Tag des weißen Stockes 2012 (3): Diabetiker müssen regelmäßig zum Augenarzt

Retinopathie wird oft zu spät erkannt, denn sie entwickelt sich schleichend und ohne merkbare Sehstörungen.

Diabetische Retinopathie nach fokaler Laserbehandlung.

Diabetes-Patienten haben ein erhöhtes Risiko, zu erblinden. Schuld daran hat die diabetische Retinopathie, eine Erkrankung der Augennetzhaut. Häufig wird die Krankheit zu spät erkannt, denn sie entwickelt sich schleichend und ohne merkbare Sehstörungen.

Die Folge: Etwa 80 Prozent aller Patienten zeigen nach 25 Jahren mit Diabetes Schäden an der Netzhaut, pro Jahr erblinden 1.700 Betroffene. Eine regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt könnte das verhindern. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Hilfe anlässlich des Tags des weißen Stocks am 15. Oktober hin.

Diabetiker sollten daher mindestens einmal jährlich ihre Augen untersuchen lassen. Hat sich die Netzhaut bereits verändert, ist eine Untersuchung alle drei bis sechs Monate sinnvoll. Weil die Blutgefäße im Auge durch erhöhten Blutzucker und -druck beschädigt werden, sollten Diabetiker präventiv ihren Blutzuckerwert senken. Der Blutdruck sollte bei etwa 140/80 liegen.

Falls die Sehkraft schon nachgelassen hat, kann ein Arzt den Verlust nicht mehr wettmachen. Mit Laserbehandlung, Medikamenten oder einer Operation kann er aber verhindern, dass der Betroffene ganz erblindet.

(dpa)

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