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taz.de übersetzt zur Bundestagswahl Texte in Leichte Sprache

Mit dem inklusiven Service „taz.leicht“ ermöglicht die Zeitung unter anderem Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Legasthenie politische Teilhabe.

Die taz ist eine überregionale deutsche Tageszeitung und wurde 1978 in West-Berlin als alternatives, selbstverwaltetes Zeitungsprojekt gegründet. Die täglich verkaufte Auflage beträgt 50.000 Exemplare. (Foto:  Robert Schlesinger/dpa)

Die taz ist eine überregionale deutsche Tageszeitung und wurde 1978 in West-Berlin als alternatives, selbstverwaltetes Zeitungsprojekt gegründet. Die täglich verkaufte Auflage beträgt 50.000 Exemplare. (Foto: Robert Schlesinger/dpa)

Seit heute bietet taz.die tageszeitung auf ihrer Homepage wöchentlich Texte in Leichter Sprache zur Bundestagswahl 2017 an. Zwar sei das mediale Angebot in Deutschland groß, „doch oftmals bestehen Politiknachrichten aus langen Sätzen, Fremdwörtern oder Wortneuschöpfungen“, erklärt die taz in einer Mitteilung. „Viele Menschen sind aber auf Leichte Sprache angewiesen – zum Beispiel einige Menschen mit Lernschwierigkeiten, aber auch Menschen mit Legasthenie, Demenz oder Menschen, die gerade Deutsch lernen.“

Im Zuge der UN-Behindertenrechtskonvention sind deutsche Bundesbehörden seit 2011 dazu verpflichtet, in wesentlichen Punkten ihres Webauftritts Leichte Sprache zu verwenden, auch bieten die meisten großen Parteien ihre Wahlprogramme in Leichter Sprache an. „Doch es gibt keine überregionale Zeitung, die meinungsstark über politische Sachverhalte in Leichter Sprache informiert, das heißt in Kommentaren, Interviews und Reportagen.“ Diese Lücke möchte taz mit Leichte-Sprache-Übersetzungen zur Bundestagswahl füllen.

„Einmalig in der deutschen Medienlandschaft“

Immer freitags werden zwei bis drei zuvor in der gedruckten taz erschienene Texte zur Bundestagswahl in Leichte Sprache übersetzt. Dies erfolgt durch taz-RedakteurInnen. Ein Korrektorat besorgt das Büro „Capito“ in Berlin, das Mitglied des „Netzwerks Leichte Sprache“ ist. Die PrüferInnen sind selbst Menschen mit Lernschwierigkeiten.

„taz.leicht ist unser inklusiver Beitrag zur Bundestagswahl“, sagt Katrin Gottschalk (Foto: Molgreen /Wikipedia, CC-BY-SA 4.0), stellvertretende Chefredakteurin der taz. „Seit Jahren berichten wir kontinuierlich über Behindertenpolitik. Im letzten Jahr veröffentlichten wir die Sonderausgabe taz.mit behinderung. Nun kommt, einmalig in der deutschen Medienlandschaft, taz.leicht. Wir ermöglichen so neuen LeserInnen den Zugang zu politischer Information – und bieten gleichzeitig einen neuen Blick auf Politik für alle.“

Das Projekt wird von der Fürst Donnersmarck-Stiftung gesponsert, auch die taz Panter Stiftung fördert taz.leicht.

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(RP/PM)

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