Sozialprotest in Israel: Rollstuhlfahrer gestorben

Tel Aviv

Erneut ist ein Israeli den Folgen einer Selbstverbrennung erlegen.

Akiwa Mafai ist im Krankenhaus gestorben. Das meldet heute die Zeitung „Jediot Achronot“. Der 45-jährige hatte sich am 22. Juli an einer großen Kreuzung bei Tel Aviv mit einer brennbaren Flüssigkeit überschüttet und angezündet. (ROLLINGPLANET berichtete: Sozialproteste in Israel: Wieder Selbstverbrennung)

Kurz zuvor hatte der gehbehinderte Rollstuhlfahrer über hohe Schulden geklagt. Nur zwei Tage vor dieser Verzweiflungstat war der 57-jährige Mosche Silman gestorben, der sich bei sozialen Protesten ebenfalls selbst in Brand gesetzt hatte.

Mafai hatte nach Angaben seines Bruders große Schulden und schon mehrmals mit Selbsttötung gedroht. Seine Behinderung stamme von einer Verletzung während des Militärdienstes. Die soziale Protestbewegung in Israel fordert niedrigere Lebenshaltungskosten und höhere soziale Leistungen. Der Höhepunkt der Proteste war im Sommer vergangenen Jahres.

dpa. – Foto: Wikipedia/Talmoryair. Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert.

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