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Sportticker: Drei deutsche Rollstuhlbasketballer kommen in den USA ganz groß raus

Außerdem: die Halbfinal-Rückspiele der Playoffs im Rollstuhlbasketball, dreimal Gold im Einzel für deutsche Tischtennis-Sportler, Silber für Sandra Mast im Kugelstoßen.

Rollstuhlbasketball: Deutschland

(RP) – Am Wochenende finden die Halbfinal-Rückspiele der Playoffs um die deutsche Meisterschaft statt.

So verlief das Hinspiel zwischen Tübingen und Zwickau

Am Samstag, 24. März 12, empfängt Titelverteidiger RSV Lahn-Dill (August-Bebel-Sporthalle, 16 Uhr) mit Geburtstagskind Michael Paye (wird dann 29 Jahre alt) den Rekordmeister USC München. Das Hinspiel vergangene Woche hatten die Spieler aus Wetzlar in München mit 54:67 gewonnen. Der dabei trotz der Niederlage überragende USC-Topscorer Benjamin Ryklin sieht sich als krasser Außenseiter: „Wir haben gezeigt, dass wir mit Lahn-Dill mithalten können. Uns wurde aber auch bewiesen, wie ausgeglichen sie sind und wie viele Waffen sie haben. Für eine Sensation brauchen wir schon einen Ausnahmetag, aber bevor wir nicht das Gegenteil erleben, werden wir alles versuchen.“

Am Sonntag, 25. März 2012 (Eckersbacher Scheffelberghalle, 13.30 Uhr) , wollen sich die RSC-Rollis Zwickau für ihre überraschende 60:61-Hinspielniederlage beim Sensationsaufsteiger RSB Team Thüringen (siehe Video oben) revanchieren. Für die Zwickauer geht es nach eigenen Aussagen um „Alles oder Nichts“ und um die „Mission Sieg“. Trainerin Manuela Krause ist zuversichtlich. Das Hinspiel habe ihr Team nur wegen schlechter Tagesform verloren und weil man vom vorangegangenen Euroleague-Wochenende „ausgepowert“ gewesen sei. Sollten die Thüringer um Kapitän Taz Capasso allerdings für einen weiteren Geniestreich sorgen, stünden sie als erster Aufsteiger der Rollstuhlbasketballbundesliga-Geschichte in einem Playoff-Finale.

Das Finale um die Deutsche Meisterschaft wird am 14./15. und 21./22. April ausgetragen.

Rollstuhlbasketball: USA

Adermann_Whitewater

Rollstuhlbasketball: Mareike Adermann (hinten stehend, schwarzes Oberteil) mit ihrem Team der University of Whitewater (Foto: privat)

Pokalübergabe an André Bienek.

Pokalübergabe an André Bienek (Foto: privat)

(aj) Deutscher Jubel bei den US-College-Meisterschaften. Mit ihren Teams der University of Whitewater aus Wisconsin haben die beiden deutschen Nationalspieler Mareike Adermann und André Bienek die nationale Meisterschaft in den USA gewonnen. Im Finalturnier in Champaign/Illinois setzte sich Bienek gegen das Gastgeberteam der University of Illinois und Adermann gegen die University of Alabama um ihre Nationalmannschaftskollegin Annika Zeyen durch. Wie die beiden Titelgewinner Mareike Adermann und André Bienek wurde auch Annika Zeyen nach dem Turnier in Champaign in das All-American Team gewählt. Damit sind drei der zehn besten Spieler in der US-Collegeliga Vertreter des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes.

Rollstuhlbasketball: Köln

(RP) – Nach sechs Jahren verlässt Spielertrainer Andrew Flavell die Köln 99ers und kehrt in seine Heimat Australien zurück. Der 40-Jährige „Low-Pointer“ war im Oktober 2006 von den Dandenong Rangers an den Rhein gewechselt. Sein größter Erfolg war im vergangenen Jahr, als er mit seiner Mannschaft ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft und ins Finale des André Vergauwen Cups führte. Die Saison 2011/2012 beendete Köln 99er auf Platz 7.

Tischtennis

Die vier Medaillengewinner, von links Juliane Wolf, Holger Nikelis, Thomas Rau und Thomas Schmidberger

Die vier Medaillengewinner, von links Juliane Wolf, Holger Nikelis, Thomas Rau und Thomas Schmidberger

(Norbert Freund) – Die beiden Rollstuhlfahrer Holger Nikelis und Thomas Schmidberger sowie „Fußgängerin“ Juliane Wolf haben bei den Einzel-Wettkämpfen des Tischtennis-Weltranglistenturniers im Behindertensport vom 20. bis 25. März in Lignano (Italien) jeweils Gold für das deutsche Team geholt. Thomas Rau erkämpfte sich eine Bronzemedaille.

Weltmeister Nikelis aus Köln behielt im Finale der Wettkampfklasse (WK) 1 gegen Andreas Vevera in vier Sätzen klar die Oberhand. Der 34-Jährige hatte nur im zweiten Satz Probleme mit dem Österreicher und setzte sich letztlich verdient durch.

Ähnlich souverän gewann Thomas Schmidberger die Konkurrenz in der WK 3. Im Endspiel ließ der Wahl-Düsseldorfer aus Bayern seinem Kontrahenten Alexander Öhgren aus Schweden bei seinem Drei-Satz-Sieg keine Chance.

Vize-Europameisterin Juliane Wolf (23) von der BSG Offenburg beherrschte erwartungsgemäß die WK 8. Dabei wurde sie nur von der Polin Dajana Jastrzebska ernsthaft herausgefordert, gegen die sie den fünften Satz aber am Ende klar mit 11:5 gewann.

Bundestrainer Wieland Speer hofft nun auf weitere Erfolge bei den Team-Wettbewerben des Weltranglistenturniers, die bereits am Donnerstagnachmittag begannen. Die Lignano Master Open in Italien sind eines von drei Turnieren in diesem Jahr, die Speer zur Vorbereitung des Nationalkaders auf die Ende August beginnenden Paralympics in London nutzt.

Handbike

Das diesjährige Medica-Handbike-Wochenende findet vom 24. bis 28.05 (Pfingsten) südlich von Berlin statt. Der Fläming-Skate-Kurs bietet gute 200 km verkehrsfrei Strecke an. Geübte Biker können die Gelegenheit nutzen, mit dem Medica Handbike-Team Ausfahrten zu unternehmen. Anfänger erhalten eine fundierte Einweisung in die Grundtechniken des Handbikens. Unterbringung und Verpflegung erfolgt im Hotel & Restaurant am Schlosspark in Dahme. Für alle Teilnehmer fällt eine Teilnehmergebühr von 80 Euro an, für Begleitpersonen 120 Euro. Anmeldungen sind bis zum 21. April per Mail an Markus Schulz ([email protected]) zu erfolgen. Nach Anmeldeschluss werden weitere Programminfos mitgeteilt. (Quelle: handbike.de)

Leichtathletik

(DBS) – Bei den INAS Hallen-Leichtathletikweltmeisterschaften in Manchester/England hat Sandra Mast im Kugelstoßen die Silbermedaille mit einer Leistung von 11,24m gewonnen. Das ist gleichzeitig ein neuer deutscher Rekord. Ebenfalls im Kugelstoßen hat sich Daniel Storch in einem spannenden Wettkampf mit 11,22m die Bronzemedaille gesichert. Mit dem Gewinn dieser beiden Medaillen haben sich Athleten die Möglichkeit gesichert, am 21. Juli von der Nominierungskommission für die Paralympics in London nominiert zu werden.

Rudern

(DBS) – FISA nimmt Ruderboot aus dem Rennprogramm: Der internationale Ruderverband FISA (International Rowing Federation) wird die Rennen für Athleten mit geistiger Behinderung nicht mehr unterstützen. Die Bootsklasse ID-LTA (Riemenrennvierer für Sportler/-innen mit geistiger Behinderung) war nach der WM in Bled im vergangenen Jahr aus dem Programm der WM gefallen, da drei Jahre in Folge keine Vorentscheidungen ausgetragen wurden. Die Wiedereinführung ist nicht vorgesehen, da nach Einschätzung des FISA-Vorstandes weltweit die Zahl der Aktiven nicht ausreicht, um solche Spitzen-Events mit der notwendigen sportlichen Qualität auszuschreiben. Damit wird der Weltverband, der sich bereits für die diesjährigen Paralympics gegen die Aufnahme des ID-Vierers entschieden hatte, auch im Jahr 2016 auf diese Bootsgattung verzichten.

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