Sozialhilfeausgaben für Menschen mit Behinderung bleiben dickster Brocken

Deutlicher Anstieg: 15,6 Milliarden Euro entfallen auf Eingliederungshilfen.

(Foto: RainerSturm/pixelio.de)

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Die Sozialhilfeausgaben in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 4,8 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden insgesamt 27,7 Milliarden Euro für Sozialhilfe ausgegeben. Davon entfielen 15,6 Milliarden Euro auf Eingliederungshilfe für behinderte Menschen – ein Anstieg um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Eingliederungshilfen für behinderte Menschen machten demnach mit 56,3 Prozent den größten Teil der Nettoausgaben für Sozialhilfe aus.

Besonders stark nahm die Hilfe für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung zu. Die Ausgaben von 5,9 Milliarden Euro bedeuteten eine Steigerung um 8,5 Prozent im Vergleich zu 2014. In die Hilfe zum Lebensunterhalt flossen 1,4 Milliarden Euro – eine Zunahme um 7,6 Prozent. Die 3,9 Milliarden Euro Sozialhilfe als Hilfe zur Pflege lagen um 1,9 Prozent über den Ausgaben des Vorjahres. Ein Rückgang von 2,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro wurde dagegen bei den sonstigen Hilfen zur Gesundheit, zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten sowie in anderen Lebenslagen registriert.

In den alten Bundesländern wurden knapp 23 Milliarden Euro Sozialhilfeausgaben verzeichnet, in den neuen Ländern einschließlich Berlin waren es 4,7 Milliarden Euro.

(dpa)

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1 Kommentar

  • A. Mast

    Bei solchen Angaben über Eingliederungshilfen vermisse ich immer die Zahlen was wieder von den Betroffenen in die Kassen zurück fließt.
    Ich selbst habe Spina Bifida und arbeite schon seit fast 30 Jahren in der freien Wirtschaft, da ist einiges an Steuern und Sozialabgaben zusammen gekommen. Da ich nicht viel mehr als alle paar Jahre einen neuen Aktivrollstuhl brauche, ist das bestimmt mehr als die Hilfen von staatlicher Seite die ich bekommen habe.

    17. Oktober 2016 at 10:40

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