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Telemedizin soll Versorgung von Kindern mit Diabetes verbessern

ROLLINGPLANET-Tagebuch: Thailand meldet Zika-Ausbruch +++ Phantasialand: Achterbahn-Verbot für Gehörlose +++ Inklusion in Sachsen +++ Rehability jetzt auch in München

TAGEBUCH
DONNERSTAG, 6. JULI 2017
Bayern

Inklusion ist Thema des Bezirketags in Würzburg

Wie barrierefrei ist Bayern bereits? Ist Inklusion im Freistaat eine Utopie oder doch realisierbar? Diese und ähnliche Fragen stellen sich die Delegierten des Bayerischen Bezirketags heute in Würzburg. Dabei soll der aktuelle Stand der Dinge in den Regionen abgefragt und kritisch hinterfragt werden.
Bezirketags-Präsident Josef Mederer zeigte sich im Vorfeld der zweitägigen Vollversammlung zufrieden mit dem bereits Erreichten. Es sei schon viel passiert, sagte er. Aber Inklusion sei ein Marathon und davon hätten die Bezirke erst ein Drittel geschafft. Nachholbedarf sieht Mederer beispielsweise bei den Regelschulen im Freistaat. Die müssten sowohl räumlich und sachlich als auch personell besser ausgestattet werden, um auch Menschen mit Behinderungen einen normalen Schulalltag bieten zu können. (dpa/lby)

MITTWOCH, 5. JULI 2017
Telemedizin

Bundesweites Modellprojekt für Kinder mit Diabetes

Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP, Pressefoto)

Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP, Pressefoto)

Eine virtuelle Diabetes-Ambulanz soll die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen verbessern und ihnen weite Wege ersparen. Per Videokonferenz übermitteln die Patienten einmal im Monat ihre Blutzuckerwerte an die Diabetesambulanzen des Universitätsklinikums (UKSH) in Kiel oder Lübeck und erhalten umgehend Hinweise für ihre Therapie.
Das bundesweite Modellprojekt sei beispielhaft für den sinnvollen Einsatz der Telemedizin, sagte Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Dienstag in Lübeck. Bundesweit leiden rund 1200 Kinder und Jugendliche unter Diabetes mellitus Typ 1. (dpa/lno)

DIENSTAG, 4. JULI 2017
Zika

Nach Brasilien jetzt auch Thailand

Das Zika-Virus wird durch Mücken übertragen. (Foto: dpa)

Das Zika-Virus wird durch Mücken übertragen. (Foto: dpa)

Thailands Behörden haben neue Fälle von Zika-Infektionen gemeldet. In der vergangenen Woche hätten sich in der Provinz Phichit 330 Kilometer nördlich von Bangkok elf Menschen mit dem Virus infiziert, teilte die lokale Seuchenschutzbehörde heute mit. Unter den Erkrankten seien keine Schwangeren.
Das Gesundheitsministerium hatte die Bevölkerung vor einem Ausbruch des Virus in der Monsunzeit gewarnt, da sich dann Stechmücken rasch vermehrten. Das Zika-Virus wird durch Mücken übertragen. Eine Infektion während einer Schwangerschaft kann beim Fötus zu Mikrozephalie und anderen Fehlbildungen des Gehirns führen. Kinder mit Mikrozephalie werden mit einem besonders kleinen Kopf geboren, oft verbunden mit geistiger Behinderung und anderen schwerwiegenden neurologischen Störungen.
Seit Januar wurden bis zu 81 Zika-Fälle in ganz Thailand registriert.
Viele Erkrankte seien jedoch wieder genesen, berichtete die Behörde. Im vergangenen Jahr wurden aus Thailand rund 600 Zika-Infektionen gemeldet. Im September berichteten die Behörden von zwei Babys, die mit Mikrozephalie geboren wurden. Es waren die beiden ersten Fälle in Südostasien. Zika war bislang vor allem in Brasilien ausgebrochen. (dpa)

SONNTAG, 2. JULI 2017
Diskriminierung

Achterbahn-Verbot für gehörlose Freunde

Die Black Mamba im Phantasialand: Ein Fahrvergnügen nur für Hörende. (Foto: dpa)

Die Black Mamba im Phantasialand: Ein Fahrvergnügen nur für Hörende. (Foto: dpa)

Mystery Castle, Taron oder Black Mamba – das Phantasialand in Brühl bei Köln ist ein beliebtes Ausflugsziel. Auch für gehörlose Menschen. Doch die dürfen gar nicht mitfahren: Achterbahnverbot! Diese Erfahrung mussten die gehörlosen Freunde Philipp (25) und Rene (21) bei ihrem Besuch im Freizeitpark machen. Das Phantasialand verweist auf Sicherheitsbestimmungen. Focus Online, Welt

SAMSTAG, 1. JULI 2017
Studie

Arbeitsagentur wehrt sich gegen Kritik der Antidiskriminierungsstelle

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat Kritik der Antidiskriminierungsstelle des Bundes an der Vermittlung in den Jobcentern zurückgewiesen. Die Antidiskriminierungsstelle hatte am Donnerstag eine Studie vorgestellt, der zufolge die Jobcenter auf hohe Vermittlungszahlen ausgerichtet sind und sich auf Arbeitslose fokussieren, die leicht wieder Arbeit finden – Menschen mit Behinderung oder Migranten, die viel Unterstützung benötigten, würden vernachlässigt, hieß es.
Der Chef der Arbeitsagenturen, Detlef Scheele, teilt die Kritik aber nicht. „Also diese Vermittlung, von der offenbar die Antidiskriminierungsstelle ausgeht, man würde auf einen Knopf drücken und es ging schnell, das war einmal. Aber das ist nicht mehr der Fall“, sagte Scheele dem Bayerischen Rundfunk. Generell brauche man mehr Zeit für die Arbeitsvermittlung als früher. (dpa)

FREITAG, 30. JUNI 2017
Der ganz normale Alltag

Schlafender Rollstuhlfahrer fällt in Weiher

(Symbolfoto: S. Hofschlaeger/pixelio.de)

(Symbolfoto: S. Hofschlaeger/pixelio.de)

Ein Rollstuhlfahrer ist in Oberbayern beim Enten-Beobachten eingeschlafen und in einen Weiher gekippt. Bis zu seiner Rettung musste er rund eine Stunde im Wasser ausharren. Der 59-Jährige konnte sich nach Polizeiangaben vom Freitag zwar mit den Händen am Ufer festhalten. Wegen seiner Querschnittslähmung sei es ihm aber nicht gelungen, sich wieder an Land zu ziehen.
Wie der Mann aussagte, konnte er erst nach etwa einer Stunde einen Fußgänger auf sich aufmerksam machen, der ihm aus dem Weiher in Taufkirchen bei München zog. Der Rettungsdienst brachte den stark unterkühlten Mann nach dem Vorfall am Donnerstag in ein Krankenhaus. (dpa/lby)

Sachsen

Assistenten für Inklusion für weitere 38 Schulen

Weitere 38 Schulen in Sachsen bekommen ab August Unterstützung für das gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung. Damit helfen dann landesweit 211 Menschen mit pädagogischer oder sozialer Fachschulausbildung an 177 öffentlichen und 34 freien Schulen, wie das Kultusministerium in Dresden heute mitteilte. Sie sorgten dafür, dass alle Schüler optimal gefördert werden, gleiche Bildungschancen haben sowie Hilfsbereitschaft und Toleranz lernen.
Inklusionsassistenten gibt es bereits seit August 2016 an Grund-, Ober-, Förder- und berufsbildenden Schulen sowie Gymnasien. Für das Projekt stehen über fünf Jahre rund 51 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds sowie dem Landeshaushalt zur Verfügung. Es wird von einem Team der TU Chemnitz wissenschaftlich begleitet.
Nach Ministeriumsangaben wurden 2016/2017 landesweit 9125 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an allgemeinbildenden Schulen im Freistaat unterrichtet. Der Integrationsanteil liege inzwischen bei knapp einem Drittel und damit um fast ein Viertel höher als 2006. (dpa/sn)

DONNERSTAG, 29. JUNI 2017
Sanitätsfachhandel

Rehability jetzt auch in München

Einer der Münchner Rehability-Mitarbeiter: Max Grubmüller (hier noch in der Heidelberger Zentrale; Foto: Rehability)

Einer der Münchner Rehability-Mitarbeiter: Max Grubmüller (hier noch in der Heidelberger Zentrale; Foto: Rehability)

Der Heidelberger Reha-Fachhändler Rehability, einer der innovativsten Vertreter der Branche, wird morgen seine Münchner Filiale im Landaubogen 1-3 (Sendling) eröffnen. Dort wird künftig auf über 1000 Quadratmetern Kunden ein Full-Service für Rollstühle, Inkontinenzhilfen und andere Reha-Hilfsmittel geboten. Die Start-Party steigt ab 14 Uhr, im Rahmen eines bunten Unterhaltungsprogramms gibt es auch einen Otto Bock Multisport Sportrollstuhl zu gewinnen. (PM)

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