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„Sprache des Herzens“: Bewegender Kinofilm um junge Taubblinde

Eine wahre Geschichte: Marie Heurtin kommmt blind und taub zur Welt. Dank einer Nonne lernt sie, mit ihrer Umwelt zu kommunizieren.

Isabelle Carré und Ariana Rivoire in  „Sprache des Herzens“ (Foto: Concorde Filmverleih GmbH)

Isabelle Carré und Ariana Rivoire in „Sprache des Herzens“ (Foto: Concorde Filmverleih GmbH)

November, der Weihnachtsmonat und Neujahr sind – wie wir spätestens seit „Ziemlich beste Freunde“ wissen – die Lieblingszeiten der Filmverleiher, um Menschen mit Behinderung auf die Kino-Leinwände zu schicken. Wer sich ab dem 25. Dezember für Stephen Hawking und „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ begeistern wird, kann sich wenige Tage ein weiteres Ticket kaufen – für die „Sprache des Herzens“.

Nach einer wahren Begebenheit erzählt dieser Film des Regisseurs Jean-Pierre Améris von der Französin Marie Heurtin (1885–1921). Das Mädchen (gespielt von Ariana Rivoire) kommt ohne Hörvermögen und ohne Augenlicht zur Welt. Maries Vater, ein einfacher Handwerker, sorgt dafür, dass das kleine Mädchen in die Obhut eines Klosters gelangt.

Im Institut Larnay, unweit von Poitiers, kümmern sich Nonnen um taube junge Frauen. Die Mutter Oberin zwar hat ihre Zweifel, Schwester Marguerite (Isabelle Carré) aber nimmt sich des „wilden kleinen Tieres“ an. Schwester Marguerite tut alles in ihren Kräften stehende, um der kleinen Marie aus ihrer Dunkelheit heraus zu helfen.

Ab 1. Januar in den Kinos

Mit Hilfe der Schwester gelingt es Marie schließlich über Blindenschrift und Gebärdensprache mit anderen Menschen zu kommunizieren. Immer wieder haben die beiden mit Rückschlägen zu kämpfen, die Liebe aber von Schwester Marguerite zu Marie Heurtin ist ungleich größer als alle Hindernisse.

Gezeigt wurde das dramatische Werk unter anderem schon beim Filmfestival von Locarno. Der französische Regisseur Améris hatte 2011 die Komödie „Die Anonymen Romantiker“ ins Kino gebracht, ebenfalls mit Isabelle Carré in einer Hauptrolle. Ausgezeichnet wurde „Die Sprache des Herzens“ mit dem „Prädikat besonders wertvoll“.

Der Film läuft ab 1. Januar 2015 in den Kinos. Es gibt eine barrierefreie Version mit Audiodeskription für Blinde und Untertitel für Hörgeschädigte.

(RP/Matthias von Viereck, dpa)

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