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Thailand: Jetzt garantiert schneefrei – aber hohes Dengue-Fieber-Risiko. Na und?

Wir machen aus der Mücke keinen Elefanten. Aber wir stellen fest: Deutschland ist kalt und böse. Nichts wie weg! (Selbst wenn die Gefahren lauern.)

Simlian Inseln, Thailand (Foto: DLConsulting/pixelio.de)

Simlian Inseln, Thailand (Foto: DLConsulting/pixelio.de)

Angeblich haben wir Ostern, aber wenn wir aus dem Fenster schauen, ist Schnee. Raus wollen wir bei diesem Wetter sowieso nicht mehr. Sowohl die frostigen Temperaturen als auch der weiße Straßenbelag – auf dem wir zum Beispiel als Rollstuhlfahrer kaum vorankommen – verstoßen gegen die UN-Behindertenrechtskonvention. Aber auf uns will ja niemand hören.

Sie tun das aber nun bitte, wenn Sie entschieden haben, sofort zu flüchten und zum Beispiel nach Thailand zu fliegen. Dann sollten Sie sich zum Schutz vor dem Dengue-Fieber derzeit besonders gut gegen Mücken wappnen.

Derzeit besonders hohes Risiko

Die Mücke, die den Erreger überträgt, sei sowohl tagsüber als auch nachts aktiv, erklärt das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Berlin. Und das ist nun kein Elefant: Das Risiko, in dem südostasiatischen Land an Dengue-Fieber zu erkranken, ist im Moment besonders hoch.

Das geht aus dem aktuellen Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Stockholm hervor. Jede Woche kämen 1000 bis 1500 neue Dengue-Fälle dazu. Derzeit sei die Zahl der Erkrankten viermal so hoch wie im vergangenen Jahr um diese Zeit.

Wie Sie sich schützen

Hilfreich sind nach CRM-Angaben Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET, die mindestens drei Stunden die meisten stechenden Insekten abwehren. Die Kleidung sollte den ganzen Körper bedecken und hell sein – das zieht Mücken weniger an.

Bei sehr dünnen Textilien kann es allerdings sein, dass die Insekten hindurchstechen. Um das zu verhindern, könne man die Kleidung zusätzlich mit Mückenschutz imprägnieren.

Tödliche Krankheit

Die Krankheit äußert sich häufig mit unspezifischen Symptomen oder solchen, die einer schweren Grippe ähneln; es kann aber auch zu inneren Blutungen kommen. Bei einem schweren Krankheitsverlauf können ein sogenanntes „Hämorrhagisches Denguefieber“ (DHF) oder ein Dengue-Schock-Syndrom (DSS) auftreten, die beide zum Tode führen können. Die WHO schätzt, dass jährlich 50 bis 100 Millionen Personen erkranken, 500.000 Personen einen schweren Krankheitsverlauf durchleiden und 22.000 Personen an Denguefieber sterben.

Klingt brutal. Aber inzwischen ist ROLLINGPLANET bereits so zermürbt, dass wir sagen: Lieber Dengue-Fieber als dieses behinderten- und menschenfeindliche Wetter. Lieber Kokosnuss als Osterei. Und tschüs.

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