.  Von der Gondel aus schenkt die Fahrt wundervolle Blicke auf die Engstigen-Wasserfälle. Das ermuntert  sicher manchen Bergwanderer auf dem Rückweg auf dem breiten Saumweg vorbei an den Fällen abzusteigen. Aber auch als etwa 90 Minuten dauernder Aufstiegsweg empfiehlt sich diese Wanderroute mit ihren prächtigen Ausblicken auf die tosenden Kaskaden.

Rundwanderweg Rollstuhl geeignet auf der Engstligenalp

Auf einer Höhe von 1.964 Metern in einem Abstand von nur 150 Metern liegen die Bergstation Hauptstafel und das Berghotel am  2.500 Meter langen Rundwanderweg. Der Weg ist  flach und hindernisfrei. So können Naturfreunde im Rollstuhl die herrliche Bergkulisse der Engstligenalp bewundern und geniessen. Aber auch   ältere Menschen und Familien mit Kinderwagen erschliesst sich diese herrliche Bergwelt im Berner Oberland. Das Berghotel ist ausgestattet mit Toiletten auch für Besucher im Rollstuhl.

Engstligen-Wasserfall

Die Fläche der Engstligenalm

Die Engstligenalp wird begrenzt durch den Fitzer (nördlich), den Ammertenspitz (westlich), den dominierenden Wildstrubel (südwestlich). An den Wildstrubel reihen sich Steghorn, Tierhörnli, Chindbettihorn, Engstligengrat und Tschingellochtighorn (östlich) an. Der Ärtelengrat (nordöstlich) bildet die Grenze zur Alp Hinterengstligen. Das Talbecken erstreckt sich von Nord nach Süd 1.000 Meter, von Ost nach West 2.000 Meter. Viele Bergbäche durchfließen die flache Ebene des Tales. Vereint beim Talausgang stürzen Sie als Engstligenfälle zweistufig hinab ins Engstligental.

Wanderung zum Schönbüel, alternativ bis zum Ammertenpass

Überwiegend sind die Routen nur von Bergsteigern begehbar. Doch einige Wandertouren sind  gut ausgeschildert und schenken  nicht behinderten Wanderern ein  gefahrloses Bergerlebnis.  Hier wird beispielsweise der Bergpfad in südwestlicher Richtung zum Ammertenpass beschrieben. Mit einem Höhenunterschied von etwa 450 Metern geht es bequem auf 2.414 Meter hoch. Bereits beim Schönbüel in  2.100 Metern Höhe gibt es herrliche Ausblicke. Hier kann der müde Wanderer  nach 2.500 Metern den Rückweg antreten.

Engstligenalp, Blick Richtung Westen über die Ebene

Richtung Norden gelangt der Wanderfreund über den Chindbettipass westlich des Chindbettihorns und das Ueschinental nach Kandersteg. Über Rote Chumme und Gemmipass geht es nach Leukerbad im Wallis. Im Westen führt der Ämmertenpass zwischen Wildstrubel und Ämmertenspitz nach Lenk im Simmental. Über die erwähnten Pässe gehen heute nur noch Bergwanderer.

Alpwirtschaft auf der Engstligenalp

Die Engstligenalp gehört einer Alpgenossenschaft mit etwa 100 Bauern aus Frutigen und Adelboden. Auf 700 Hektar Weideland weiden etwa zehn Wochen lang ab Ende Juni bis Mitte September  500 Rinder der Rasse Simmentaler Fleckvieh mit  freiem Auslauf . Häufige Nachtfröste erlauben meist nur tagsüber das Weiden.

Öschinensee, Ausflug und Wandern

Alpkäse in Handarbeit

Aus der Kuhmilch wird in Handarbeit Berner Alpkäse hergestellt. Zwei Jahre langes Lagern braucht der Hobelkäse.  Je Jahr stellt die gesamte Alp etwa 3.500 Kilogramm Käse her. Ein besonderes Ereignis ist der Der jährliche Almauftrieb ist  im Juni. Hunderte Rinder werden auf dem Saumweg –  vorbei an Felswand und Engstligenfällen – hinauf zur Alp gebracht.

Weitere Wanderinformationen

Wandern Adelboden Region Berner Oberland: Adelboden schenkt im Sommer und Herbst prächtige Bergerlebnisse bei Wanderung und Ausflug. Zur Auswahl stehen die sechs Wanderungen
Öschinensee  – behindertengerecht
Engstligenalp  – behindertengerecht
Engstligen Wasserfälle  – Auf- oder Abstieg wie beschrieben zur Engstligenalp
Chuenisbergli
Schwandfeldspitz
Bonderspitz.

Die Lage der Touren  ist hier mit je einem Bild auf der Karte zu sehen. Weitere Informationen und Bilder finden sich unter primapage.de. Alle Fotos der Wanderungen des Autors in der Region Adelboden< werden hier gezeigt. Als Diaschau  beginnend mit den Fotos der Engstligenalp stehen hier zum Betrachten bereit. Über den Autor: Johann Schubert ist leidenschaftlicher und kenntnisreicher Wanderer. Alle hier gezeigten Fotos stammen vom Autor. Beruflich erstellt Schubert Webseiten. Weitere Infos: http://www.primapage.de/

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4 Kommentare

  • Kerstin

    Schöner Reisetipp, obwohl man sich das ja gar nicht so richtig vorstellen kann dass die Berge wirklich „hindernisfrei“ sein sollen, wie Sie schreiben.

    30. November 2011 at 16:39
  • Johann Schubert

    Hallo Kerstin,

    der Reisetipp ist für behinderte Menschen und Wanderer ohne Behinderung geschrieben. Ich dachte an all jene, die beispielsweise einen Rollstuhlfahrer begleiten – Familie oder Gruppe. Der oder die Begleiter können die beschriebene Wanderung unternehmen – während der Behinderte oder auch die Familien mit Kinderwagen die herrliche Landschaft auf dem gemütlichen und tatsächlich hindernisfrei angelegten 2.500 Meter langen Rundkurs genießen.

    Herzlichen Gruß
    Johann

    3. Dezember 2011 at 06:45
  • Punky

    Aber im Winter mit Schnee stelle ich mir das nicht so einfach vor…

    10. Dezember 2011 at 21:43
  • Marion

    Danke für diesen Reisetip!

    22. Dezember 2011 at 20:20

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