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Tabuthema Inkontinenz belastet Arbeitsalltag

Ergebnisse einer Online-Befragung: Oft keine ausreichenden sanitären Einrichtungen, Krankenkassen zahlen zu wenige Hilfsmittel.

Behindertentoilette: In vielen Betrieben ein Problem (Foto: Gabi Schoenemann/pixelio.de)

Behindertentoilette: In vielen Betrieben ein Problem (Foto: Gabi Schoenemann/pixelio.de)

REHADAT hat zusammen mit dem Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. eine anonyme, nicht repräsentative Online-Befragung zum Thema „Inkontinenz und Beruf“ durchgeführt. Mit der Arbeitnehmer-Befragung sollten durch Inkontinenz verursachte Probleme erfasst und Verbesserungsvorschläge gesammelt werden. Das sind die wichtigsten Ergebnisse:

70 Prozent der Befragten gaben an, dass die Ausstattung der sanitären Einrichtungen am Arbeitsplatz unzureichend war: weder waren genügend große Abfallbehälter noch Ablage- oder Lagermöglichkeiten für Inkontinenzhilfsmittel vorhanden.
47 Prozent hatten ihren Arbeitgeber und 56 Prozent ihre Kollegen nicht über ihre Inkontinenz informiert.
83 Prozent gaben an, dass ihr Arzt sie nicht nach ihrer Situation am Arbeitsplatz gefragt hatte.
51 Prozent sagten aus, dass die von der Krankenkasse bezahlten Hilfsmittel im beruflichen Alltag nicht ausreichen würden.
Eine immer wieder geäußerter Wunsch war, dass Öffentlichkeit (und Arbeitgeber) besser über Inkontinenz informiert werden sollten, z.B. durch Aufklärungskampagnen.

Die Auswertung der Ergebnisse von 187 Teilnehmern sowie der Fragenkatalog stehen im Internet zum Download bereit: www.rehadat-hilfsmittel.de/BefragungInkontinenz.pdf

REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

(PM)

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1 Kommentar

  • georg merklein

    da wird wieder einmal an der falschen stelle gespart…

    17. Februar 2014 at 22:00

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