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T-Shirt mit Monitor entwickelt

(Foto: David Forbes)

Der aus Arizona stammende Techniker David Forbes hat einen tragbaren LED-Bildschirm entwickelt, der sich in Kleidung integrieren lässt. Die in Eigenregie entwickelte Innovation kostete den Tüftler rund 20.000 Dollar (zirka 15.700 Euro).

(pte) – Die Erfindung stellt über 14.400 Dioden Inhalte mit einer Auflösung von 120 x 160 Pixel dar. Der Bildschirm im T-Shirt ist nicht das erste derartige Projekt des Bastlers, der nebenberuflich handgebaute Armbanduhren verkauft. Schon 2009 hat Forbes mit einem tragbaren Display aufhorchen lassen. Der erste Prototyp, den er „das weltweit schlechteste Fernsehgerät“ taufte, erwies sich mit einem Gewicht von 23 Kilogramm jedoch als wenig alltagstauglich.

Er entschloss sich, einen Nachfolger zu bauen, der leichter und somit mobiler sein sollte. Mithilfe von LEDs und flexiblen Schaltkreisen gelang ihm die Realisierung eines kleinen Displays, das er schließlich zur Massenfertigung an einen Fabrikanten übermittelte. Über weitere drei selbst erstellte Schaltkreise gelang es ihm, das analoge Videosignal seines iPod Touch mit einem Digitizer-Chip auf die benötigte Größe zu skalieren, in Steuerbefehle für die Dioden zu übersetzen und das System mit zwei Lithium-Polymer-Akkus zu speisen.

Sechs Monate Entwicklungszeit

Der aus mehreren Teil-Displays bestehende Bildschirm findet Platz auf einem T-Shirt, die Leuchtkörper, die pro Sekunde bis zu 360 Mal ein- und ausgeschaltet werden können, vermitteln den Eindruck eines bewegten Farbbilds. Im Vergleich mit dem Vorgänger erweist sich die Neuauflage des T-Shirt-Monitors mit etwa 3,6 Kilogramm geradezu als Leichtgewicht.

Auch die Wiedergabe von Ton ist möglich. Da sich eingebaute Lautsprecher als zu leise erwiesen, entschied sich Forbes dafür, das Signal über eine ebenfalls von ihm entwickelte Fahrrad-Boombox auszugeben. Über Kommerzialisierungs-Pläne ist noch nichts bekannt.

Der Tüftler benötigte sechs Monate zur Fertigstellung seiner Erfindung. Mittlerweile handelt es sich um ein finales Design in zwei Ausführungen. Über die in den Hosentaschen mitgeführten Batterien lässt sich der tragbare Monitor 90 oder 120 Minuten lang betreiben.

Die „Simpsons“ retten Erfinder

Zusätzliche Aufmerksamkeit bescherte dem Projekt eine Flughafenpanne. Am Heimweg nach Tucson wurde der Erfinder am Flughafen von Detroit von Sicherheitsbeamten aufgehalten, die aufgrund der auffälligen Verkabelung seines T-Shirts über 50 besorgte Anrufe erhalten hatten. Erst eine Demonstration mit Hilfe einer Folge der Cartoon-Serie „The Simpsons“ konnte die Situation bereinigen.

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