Sport für Behinderte ist Schwerpunkt der Rostocker Pflegemesse

Als weltweites Fest des Behindertensports haben die Paralympics in London begeistert. Im Alltag stößt Behindertensport aber immer noch auf Vorbehalte und Berührungsängste. Die Rostocker Pflegemesse will dazu beitragen, dies zu ändern.

Messegebäude (Pressefoto)

Noch immer trauen sich viele Behinderte nicht, in der Öffentlichkeit Sport zu treiben. Dies zu ändern, hat sich die zweite Pflegemesse vom Mittwoch bis Freitag (24./25.10.2012) in Rostock zur Aufgabe gemacht, wie Projektkoordinator Steffen Nordmann der Nachrichtenagentur dpa sagte. Sport könne helfen, verloren gegangenes Selbstvertrauen wieder zu erlangen.

„Die Technik ist soweit, dass nahezu jede Sportart auch von Behinderten betrieben werden kann.“ Bei den Disziplinen für Einzelwettbewerbe sind Leichtathletik und Schwimmen die beliebtesten Sportarten, beim Mannschaftsport Rollstuhlbasketball und – rugby. „Beides sind extrem rasante Sportarten, die auch für die Zuschauer höchstinteressant sind“, sagte Nordmann.

Berührungsängste abbauen

Den Messeverantwortlichen gehe es darum, Berührungsängste zwischen Behinderten und Nichtbehinderten abzubauen, auch dabei könne Sport helfen. Daneben geht es auch um Aufklärung über die Situation von Behinderten. So können Besucher sich selbst in Rollstühle setzen und erkennen, mit welchen Schwierigkeiten Rollstuhlfahrer im Alltag konfrontiert sind.

An mehr als 80 Ausstellungsständen können sich Interessierte über die neuesten Pflege- und Rehabilitationshilfsmittel informieren. Ein Alterssimulationsanzug ermöglicht es, das Befinden eines etwa 75- bis 82-jährigen Menschen nachzuempfinden. Die Augenlinse ist getrübt, das Gesichtsfeld ebenso wie das Greif- und Koordinationsvermögen eingeschränkt.

(dpa/mv)

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