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Sommerzeit: Vom 30. zum 31. März werden die Uhren umgestellt

Nicht nur deshalb kann es zu Müdigkeitserscheinungen kommen – was Sie dagegen tun können.

Und plötzlich fehlt eine Stunde, die eigentlich nie weg war (Foto:  Marvin Siefke/pixelio.de)

Und plötzlich fehlt eine Stunde, die eigentlich nie weg war (Foto: Marvin Siefke/pixelio.de)

In der Nacht vom Samstag, 30., auf Sonntag, den 31. März, wird die Zeit von 2 auf 3 Uhr vorgestellt – mit der Umstellung von der Winter- auf die Sommerzeit fehlt dem Körper eine Stunde Schlaf. Und viele sind dann in den Tagen danach erschöpft, selbst wenn sie früher schlafen gehen.

„Müdigkeit ist ein Zeichen des Körpers“, sagt Christina Koppe-Schaller vom Deutschen Wetterdienst in Freiburg. In diesem Fall empfiehlt sie, nach Möglichkeit auch nachmittags zu schlafen. Die Ruhepause sollte aber nicht länger als 20 bis 30 Minuten dauern.

Ausgewogene Ernährung hilft

Doch die Zeitumstellung muss nicht der einzige Grund für Abgeschlagenheit sein. Auch die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit macht vielen Menschen zu schaffen. „Es lässt sich herrlich darüber philosophieren, ob es eine Frühjahrsmüdigkeit oder doch eine
Spätwintermüdigkeit ist“, sagt Aßmann.

Um Problemen vorzubeugen, kann eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse und ausreichend Flüssigkeit helfen. Auch viel Schlaf und Bewegung an der frischen Luft sind sinnvoll.

Schlafhormon wird erst nach zwei Wochen abgebaut

Das Tageslicht ist wichtig, weil der Körper im Winter laut Koppe Schaller vermehrt das Schlafhormon Melatonin produziert. Es wird durch Sonnenlicht erst nach etwa zwei Wochen abgebaut. Die UV-Strahlen tragen außerdem dazu bei, dass der Körper wieder Vitamin D produziert, das für den Knochenbau und das Immunsystem wichtig ist.

Aßmann rät, im Frühjahr bis zu einer Stunde spazieren zu gehen. „Durch die frische Luft wird außerdem der Kreislauf angeregt“, erläutert der Mediziner. Bei der Länge des Spaziergangs sollte man sich aber nicht überfordern und sich auch nicht zu dick anziehen, ergänzt Koppe-Schaller.

Hohe Belastung für den Körper

Daher empfiehlt sie den Zwiebellook. Sei es doch wärmer als gedacht, könne ein Kleidungsstück ausgezogen werden. Aber erst etwas auszuziehen, wenn man schon nass geschwitzt ist, ist auch falsch. Denn dann könne man sich leichter eine Grippe einfangen.

„Im Frühjahr stellt sich der Stoffwechsel um“, erläutert die Medizinmeteorologin. Das sei eine hohe Belastung für den Körper. Auch Aßmann sagt, das Immunsystem reagiere gestresst und geschwächt auf die Umstellungen. Deshalb empfiehlt er, besonders in den ersten Tagen nach dem Wechsel von Winter- zu Sommerzeit weniger Alkohol und Nikotin zu konsumieren.

(dpa)

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1 Kommentar

  • Monika Schwaiger

    Was man dagegen tun kann? Die Zeitumstellung abschaffen! -Sofort!

    29. März 2013 at 13:52

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