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Termin nicht abgesagt: Arzt kann Schadenersatz verlangen

Verbraucherzentrale weist auf geltendes Recht hin.

Wer einen Termin beim Arzt oder Friseur nicht wahrnehmen kann, sagt ihn besser rechtzeitig ab. Denn andernfalls kann unter Umständen Schadenersatz fällig werden, warnt die Verbraucherzentrale Brandenburg in Potsdam. Am besten ist es daher, so früh wie möglich abzusagen, wenn man weiß, dass man den vereinbarten Termin nicht einhalten kann.

Bei langfristig geplanten, umfangreichen Behandlungen wie ambulanten Operationen lässt sich bei kurzfristigen Ausfällen meist kein anderer Patient auf die Schnelle vorziehen. Der Arzt hat daher möglicherweise einen Schadenersatzanspruch, wenn Patienten etwas dazwischenkommt und sie einfach nicht zum Termin erscheinen.

Keine Sorge bei abgesagtem Routinetermin

Wird hingegen ein Routinetermin kurzfristig abgesagt, kann der Arzt nur Schadenersatz verlangen, wenn er einen Verdienstausfall erlitten hat. Bei Arztpraxen, in denen täglich viele Patienten erscheinen, wird das kaum nachweisbar sein.

Auch beim Friseur gilt: Bei kurzfristig geplatzten, zeitintensiven Terminen wie für Haarfärbungen ist es kaum möglich, die Lücke mit einem anderen Kunden mit ähnlichen Wünschen zu füllen. Die Dienstleister haben dann zumeist einen Verdienstausfall, den sie geltend machen können. Kunden, die vereinbarten Terminen häufiger fernbleiben, können nicht immer auf Kulanz hoffen.

(dpa)

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2 Kommentare

  • georg merklein

    …wenn ich puenktlich zu einem arzttermin erscheine und trotzdem lange warten muss, werde ich demnaechst auch schadenersatz fuer meine verbloedete zeit verlangen! wahrscheinlich kriegen manche herren doktoren den rachen nicht voll genug…

    3. April 2014 at 23:07
  • Thomas

    Hallo georg merklein,
    natürlich können Sie dies tun, so fern Sie länger als etwa eine halbe Stunde nach Termin immer noch warten müssen und Sie belegen können, dass Sie in dieser Zeit einen wirtschaftlichen Verlust haben.
    Diese ganze Termingeschichte ist eigentlich ein alter Hut und auch so geregelt. Eine Erinnerung daran, ist aber wohl tatsächlich angebracht.

    5. April 2014 at 17:10

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