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Studie: Kleine Kinder haben keine Albträume

Aber warum sagen sie dann, dass sie einen schlechten Traum hatten?

Drei- bis Fünfjährige können im Traum  keine bewegten Bilder sehen - und empfinden keine Angst während des Schlafens (Foto: fotolia)

Drei- bis Fünfjährige können im Traum keine bewegten Bilder sehen – und empfinden keine Angst während des Schlafens (Foto: fotolia)

Kinder lernen erst im Laufe ihrer Entwicklung zu träumen. Im Alter von drei bis fünf Jahren träumen Mädchen und Jungen nur sehr selten. Außerdem träumen sie nicht in bewegten Bildern, sondern sehen statische Fotos. Im Unterschied zu Älteren treten Kinder in ihren Träumen noch nicht selbst auf. Das zeigt eine Studie des US-Psychologen David Foulkes, heißt es in der Zeitschrift „Psychologie Heute Compact“ (Heft 37). Er hatte Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren sowie neun bis zwölf Jahren im Schlaflabor beobachtet und befragt.

Dass kleine Kinder im Traum keine bewegten Bilder sehen, hängt mit ihrem mangelnden räumlichen Vorstellungsvermögen zusammen. Dieses entwickele sich erst im Alter von fünf bis neun Jahren. Am häufigsten träumen kleine Mädchen und Jungen von Tierfiguren.

Im Unterschied zur Empfindung vieler Eltern trat Angst in den Träumen der Drei- bis Fünfjährigen nicht auf. Wovor Kinder sich fürchteten, sei die Situation des Aufwachens: Sie sind im Dunkeln, allein und alles ist ruhig. Das jagt ihnen Angst ein und sie beginnen, nach den Eltern zu rufen. Wenn die Erwachsenen sie dann fragen, ob sie einen schlechten Traum hatten, sagen die Kinder „Ja“ – um den Eltern zuzustimmen und weil sie es nicht besser wissen.

(dpa/tmn)

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2 Kommentare

  • Träumer

    Das ist für mich definitiv falsch. Ich hatte als Kindergartenkind lange schlimme Alpträume in denen ich genauso wie heute als „Point of view“-Aktor auftrat und erinnere mich noch heute sehr genau an die Alpträume. Es ging definitiv nicht um Tiere und die Träume machen mir auch heute noch Angst. Sie haben mich damals sehr geplagt, ich bin oft *vor Angst* aufgewacht. Letztlich waren diese Träume ähnlich wie heute. Vielleicht hat der Psychologe die falschen Fragen gestellt oder die Kinder falsch verstanden?

    11. Juni 2014 at 19:55
    • Puccini

      Das kann ich definitiv und mit voller Sicherheit bestätigen.
      Geht mir genauso: ich kenne meine Träume aus der frühen Kindheit teils ebenso noch sehr genau. Wobei 3 davon sich auch immer wiederholten- solche identischen wiederholende Träume habe ich heute nicht mehr bewusst.
      Und ebenso finde ich tatsächlich ebenso diese Träume bis heute noch am gruseligsten von allen Träumen meines Lebens. Ich bin dann oft aufgewacht und konnte auch erst nicht schreien oder mich bewegen- und erst nach kurzem panischen Warten konnte ich dann endlich aus voller Inbrust schreien.
      Angst vorm Aufwachen im Dunkeln hatte ich nicht- da meine Schwester mit im Zimmer lag- nur Angst beim Einschlafen im Dunkeln, da ich da immer noch zuviel Energie im Hirn hatte und jedes Sofakissen mit Klamotten drüber aussah wie irgendwas Lebendiges- und ich wollte nicht wissen was es ist und was es tut- da hab ich vorsorglich mal geschrien 😉

      19. Juni 2014 at 00:59

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