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ROLLINGPLANET PARALYMPICS 2012


Deutschlands aktuellste und umfassendste Nachrichtenübersicht zu den XIV. Paralympics in London 2012 (29. August bis 9. September 2012).




Neueste Berichte

Nachrichtenticker

Sonntag, 9.9.2012 »

Sonntag, 9.9.2012

Nach dem Gold-Triumph seiner Basketball-Damen bei hat Bundestrainer Holger Glinicki seine Ankündigung wahr gemacht und ist in die Themse gesprungen. Unter dem Applaus seiner erfolgreichen Schützlinge glitt der selbst im Rollstuhl sitzende Coach am Sonntag ins Hafenbecken des Londoner Bankenviertels in Canary Wharf. „Dafür hat es sich gelohnt, dass wir Gold geholt haben“, schrie Glinicki beim Baden. +++ Die Stuttgarter Landesregierung hat die Leistungen baden-württembergischer Athletinnen und Athleten (insgesamt 8 holten 4 x Gold, 3 x Silber, 3 x Bronze) bei den Paralympischen Spielen in London gewürdigt. In am Sonntag veröffentlichten Stellungnahmen hoben Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sowie Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD) die Bedeutung des Sports für die Integration von Menschen mit Behinderungen hervor. Die Leistungen der Teilnehmer trügen dazu bei, im Alltag Berührungsängste mit Menschen mit Behinderungen abzubauen. “Der Sport verbindet alle Menschen”, sagte der Ministerpräsident. +++

(dpa/dapd/RP)

Schmidberger gehört die Zukunft: 20-Jähriger Tischtennis-Spieler trägt die deutsche Fahne

Thomas Schmidberger (Foto: Ralf Kuckuck, DBS-Akademie)

Der Tischtennis-Spieler Thomas Schmidberger wird heute die deutsche Fahne bei der Abschlussfeier der XIV. Paralympischen Spiele in das Olympia-Stadion in London tragen. „Wir möchten mit dieser Nominierung ganz klar ein Zeichen in Richtung Jugend setzen. Thomas Schmidberger gehört zu einer Reihe von Hoffnungsträgern für die Paralympischen Spiele in Rio 2016“, sagt Chef de Mission, Dr. Karl Quade. „Er verfügt über ein sehr großes Potenzial, was er hier in London bereits unter Beweis gestellt hat“, sagt Karl Quade weiter.

Der querschnittsgelähmte Plattlinger, der seit seinem vierten Lebensjahr nach einem Autounfall im Rollstuhl sitzt, sicherte sich in London zwei Silbermedaillen. Im Einzel und mit der Mannschaft bewies er sein Können. Damit hat der erst 20-jährige Athlet nach WM-Silber im Einzel 2010 und dem Mannschaftstitel sowie Einzelbronze bei der EM 2011 nun auch zwei paralympische Medaillen auf dem Konto.

„Cool“, war Schmidbergers erste Reaktion bei der Überbringung der Nachricht durch Karl Quade. „Ich bin ein bisschen überrumpelt und kann es noch nicht ganz einordnen. Das freut mich sehr“, sagte er weiter. Und sein Trainer Wieland Speer: „Ich freue mich sehr für Thomas und unsere Sportart. Er gehört zur Weltklasse und hat sich in Rio zum Ziel gesetzt eine Goldmedaille zu holen.“

Zum Tischtennis ist Schmidberger eher zufällig gekommen, in der Aula seines Gymnasiums stand eine Tischtennisplatte und kurze Zeit später war die Liebe zu diesem Sport geweckt. Für Schmidberger war dies die erste Teilnahme an Paralympischen Spielen.

(DBS)



Samstag, 8.9.2012 »

Samstag, 8.9.2012

Wir bitten um Verständnis, dass wir die Medaillengewinner der letzten beiden Wettkampftage (Samstag/Sonntag, 8./9.9.) erst am Montag nachreichen.

Den ersehnten Einzelsieg durfte am Abend Oscar Pistorius feiern. Der unterschenkelamputierte Südafrikaner setzte sich auf seiner Paradestrecke, den 400 Meter, überlegen in Weltrekordzeit von 46,68 Sekunden durch. David Behre aus Leverkusen wurde Fünfter. +++ Alessandro Zanardi saß jahrelang in verschiedenen Cockpits und bestritt zahlreiche Rennen auf den unterschiedlichsten Strecken der Welt – nach Ansicht von Michael Schumacher waren die beiden Goldmedaillen bei den Paralympics aber dessen größte Siege. „Ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut“, sagte der deutsche Rekordweltmeister der Formel 1 am Samstag nach der Qualifikation zum Großen Preis von Italien in Monza. „Man kann fast sagen, dass das sein größter Erfolg ist, auch wenn er im ersten Teil seiner Karriere große Erfolge hatte. Aber das ist nochmals eine Steigerung.“ +++ Nach ihrer Goldmedaille über die 400-Meter-Strecke hat Schwimmerin Daniela Schulte erneut für Furore gesorgt. Die sehbehinderte Athletin schwamm im Vorlauf am Vormittag in 2:48,86 Minuten Weltrekord über 200 Meter Lagen. +++ Ilke Wyludda hat auch bei ihrem zweiten Start in London eine Paralympics-Medaille verpasst. Die Diskuswurf- Olympiasiegerin von 1996 landete am Samstag im Kugelstoß-Wettbewerb auf dem fünften Rang. Die Sportlerin aus Halle/Saale erzielte mit 10,23 Meter aber eine persönliche Bestweite. +++ Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), hat die heftigen Vorwürfe von Wojtek Czyz gegen seinen Teamkollegen Heinrich Popow vor dem 100-Meter-Finale bei den Paralympics scharf verurteilt: “Wir sind natürlich verärgert, wenn innerhalb der Mannschaft Leute aufeinander losgehen. Wenn die Nerven blank liegen, treten Ziele wie Fairness und Kameradschaft in den Hintergrund.” +++ Nach den Vorwürfen von Paralympics-Sprinter Wojtek Czyz hat der Chef des Prothesenbauers Ottobock den Sportler zu einer Entschuldigung aufgefordert: „Wojtek Czyz’ Verhalten ist ein Unding, das nur durch eine öffentliche Entschuldigung gegenüber Heinrich zu glätten ist“, sagte der Unternehmenschef von Ottobock, Hans Georg Näder, dem „Göttinger Tageblatt“. Er sprach zudem von einer «Mega-Sauerei“. Näder wies den Vorwurf zurück, das Bauteil hätte nur Popow zur Verfügung gestanden. „Jeder Mensch weiß, dass das dummes Zeug ist“, betonte er. Sowohl das Gelenk als auch die Karbonfedern „sind frei verfügbar gewesen. Beide Produkte verfügen über eine Artikelnummer und stehen jedem qualifizierten Orthopädie-Mechaniker zur Verfügung.“ +++ Der seit einem Autounfall 1994 von einer Gleichgewichtsstörung betroffene Radsportler Hans-Peter Durst konnte seine Silberfahrt aus dem Zeitfahren nicht wiederholen. Bereits nach zwei Runden beendete der 54-Jährige das Rennen, nachdem bereits vorher unklar gewesen war, ob er überhaupt starten würde. Vor drei Wochen hatte sich Durst die Hand gebrochen, als er von einem betrunkenen Radfahrer im Training gerammt worden war. +++ Hessens Sportminister Boris Rhein (CDU) hat den deutschen Rollstuhl-Basketballerinnen (mit sechs Spielern aus Hessen) zu ihrer Goldmedaille bei den Paralympics gratuliert: „Diese hervorragende Leistung hat meinen allergrößten Respekt verdient“. +++ Die vor den Olympischen Spielen eingeführte neue Testmethode auf das Wachstumshormon HGH hat erstmals Sportler des Dopings überführt. Bei den Paralympics in London wurde den beiden russischen Gewichthebern Nikolai Marfin und Wadim Rakitin die verbotene Einnahme des Hormons nachgewiesen, wie das Internationale Paralympische Komitee (IPC) heute mitteilte. Die zwei Sportler haben Doping bereits gestanden und stehen nun vor Sperren von jeweils zwei Jahren. +++ Kurz danach wurde auch der georgische Gewichtheber Shota Omarashvili des Dopings überführt.

(dpa/dapd/RP)

Bittere 48:67-Niederlage zum Abschluss in London: Deutsche Rollstuhlbasketballer landen auf Platz sechs

Rollstuhlbasketball Herrenmannschaft (Foto: Andreas Joneck)

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren beendet das paralympische Turnier in London auf dem sechsten Rang. Im abschließenden Match um Platz fünf unterlag der Vize-Europameister am Samstag Spanien klar und eindeutig mit 48:67 (9:10/23:26/35:44) und fand dabei nie zu seiner zuvor gezeigten Form.

„Die Art der Niederlage und der damit verbundenen sechste Platz täuscht ein wenig darüber hinweg, dass wir leistungstechnisch so dicht wie lang zuvor nicht mehr an den vier großen Nationen dran waren“, so Bundestrainer Nicolai Zeltinger enttäuscht über den Abschluss der Wettkämpfen in der North Greenwich Arena, bei der das junge deutsche Team zuvor nur knapp am Halbfinaleinzug vorbeigeschrammt ist.

Gegen Spanien fand die Mannschaft zu keiner Zeit ein Mittel die Iberer zu stoppen, die mit Rang fünf ihre starke Vorrunde unterstrichen und nun verdient die beste Platzierung der Geschichte der Paralympics erreichten. Die deutsche Mannschaft tritt am Montag die Rückreise von den XIV. Paralympics in die Heimat an.

Spanien: Diego de Paz (17), Ismael Garcia (13), Alejandro Zarzuela (11), Asier Garcia (8), Jaume Llambi (5), Jesus Romero (4), Rafael Muino (3), David Mouriz (3), Bernabe Costas (2), Daniel Rodriguez (1), Francisco Sanchez, Roberto Mena.

Deutschland: André Bienek (14, Briantea ´84 Cantú/ITA), Thomas Böhme (8, RSV Lahn-Dill), Jan Haller (8, RSV Lahn-Dill), Dirk Köhler (6, RSV Lahn-Dill), Dirk Passiwan (4/1 Dreier, GOLDMANN Dolphins Trier), Sebastian Wolk (4, Mainhatten Skywheelers), Thomas Gundert (2, RSV Lahn-Dill), Matthias Heimbach (2, Jena Caputs), Björn Lohmann (RSV Lahn-Dill), Sebastian Magenheim (Mainhatten Skywheelers), Andi Kress (Mainhatten Skywheelers), Sercan Ismail (USC München).

(aj)



Freitag, 7.9.2012 »

Freitag, 7.9.2012

Basketballerinnen gewinnen Paralympics-Gold: Das Rollstuhlteam setzte sich am Freitagabend in London im Finale 58:44 gegen Australien durch. +++ Gold nach Psychokrieg: Heinrich Popow triumphiert über 100 Meter, Wojtek Czyz holt Bronze +++ Es war ein absolut hochklassiger Wettkampf mit einigen Eigenheiten. Das Speerwerfen der Startklasse F40 endete mit einem überragenden Weltrekord von 47,95 Meter, mit dem der Chinese Zhiming Wang sich die Goldmedaille sicherte. „Nicht mal mit meiner persönlichen Bestleistung hätte ich hier eine Medaille holen können“, sagte Mathias Mester (TSV Bayer Leverkusen), der mit 39,67 Metern auf den siebten Rang kam. +++ Marc Schuh (TV Herkenrath) hat über 400 Meter die angestrebte Medaille klar verpasst. Mit 48,42 Sekunden kam er als Sechster die Ziellinie und war dementsprechend unzufrieden. „Es hat sich zwar während der Saison schon abgezeichnet, dass irgendwas nicht stimmt, aber mir hier das Finale von hinten ansehen zu müssen ist schon frustrierend. Der Mann mit dem Hammer kam einfach zu früh“, sagte er ratlos. +++ Unglaubliche Serie: Ihren vierten Paralympics-Einzeltitel und ihren 470. Erfolg in Serie landete die niederländische Ausnahme-Tennisspielerin Esther Vergeer mit einem klaren 2:0 gegen Teamkameradin Aniek van Koot. +++ Die Berlinerin Daniela Schulte hat die zweite Goldmedaille für die deutschen Schwimmer geholt. Sie siegte am Freitag souverän über 400 Meter Freistil. +++ Gold für Andrea Eskau, Silber für Vico Merklein, Bronze für Dorothee Vieth (siehe unten Medaillengewinner) +++ Tischtennis: Thomas Schmidberger und Thomas Brüchle holen Silber +++ Der viermalige Paralympics-Sieger Wojtek Czyz hat seinem Teamkollegen und Gold-Favoriten Heinrich Popow Technik-Doping vorgeworfen. “Es kann nicht sein, dass ein Athlet Bauteile hat, an die niemand anderes bei den Paralympics herankommt. Das, was Heinrich macht, ist für mich das Paradebeispiel für technisches Doping“. Ausführlicher Bericht

(dpa/dapd/DBS/RP)

Zanardi gewinnt Goldmedaille auch im Paralympics-Straßenrennen

Alessandro Zanardi hat seine zweite Goldmedaille in der Tasche. Der frühere italienische Formel-1-Pilot setzte sich nach dem Erfolg im Zeitfahren auch beim Straßenrennen gegen die Konkurrenz in der Handbike-Klasse H4 durch. Der Oberpfälzer Norbert Mosandl, im Kampf gegen die Uhr als Silbermedaillengewinner nur von Zanardi geschlagen, kam auf der Rennstrecke in Brands Hatch nicht über Rang sechs hinaus.

Zanardi hatte 2001 bei einem Rennunfall auf dem Lausitzring beide Beine verloren. Nach diesen Behindertenspielen will er seine Handbike-Karriere, die er erst 2009 begonnen hatte, wieder beenden.

(dpa)

Rollstuhlbasketball-Herren kämpfen gegen Spanien um Platz fünf

Dirk Passiwan (Foto: Andrea Joneck)

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren zeigte nach ihrem Viertelfinal-Aus im ersten Platzierungsspiel eine konzentrierte Leistung gegen Polen. Durch den 81:66 (18:17/42:33/62:48)-Erfolg steht das Team von Bundestrainer Nicolai Zeltinger nun im Spiel um Platz fünf, das am Samstag um 15 Uhr in der North Greenwich Arena stattfindet. Gegner ist Spanien (siegte gegen die Türkei nach Verlängerung mit 86:78).

Zeltinger; „Wir haben heute einen guten Rhythmus gehabt, in der Defensive hart zugepackt und in der Offensive trotzdem unsere Lockerheit gefunden“.

Nach einem ausgeglichenen Auftakt (8:8, 4.) zog Deutschland auf 18:11 (8.) davon und gab diese Führung bis zur Schlusssirene nicht mehr aus der Hand. Zwar konnten die Polen um Topscorer Mateusz Filipski den teils deutlichen Rückstand mehrmals verkürzen, doch eine Wende ließen die deutschen Rollstuhlbasketballer nicht mehr zu. Überragender Akteur auf dem Parkett war diesmal der Trierer Dirk Passiwan, der neben 30 Punkten zusätzliche zehn Rebounds abgriff und sechs Assists verbuchen konnte.

Polen: Mateusz Filipski (31,/1 Dreier), Piotr Luszynski (14), Marcin Balcerowski (8/RSC-Rollis Zwickau), Krzysztof Bandura (8), Marcin Wrobel (4), Slawomir Gorzkowicz (1), Jan Cyrul, Andrzej Macek, Dominik Mosler, Kryzysztof Pietrzyk , Robert Wisnik, Piotr Darnikowski (n.e.).

Deutschland: Dirk Passiwan (30/3, GOLDMANN Dolphins Trier), André Bienek (20, Briantea ´84 Cantú/ITA), Jan Haller (10, RSV Lahn-Dill), Sebastian Magenheim (6, USC München), Thomas Gundert (6, RSV Lahn-Dill), Sebastian Wolk (4, Mainhatten Skywheelers), Björn Lohmann (2, RSV Lahn-Dill), Matthias Heimbach (1, Jena Caputs), Dirk Köhler (1, RSV Lahn-Dill), Andi Kress (1, Mainhatten Skywheelers), Thomas Böhme (RSV Lahn-Dill), Sercan Ismail (USC München).

(aj)

Pleite gegen junge Briten, zufriedenstellende Bilanz

Die fünfte Medaille für Deutschlands Tischtennisspieler ist ausgeblieben. Im Spiel um Bronze verlor das Team der Wettkampfklassen 6-8 (Jochen Wollmert, Thorsten Schwinn, Thomasz Kusiak und Thomas Rau) in der Londoner Excel-Arena gegen das junge britische Team mit 0:3. Vor den Augen von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft unterlag Thorsten Schwinn (WK 7) im ersten Spiel gegen Ross Wilson (WK 8) mit 0:3. Im zweiten Match nahm William Bayley (WK 7) Revanche für seine Finalniederlage im Einzel und bezwang Jochen Wollmert (WK 7) mit 3:0. Da auch Wilson die Oberhand gegen den mehrfachen Paralympics-Sieger behielt, verpasste das deutsche Team die Bronze-Medaille. Gold ging an Polen, Silber an Spanien.

„Einige Sätze waren sehr eng, leider konnten wir davon keinen für uns entscheiden“, resümierte Trainer Hannes Doesseler. Nach den Gala-Vorstellungen in den Runden zuvor gegen die Slowakei und Schweden konnten Wollmert, Schwinn und Co. im Halbfinale gegen Spanien und zum Abschluss gegen die Briten nicht mehr an ihre Leistungen anknüpfen.

„Wir haben zwei Riesenspiele abgeliefert. Das Ende war leider etwas bitter und enttäuschend“, sagte Schwinn. Auch Wollmert erreichte nicht mehr die Form seiner bisherigen Partien in London. „Wir hätten die Medaille gerne noch geholt. Dennoch bin ich insgesamt sehr zufrieden. Im Einzel hatte mir kaum jemand zugetraut, dass ich noch einmal Gold hole und mit dem Team war es schon eine tolle Leistung, überhaupt ins Halbfinale gekommen zu sein“, betonte Wollmert.

Mit vier Medaillen, darunter zweimal Gold, und zwei vierten Plätzen kann sich die Bilanz der deutschen Tischtennisspieler sehen lassen. Bundestrainer Wieland Speer: „Wir haben unser Ziel erreicht, uns gut präsentiert und sind auf einem guten Weg. Die Spieler waren fasziniert von der überragenden Atmosphäre in der Halle. Für den Behindertensport war London ein großer Schritt nach vorne.“

(DBS)



Donnerstag, 6.9.2012 »

Donnerstag, 6.9.2012

Paralympics-Debütantin Birgit Kober hat mit Weltrekord im Kugelstoßen Gold geholt (siehe Medaillengewinner). +++ Dritte über 200 Meter wurde Sprinterin Katrin Green aus Leverkusen. +++ Die deutschen Rollstuhlbasketball-Damen stehen nach einem 49:46 gegen Niederlande im Endspiel: Bericht +++ Radsportler Steffen Warias sprintet zu Silber (siehe Medaillengewinner) +++ Schützin Manuela Schmermund (mit dem Luftgewehr aus zehn Metern holte die querschnittsgelähmte Athletin Silber und die erste deutsche Medaille bei den Paralympics 2012) landete mit dem Gewehr nur auf Rang fünf. +++ 3 x Silber für Denise Schindler (Radsport), Heiko Kröger und Jens Kroker (Segeln), siehe jeweils auch unten unsere Übersicht Medaillengewinner +++ Mit dem undankbaren vierten Platz muss sich Sabine Ellerbrock zufriedengeben. Die Tennisspielerin verlor ihr Match um die Bronzemedaille gegen Jiske Griffioen 2:6, 6:7 (6:7). +++ Im ersten Dopingfall der Paralympics in London ist die neunmonatige Sperre für den brasilianischen Gewichtheber Bruno Pinheiro Carra bestätigt worden. Carra erklärte, er habe Grüner-Tee-Kapseln eingenommen. Auf der Packung sei nicht erkennbar gewesen, dass darin das verbotene Diuretikum enthalten sei. +++ Radsportlerin Denise Schindler holt im Zeitfahren Silber (siehe Medaillengewinner) +++ Die deutsche Sprint-Staffel über 4×100 Meter erhält nachträglich Bronze: Weil Brasilian und die USA disqualifiziert wurden, kletterte das Leichtathletik-Quartett Markus Rehm, Heinrich Popow, David Behre und Wojtek Czyz auf den dritten Rang (siehe auch Medaillengewinner).

(dpa/RP)

Oscar Pistorius kassiert wieder eine Niederlage

Das hatte er sich ganz anders vorgestellt: Aus den „Bladerunner-Spielen“ für Oscar Pistorius bei den Paralympics wird wohl nichts. Unter dem Jubel der 80.000 Zuschauer gewann der Brite Peacock das Finale über 100 Meter in 10,90 Sekunden. Pistorius, der zum Auftakt über die doppelte Distanz „nur“ Silber gewonnen hatte, wurde Vierter. Am Tag zuvor war der 25-Jährige noch mit der südafrikanischen Staffel zu seinem ersten Gold bei den Paralympics gesprintet. Die Chance auf einen Einzelsieg in London hat Pistorius nur noch über 400 Meter. Über die Strecke war er bei seiner Olympia-Premiere bis ins Halbfinale gelaufen.
dapd

Kirsten Bruhn fordert bessere Nachwuchsförderung

Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn hat vehement für eine bessere Förderung des Nachwuchses in Deutschland geworben. Schon in Kindergärten und Schulen müsse das Sichtungssystem deutlich verbessert werden, mahnte die Schwimmerin am Donnerstag im
ZDF-„Morgenmagazin“.

„Wir können nicht irgendwo in der Mitte anfangen, sondern wir müssen unten anfangen. Wir brauchen unser Fundament. Das haben wir im Moment nicht. Da ist unser System ein bisschen kränklich“, urteilte die Schwimmerin, die am Vorabend mit ihrer dritten Goldmedaille ihre Paralympics-Karriere beendet hatte.

Es dürfe nicht sein, dass an den Schulen „Sport und Musik als erstes ausfällt. Wir brauchen den Sport, wir brauchen ihn nicht nur für die Mobilität unserer Extremitäten, sondern auch für unsere geistige Entwicklung“, erklärte Bruhn.

Als Vorbild nannte sie das Sichtungssystem in der DDR, auch wenn viele sie vor dieser Aussage gewarnt hätten. „Die hatten einfach diese Sichtungsfähigkeit und dann auch im Nachwuchs entsprechend die Betreuung“, sagte Bruhn.

(dpa)



Mittwoch, 5.9.2012 »

Mittwoch, 5.9.2012

Obwohl der heutige Mittwoch für die Deutschen super erfolgreich war, liegen wir nach 345 von 503 Entscheidungen (Stand: 23.30 Uhr) wie schon in den vergangenen Tagen immer noch auf Platz 7 des Medaillenspiegels (Platz 1: China, Platz 2: Russland, Platz 3: Großbritannien +++ Jetzt hat es doch noch geklappt: Paralympics-Superstar Oscar Pistorius (verlor über die 200-Meter-Strecke gegen den Brasilianer Alan Oliveira) hat in seinem zweiten Finale in London die erste Goldmedaille gewonnen. In der Staffel über 4×100 Meter setzte er sich mit dem Team aus Südafrika in Weltrekordzeit vor Brasilien und den USA durch. Die deutsche Auswahl mit Markus Rehm, Heinrich Popow, David Behre und Wojtek Czyz wurde am Mittwochabend Fünfte. +++ 3 Medaillen am späten Abend: Paralympics-Bronze für Sprinterinnen Maria Seifert und Jana Schmidt sowie Speerwerferin Martina Willing (siehe Medaillengewinner). Für Vanessa Low war es einmal mehr nicht der erhoffte Tag: Sie landete auf dem vierten Platz +++ Handbike-Silbermedaillengewinner Norbert Mosandl erhebt schwere Vorwürfe den Deutschen Behindertensportverband (DBS): „Ich wurde aus dem Nationalteam ausgeschlossen, weil ich den Schwachsinn nicht mitgemacht habe, ins Paralympische Dorf zu ziehen“. +++ Schwimmer Torben Schmidtke und Fechterin Simone Riese-Baetke jubeln über Silber (siehe Medaillengewinner) +++ Schwimmerin Kirsten Bruhn holt 13. deutsches Gold bei Paralympics/Silber für Niels Grunenberg (siehe Medaillengewinner) +++ Dreiradsportler Hans-Peter Durst gewinnt Silber (siehe Medaillengewinner) +++ Radsport: Andrea Eskau gewinnt Gold, Dorothee Vieth Silber (siehe Medaillengewinner) +++ Der frühere Formel-1-Fahrer Alessandro Zanardi hat seine Ankündigung wahrgemacht und die Goldmedaille im Zeitfahren mit dem Handbike gewonnen. Der Italiener, der bei einem Rennunfall 2001 auf dem Lausitzring beide Beine verloren hatte, setzte sich vor dem Deutschen Norbert Mosandl durch. +++ Die deutschen Sitzvolleyballer haben sich mit einem 3:2 gegen China für das Halbfinale qualifiziert! +++ Schade! Die Rollstuhlbasketballer sind raus. Das Viertelfinale gegen die USA verloren die Deutschen mit 46:57 +++ Doppel-Gold im Radsport: Teuber und Graf gewinnen Gold

(dpa/RP)

Tischtennisspieler schaffen Halbfinal-Einzug

Nach den Teams der Wettkampfklassen 6-8 (3:1 gegen die Slowakei) sowie der Wettkampfklassen 4-5 (3:2 gegen Brasilien) hat sich auch die dritte Mannschaft der deutschen Tischtennisspieler für die nächste Runde qualifiziert.

Thomas Brüchle, Jan Gürtler, Thomas Schmidberger und Holger Nikelis haben sich in der WK 1-3 mit 3:1 gegen Argentinien durchgesetzt und stehen damit bereits im Halbfinale. Brüchle startete in der Londoner Excel-Arena mit einem 3:0-Sieg über Gabriel Copola, Gürtler legte ebenfalls ein 3:0 gegen Fernando Eberhardt nach, verlor aber im Anschluss nach fünf Sätzen gegen Copola. Für den entscheidenden Schritt ins Halbfinale sorgte Brüchle mit seinem souveränen 3:0-Erfolg gegen Eberhardt. Damit trifft das deutsche Team am Donnerstag um 16.30 Uhr Ortszeit auf Frankreich.

Bereits bei der Europameisterschaft 2011 standen sich beide Mannschaften im Finale gegenüber, damals setzten sich die deutschen Tischtennisspieler durch und holten den Titel. Bundestrainer Wieland Speer: „Alle drei Teams sind in die nächste Runde eingezogen, so dass wir optimal gestartet sind. Wir hoffen, morgen an die Leistungen anknüpfen zu können. In der Wettkampfklasse 4-5 sind wir gegen China klarer Außenseiter, aber wir möchten mit der Unterstützung der Zuschauer gerne für die Sensation sorgen.“

Das Team der WK 4-5 (gegen China) sowie der WK 6-8 (gegen Schweden) müssen im Viertelfinale am Donnerstag bereits um 9 Uhr ran.

(DBS)

Erster Dopingfall bei Paralympics durch Brasilianer

Am siebten Wettkampftag der Paralympics in London ist der erste Dopingfall bekanntgeworden. Wie das Internationale Paralympische Komitee (IPC) am Mittwoch mitteilte, wurde der brasilianische Gewichtheber Bruno Pinheiro Carra für neun Monate gesperrt. Carra war vor Beginn der 14. Behindertenspiele am 24. August positiv auf das Abführmittel Hydrochlorothiazide getestet worden, das zur Verschleierung von Dopingsubstanzen dienen kann. Er wurde sofort gesperrt und durfte in der britischen Hauptstadt nicht mehr antreten.

(dpa)



Dienstag, 4.9.2012 »

Dienstag, 4.9.2012

Pechvogel Hans-Peter Durst startet morgen im Zeitfahren. Der durch Gleichgewichtsstörungen beeinträchtigte Radsportler war vor drei Wochen von einem angetrunkenen Radfahrer gerammt worden und hatte sich beim Sturz einen zweifachen Bruch an der rechten Hand sowie einen komplizierten Trümmerbruch im linken Daumen zugezogen. Nach zwei Operationen startet Durst mit speziellen Orthesen. +++ Diskus: Ilke Wyludda (43) aus Halle hat bei ihrem ersten Paralympics-Start das Finale verpasst – trotz persönlicher Bestleistung von 29,57 Metern. Die Olympiasiegerin von 1996, der nach einer Infektion 2010 ein Bein abgenommen werden musste, trainiert erst seit 2011. Wyludda tritt noch mal am Samstag an (im Kugelstoßen). +++ Schwimmen: Über 50 Meter Freistil wurde die zweimalige Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn aus Neumünster am Abend Fünfte. +++Rollstuhlbasketball: Die Viertelfinal-Begegnungen für den morgigen Mittwoch stehen fest: Deutschland spielt am 5.9.2012 um 13 Uhr gegen die USA, weitere Details (ganz unten im Bericht). +++ Die Sitzvolleyballer siegten im vierten Vorrundenmatch und erreichten mit dem 3:1 gegen Ägypten das Viertelfinale. +++ Rollstuhltennis: Sabine Ellerbrock hat die Vorschlussrunde erreicht. Beim 3:6, 7:5, 6:2 im Viertelfinale gegen die Niederländerin Marjolein Buis zeigte die Weltranglistendritte nicht ihre allerbeste Leistung, aber umso mehr Nervenstärke. „Ich war schon immer eine Kampf-Sau“, betonte die 36 Jahre alte Bielefelderin nach 2:17 Stunden Spielzeit in der prallen Mittagssonne. +++ Rollstuhltennis: Die 22-jährige Berlinerin Katharina Krüger ist im Einzel in Runde zwei an der überragenden Topfavoritin Esther Vergeer 0:6,0:6 gescheitert. Vergeer hat ihre unfassbare Siegesserie auf 468 Erfolge ausgebaut +++ Rollstuhlfechten: Simone Briese-Baetke wurde ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden. Die Gesamtweltcupsiegerin 2011 schied mit dem Florett schon im Viertelfinale mit 11:15 gegen Marta Makowska aus Polen aus. +++ Wegen einer Hüftoperation hat IOC-Präsident Jacques Rogge seine Reise nach London zur Schlussfeier der Paralympics am Sonntag absagen. +++ Oscar Pistorius muss keine Disziplinarstrafe nach seiner Kritik an den langen Stelzen seines Bezwingers Alan Fonteles Cardoso Oliveira (Brasilien) befürchten. Dies sagte Craig Spence, Kommunikationsdirektor des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC).

(dpa/RP)




Paralympics-Planer

Samstag/Sonntag, 8./9.September 2012 »

Wyludda, Schulte und Schlussfeier

Samstag, 8. September 2012
10.30 – 15.00: ARD Paralympics London 2012, Leichtathletik, Tischtennis, Blindenfußball, Tennis, Rad (Straße)
18.00 – 19.50: ARD Paralympics London 2012, Leichtathletik, Schwimmen, Tischtennis, Rollstuhl-Basketball, Rollstuhl-Tennis Sitzvolleyball, Blindenfußball, Fechten
23.15 – 00.45: ARD Paralympics London 2012, Leichtathletik, Schwimmen, Tischtennis, Rollstuhl-Basketball, Rollstuhl-Tennis, Sitzvolleyball, Blindenfußball, Fechten, Rad

Sonntag, 9. September 2012
16.00 – 17.00: ZDF Paralympics live, Höhepunkte der Spiele und 7’er-Fußball, Finale
22.00 – 00.00: ZDF Paralympics live, Schlussfeier

Die größten deutschen Medaillenchancen und Höhepunkte am Samstag und Sonntag, den letzten beiden Wettkampftagen bei den Paralympics:

Leichtathletik:

Im Olympiastadion steht Ilke Wyludda erneut im Rampenlicht. Nach ihrem Ausscheiden in der Qualifikation mit dem Diskus rechnet sich die Olympiasiegerin von 1996 aber auch im Kugelstoßen keine Medaillenchancen aus. Über 100 Meter könnte Claudia Nicoleitzik vorne mitlaufen.

Radsport:

Die erfolgreichen Straßenradsportler wollen am Schlusstag ihrer Wettbewerbe noch einmal nach Edelmetall greifen. Auf der ehemaligen Formel-1-Strecke in Brands Hatch könnte der Dortmunder Hans-Peter Durst seine zweite Medaille einheimsen.

Schwimmen:

Fahnenträgerin Daniela Schulte geht aussichtsreich über 200 Meter Lagen an den Start. Sebastian Iwanow und Tanja Gröpper wollen über 100 Meter Freistil für Schlagzeilen sorgen.

Weitere Sportarten:

Traditionell ist der Marathon am Sonntag die letzte Disziplin bei den Paralympics. Dazu stehen Finalspiele im Fußball und Rollstuhlrugby an. Deutsche sind jeweils nicht am Start.

Abschlussfeier:

Am Sonntagabend werden die Paralympics mit einer großen Feier im Olympiastadion zu Ende gehen. Dabei sollen unter anderem die Popstars Coldplay, Rihanna und Jay-Z auftreten.

(dpa)




Deutsche Medaillengewinner

Wir bitten um Verständnis, dass wir die Medaillengewinner der letzten beiden Wettkampftage (Samstag/Sonntag, 8./9.9.) erst am Montag.

7.9.2012: Deutsche Rollstuhlbasketballerinnen gewinnen Gold nach einem 58:44-Sieg gegen Australien
7.9.2012: Gold nach Psychokrieg: Heinrich Popow triumphiert über 100 Meter, Wojtek Czyz holt Bronze

7.9.2012: Daniela Schulte holt Gold über 400 Meter Freistil »

Daniela Schulte holt Gold über 400 Meter Freistil

7.9.2012: Endlich hat es geklappt: Die Berlinerin Daniela Schulte hat ihre erste und die zweite Goldmedaille für die deutschen Schwimmer bei den Paralympics in London geholt. Sie siegte souverän über 400 Meter Freistil.

Im Anschluss an das Rennen im Aquatics Centre winkte unsere Fahnenträgerin erleichtert ins Publikum. „Mit diesem ersten Gold ist ein Traum wahr geworden, auf den ich die letzten 16 Jahre hingearbeitet habe“, meinte die sehbehinderte Athletin. „Ich hätte gerne auch noch meinen eigenen Weltrekord gebrochen, aber die Nervosität war heute schon sehr groß. Ich habe im Pool erst gemerkt, das ich die Goldmedaille gewonnen habe, als mein Team das Lied angestimmt hat: “Die Nummer eins im Pool sind wir.”

Bundestrainerin Ute Schinkitz: „Ich bin überwältigt, das war ein schöner Moment. Ich wirklich glücklich, das sie das geschafft hat, was sie sich vorgenommen hat. Hier muss ja die ganze Familie mithelfen. Wir sind einfach happy.”

(DBS/RP/dpa)



7.9.2012: Radsport: Gold für Andrea Eskau, Silber für Vico Merklein, Bronze für Dorothee Vieth »

Radsport: Gold für Andrea Eskau, Silber für Vico Merklein, Bronze für Dorothee Vieth

7.9.2012: Die deutschen Radsportler sind bei den Paralympics in London nicht zu stoppen. Andrea Eskau gewann am Freitag in der Handbike-Klasse H4 ihre zweite Goldmedaille, Dorothee Vieth landete auf dem Bronzerang. Bei den Männern musste sich Vico Merklein nur dem Polen Rafal Wilk geschlagen geben, durfte sich aber dennoch über seine erste Paralympics-Medaille freuen.

Die 31 Jahre alte querschnittsgelähmte Eskau vom USC Magdeburg über ihren 48-Kilometer-Erfolg: „Ich habe komplett für dieses Rennen trainiert. Als ich den Vorsprung herausgefahren hatte, konnte ich entspannt meine Zeiten runterspulen“.

(dpa)



7.9.2012: Tischtennis: Thomas Schmidberger und Thomas Brüchle holen Silber »

Tischtennis: Thomas Schmidberger und Thomas Brüchle holen Silber

7.9.2012: Am drittletzten Wettkampftag der Behindertenspiele ging auch im Tischtennis Edelmetall an ein deutsches Duo. Thomas Schmidberger und Thomas Brüchle unterlagen im Teamwettbewerb mit 2:3 den Favoriten aus China und holten Silber. Die Deutschen verloren das entscheidende Doppel mit 1:3.

(dpa)



6.9.2012: Leichtathletin Kober gewinnt auch im Kugelstoßen Paralymipcs-Gold »

Leichtathletin Kober gewinnt auch im Kugelstoßen Paralymipcs-Gold

6.9.2012: Paralympics-Debütantin Birgit Kober hat mit Weltrekord im Kugelstoßen das 14. deutsche Gold geholt. Schon der erste Versuch saß: Mit 10,25 Metern verbesserte die Münchnerin ihre eigene Bestmarke und konnte den Wettkampf vor 80.000 Zuschauern danach lachend genießen. Schon im Speerwurf hatte die 31 Jahre alte Rollstuhl-Fahrerin mit den Koordinationsstörungen eine neue Bestmarke gesetzt und triumphiert.

(dpa)



6.9.2012: Bronze für Katrin Green über 200 Meter »

Bronze für Katrin Green über 200 Meter

6.9.2012: Dritte über 200 Meter wurde am Donnerstagabend im Olympiastadion Sprinterin Katrin Green aus Leverkusen. Eine kleine Entschädigung dafür, dass sie über die 100 Meter nur Platz vier erreicht hatte.

(dpa)



6.9.2012: Radsportler Warias sprintet zu Silber »

Radsportler Warias sprintet zu Silber

6.9.2012: Deutschlands Radsportler bleiben bei den Straßenrennen der Paralympics weiter in der Medaillenspur. Steffen Warias sprintete am Donnerstag im Straßenrennen nach 64 Kilometern zu Silber. Der Weltmeister von 2010 musste sich auf der Rennstrecke Brands Hatch nur dem Italiener Roberto Bargna geschlagen geben. Er verwies David Nicholas aus Australien knapp auf Platz drei. Warias sorgte am zweiten Tag der Straßenwettbewerbe bereits für die neunte deutsche Medaille. Am Mittag hatte Denise Schindler ebenfalls Silber gewonnen.
(dpa)



6.9.2012: 3 x Silber für Denise Schindler (Radsport), Heiko Kröger und Jens Kroker (Segeln) »

3 x Silber für Denise Schindler (Radsport), Heiko Kröger und Jens Kroker (Segeln)

6.9.2012: Denise Schindler kann sich endlich über ihre erste Medaille bei den Paralympics freuen. Nachdem die 26-Jährige auf der Bahn und am Tag zuvor im Zeitfahren als Vierte jeweils das Podest knapp verpasst hatte, gewann sie am Donnerstag im Straßenrennen Silber. Ebenfalls jeweils Silber holten die beiden Segler Heiko Kröger und Jens Kroker in ihren jeweiligen Disziplinen.

„Für mich war der vierte Platz am Mittwoch ein Schlag ins Gesicht – weil ich wusste, dass ich mehr kann. Heute die Silbermedaille zu gewinnen, macht aber alles wieder wett“, sagte Schindler, die im Ziel neun Sekunden Rückstand auf die siegreiche Chinesin Sini Zheng hatte. Die Chemnitzerin, der im Alter von zwei Jahren der linke Unterschenkel amputiert werden musste, weil sie unter eine Straßenbahn geraten war, freute sich am Donnerstag über eine späte Revanche: „Am Ende war alles sehr knapp. Als ich gesehen habe, dass Allison schwächelt, habe ich noch einmal angegriffen und sie überholt“, sagte Schindler über die Amerikanerin Allison Jones, der sie auf der Bahn noch den Vortritt hatte lassen müssen.

Wetter hilft den deutschen Seglern

Die deutschen Segler profitierten vom spätsommerlichen Wetter in Südengland: Wegen Flaute musste das elfte Rennen abgesagt werden, Kröger im 2,4-Meter-Kielboot und Kroker im Sonarboot wurden vorzeitig die Silbermedaillen verliehen.

“Ich habe gehofft und gedacht, dass diese Medaille möglich ist. Wir haben es in den letzten Wochen auf den Punkt gebracht und hatten einen sehr guten Plan. Der ist voll aufgegangen», sagte der 46 Jahre alte Kröger aus Jersbek in Schleswig-Holstein. Dem Paralympics-Sieger von 2000 fehlt ein Unterarm. Kröger ist im 2.4mR-Kielboot unterwegs. Der an der Hand gehandicapte Berliner Kroker wurde mit seiner Crew Zweiter im Drei-Mann-Boot Sonar. Vor vier Jahren hatte er in Peking gewonnen.

(Julian Vetten/Michaela Widder/dapd/dpa)



6.9.2012: Nachträglich Bronze für deutsche Sprint-Staffel »

Nachträglich Bronze für deutsche Sprint-Staffel

6.9.2012: Der deutschen Sprintstaffel über 4×100 Meter ist nachträglich die Bronzemedaille zugesprochen worden. Weil die zweitplatzierten Brasilianer und drittplatzierten USA nachträglich disqualifiziert wurden, kletterte das Leichtathletik-Quartett Markus Rehm, Heinrich Popow, David Behre und Wojtek Czyz auf den dritten Rang. Den Sieg hatte sich am späten Mittwochabend das Team aus Südafrika um Superstar Oscar Pistorius in Weltrekordzeit von 41,78 Minuten geholt. Der Prothesensprinter gewann dabei seine erste Goldmedaille bei diesen Spielen. Rang zwei ging an
China.

(dpa)



5.9.2012: Paralympics-Bronze für Leichtathletinnen Seifert, Schmidt und Willing »

Paralympics-Bronze für Leichtathletinnen Seifert, Schmidt und Willing

5.9.2012: Die deutschen Sprinterinnen Maria Seifert und Jana Schmidt sowie Speerwerferin Martina Willing haben bei den Paralympics in London jeweils Bronze gewonnen. Die Erfurterin Seifert eroberte am Mittwochabend dank eines tollen Finishs über 200 Meter den dritten Platz, nachdem sie über die halbe Distanz jüngst um 1/100 Sekunde an Edelmetall vorbeigeschrammt war. Die Mecklenburgerin Schmidt durfte ebenfalls Bronze bejubeln – über 100 Meter verwies sie Teamkollegin Vanessa Low auf den vierten Platz. Die Brandenburgerin Willing verpasste im Speerwurf die Wiederholung ihres Sieges von Peking, durfte sich aber über ihre achte Paralympics-Medaille freuen.

(dpa)



5.9.2012: 100m Brust: Silber für Torben Schmidtke, Bronze für Christoph Burkard »

100m Brust: Silber für Torben Schmidtke, Bronze für Christoph Burkard

5.9.2012: Mit Torben Schmidtke (Schwerin) und Christoph Burkard (Zimmern-Horgen) hatten sich gleich zwei Deutsche für das Finale über 100m Brust in der Startklasse SB6 qualifiziert. Hier wurde es ein fantastisches Rennen, das erst auf den letzten Metern entschieden wurde. Gold holte der Ukrainer Yevheniy Bohodayko in neuer Weltrekordzeit von 1:20,17 min. Dahinter wurde es dramatisch knapp. Silber holte sich mit einem fantastischen Endspurt Torben Schmidtke in 1:25,23 min. Auch Christoph Burkard wurde für sein starkes Rennen mit der Bronzemedaille belohnt, er schlug in 1:27,09 min ganze 4 Hundertstel vor dem Kolumbianer Nelson Crispin an.

(DBS)



5.9.2012: Silber für Fechterin Briese-Baetke »

Silber für Fechterin Briese-Baetke

5.9.2012: Die Fechterin Simone Briese-Baetke (FC Tauberbischofsheim) hat bei ihrer paralympischen Premiere die Silber-Medaille im Degen gewonnen. Im Finale der Kategorie B verlor die 46-Jährige gegen die Thailänderin Saysunne Jana mit 15:8.
(DBS)



5.9.2012: Schwimmerin Kirsten Bruhn holt 13. deutsches Gold bei Paralympics/Silber für Niels Grunenberg »

Schwimmerin Kirsten Bruhn holt 13. deutsches Gold bei Paralympics/Silber für Niels Grunenberg

5.9.2012: Kirsten Bruhn (Neumünster) hat in 1:35,50 min die Goldmedaille über 100m Brust in der Startklasse SB5 geholt. Damit schaffte sie das Triple, nachdem sie schon 2004 in Athen und 2008 in Peking diese Strecke dominiert hatte. Schon im Vorlauf unterstrich Bruhn ihre Ausnahmestellung, als sie in 1:35,03 ihren eigenen paralympischen Rekord von 2008 verbesserte. Silber holte die Chinesin Lingling Song in 1:47,19 min, Bronze ging an die Amerikanerin Noga Nir-Kistler in 1:50,76 min.

Kirsten Bruhn: “Ich habe immer das Gefühl, dass da jemand seinen Raketenantrieb zündet und an mir vorbei zieht. Da gehe ich nie auf Risiko. Ich war sehr nervös, das war nicht ohne. Die erste Bahn war super, da war ich richtig lang. Auf den letzten Metern wurde ich wieder kurz, aber ich bin froh, dass es wieder eine 35´er Zeit wurde. Das ist für die Paralympischen Spiele mein Schlusspunkt. Ich möchte als Athlet abtreten, werde es nächstes Jahr in Kanada zur WM noch mal versuchen. Rio werde ich aber nicht mehr sehen, vielleicht in einer anderen Position. Ich habe damals wieder angefangen. Ich wollte an mein ehemaliges Leben als Leistungssportlerin anknüpfen. Da habe ich gemerkt, das ich wieder angefangen habe lebendig zu sein. Dass dies mich hier nach London bringt nach drei Paralympics, das habe ich mir im Leben nicht erträumt. Das ist einfach nur schön. Ich kann nur jedem sagen, das er etwas aus sich machen muss. Egal in welcher Profession, man muss seine Grenzen immer wieder erkunden, das ist was uns immer wieder antreibt!”

Niels Grunenburg (Berlin) ging nach der zweitschnellsten Vorlaufzeit als Mitfavorit ins Rennen über 100m Brust in der Startklasse SB5. Er steigerte sich im Finale noch einmal um unglaubliche 2 Sekunden auf 1:34,98 min und holte Silber. Damit erkämpfte er seine erste paralympische Medaille, nachdem er 2008 in Peking den undankbaren vierten Platz erreicht hatte. Gold gewann der Koreaner Woo-Geun Lim in 1:34,06 min, Bronze an den Mexikaner Pedro Rangel in 1:36,85 min.

(DBS)



5.9.2012: Handbike – Bronze für Bernd Jeffré »

Handbike – Bronze für Bernd Jeffré

5.9.2012: In der Handbike Klasse H3 starteten Bernd Jeffré und Vico Merklein, beide vom GC Nenndorf. Während sich Bernd Jeffré mit einer Zeit von 27:00.90 über eine Bronzemedaille freuen kann, blieb für seinen Vereinskollegen der undankbare vierte Platz. Gold erhielt der Pole Rafal Wilk, Silber ging an Nigel Barley aus Australien,

(DBS)


5.9.2012: Radsportler Hans-Peter Durst gewinnt Silber – trotz Bruchs »

Radsportler Hans-Peter Durst gewinnt Silber – trotz Bruchs


5.9.2012: Pechvogel Hans-Peter Durst (Ataxie, Dreirad) kann sich nach seinem Silber im Zeitfahren wieder freuen: „Ein wundervoller Tag”. Er war am 13. August von einem betrunkenen Radfahrer gerammt worden und musste wegen des Bruchs seines linken Daumens lange um den Start in London bangen. „Meine Ärzte hatten gar keine andere Wahl, als mich starten zu lassen. Die wussten genau, wenn sie es mir verbieten, mache ich es trotzdem“, scherzte der 54-Jährige.



5.9.2012: Radsportlerinnen Eskau und Vieth gewinnen Gold und Silber »

Radsportlerinnen Eskau und Vieth gewinnen Gold und Silber

5.9.2012: Die querschnittsgelähmte Radsportlerin Andrea Eskau hat bei den Paralympics in London die dritte deutsche Goldmedaille im Zeitfahren gewonnen. Sie setzte sich in ihrer Behindertenklasse H4 vor Landsfrau Dorothee Vieth durch.



5.9.2012: Handbike-Silber für Norbert Mosandl »

Handbike-Silber für Norbert Mosandl

5.9.2011: Norbert Mosandl hat im Zeitfahren mit dem Handbike Silber gewonnen. Nur der frühere Formel-1-Fahrer Alessandro Zanardi war schneller. Aber: Norbert Mosandl: Riesen Zoff nach dem Sieg von Zanardi

Gold: Alessandro Zanardi (Italien) 24:50,22 Min.; Silber: Norbert Mosandl (Neumarkt i.d. Oberpfalz) 25:17,40; Bronze: Oscar Sanchez (USA) 25:35,26



5.9.2012: Doppel-Gold Radsport: Teuber und Graf gewinnen Gold

4.9.2012: Reiterin Brenner gewinnt zweites Gold bei Paralympics in London »

Reiterin Brenner gewinnt zweites Gold bei Paralympics in London

4.9.2012: Dressurreiterin Hannelore Brenner aus Wachenheim in Rheinland-Pfalz hat bei den Paralympics in London ihre zweite Goldmedaille gewonnen. Nach dem jüngsten Sieg in der Pflicht setzte sich die Sportlerin am Dienstag auch in der Kür durch und bescherte dem deutschen Team die insgesamt neunte Goldmedaille. Brenner hatte schon in Peking 2008 zweimal Gold geholt und gewann mit ihrem Pferd „Women of the World“ auch in London.

„Einfach toll. Ich bin super glücklich. Mir fehlen noch ein bisschen die Worte“, sagte die 49-Jährige und nun viermalige Paralympics-Siegerin. “Das war für mich und mein Pferd insgesamt unsere 30. internationale Medaille”, so die nach einem Reitunfall inkomplett querschnittsgelähmte Sportlerin.

„Das ist jetzt schon ein Riesenerfolg für die Reiter, wir haben bewiesen, dass wir eine Pferdesportnation sind“, sagte Karl Quade, Chef de Mission der deutschen Mannschaft. Das erfolgreiche Reit-Quintett holte allein bei den Wettbewerben in Greenwich sieben Medaillen.

(dpa/dapd)



3.9.2012: Speerwerferin Kober gewinnt Gold – Silber für Brämer-Skowronek »

Speerwerferin Kober gewinnt Gold – Silber für Brämer-Skowronek

3.9.2012: Birgit Kober aus München hat bei den Paralympics in London die Goldmedaille im Speerwerfen gewonnen. Die 31-Jährige holte am Montag mit der Weltrekordweite von 27,03 Metern das achte deutsche Gold, Marie Brämer-Skowronek aus Magdeburg sicherte sich Silber.

Ausführlicher Bericht: Birgit Kober: Kampf um Gold und Gerechtigkeit



3.9.2012: Schwimmerin Schott gewinnt Paralympics-Silber – Bruhn ohne Medaille »

Schwimmerin Schott gewinnt Paralympics-Silber – Bruhn ohne Medaille

3.9.2012: Schwimmerin Verena Schott hat bei den Paralympics die nächste Medaille für den deutschen Behindertensportverband (DBS) gewonnen. Im Rennen über 200 Meter Lagen schwamm die Berlinerin zu Silber. Nach einem starken Finish musste sie sich nur der Lokalmatadorin Eleanor Simmonds geschlagen geben. Die Britin verbesserte den Weltrekord. Kirsten Bruhn verpasste über 100 Meter Freistil einen Platz unter den ersten Drei und wurde Fünfte. Im Männerrennen über 200 Meter Lagen wurde der Leipziger Swen Michaelis Achter.



3.9.2012: Gold für Nikelis (Tischtennis) und Dietz (Diskus)

3.9.2012: Michaele Floeth gewinnt Kugel-Bronze »

Michaele Floeth gewinnt Kugel-Bronze

3.9.2012: In einem packenden Kugelstoß-Wettkampf hat Michaele Floeth in der Startklasse F42/44 mit Saisonbestleistung die Bronzemedaille gewonnen. Und das, nachdem sie nach einer Schulter-Operation im vergangenen Herbst erst im März dieses Jahres zum ersten Mal wieder eine Kugel in die Hand genommen hatte.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich überhaupt über zwölf Meter stoßen kann“, sagte sie erleichtert. Da war dann die Freude über Bronze deutlich größer als die „verlorene“ Silbermedaille. Am Ende fehlte nur ein Zentimeter zum zweiten Rang. Die Chinesin Yue Yang übertraf im letzten Versuch mit 12,22 m die bis dahin gültige Silberweite der Leverkusenerin, die in ihrem letzten Versuch zwar noch einmal kontern konnte, aber nur bis auf 12,22 m herankam.

„Ich bin so dankbar, auch weil es meine letzten Paralympics sind. Ich wollte eine Saisonbestleistung und das hat geklappt“, freute sie sich. Gold ging an die Chinesin Juan Yao, die mit 13,05 m einen neuen Weltrekord stieß.

(DBS)



3.9.2012: Reiten: Silber für Näpel, Bronze für Trabert »

Reiten: Silber für Näpel, Bronze für Trabert

Wieder überzeugten die deutschen Reiterinnen die Jury und gewannen zwei Medaillen im Dessurreiten. Britta Näpel (Wonsheim, Rheinland-Pfalz) und ihr Pferd Aquilina 3 erreichten mit 77,4 % die Silbermedaille. Bronze mit 76,15 % ging erneut an Dr. Angelika Trabert (Dreieich, Hessen) auf Ariva Avanti. Die Goldmedaille errang die Britin Natasha Baker, die einen hervorragenden Punktestand von 82,8 % erritt.

(DBS)



2.9.2012: Nächstes Paralympics-Gold durch Tischtennisspieler Wollmert/Bronze für Thomas Schmidberger »

Nächstes Paralympics-Gold durch Tischtennisspieler Wollmert

2.9.2012: Tischtennisspieler Jochen Wollmert hat den deutschen Paralympiern in London die nächste Goldmedaille beschert. Der Stuttgarter mit den steifen Hand- und Fußgelenken (Klasse 7) gewann am Sonntagabend sein Finale gegen den Briten William Bayley mit 3:1 (11:8, 4:11, 11:5, 11:4) und feierte damit seinen bereits fünften Titel bei den Behindertenspielen.

Ebenfalls im Tischtennis-Einzel (Klasse 3) holte Thomas Schmidberger (Viechtach) Bronze.

dpa



2.9.2012: Hannelore Brenner gewinnt nach Blackout die Goldmedaille im Dressurreiten

2.0.2012: Pferdesport/Dressur: Silber für Deutschland »

Pferdesport/Dressur: Silber für Deutschland

2.9.2012: Deutschland 440,970 Pkt. (Angelika Trabert/Dreieich – Ariva-Avanti, Britta Näpel/Wonsheim – Aquilina 3, Steffen Zeibig/Arnsdorf – Waldemar, Hannelore Brenner/Wachenheim – Women of the World)



2.9.2012: Ruder-Silber bei Paralympics »

Ruder-Silber bei Paralympics

2.9.2012: Der deutsche Ruder-Mixed-Vierer mit Steuerfrau hat bei den Paralympics am Sonntag die Silbermedaille gewonnen. Das Quintett Katrin Splitt, Astrid Hengsbach, Tino Kolitscher, Kai-Kristian Kruse und Anke Molkenthin kam in 3:21,44 Minuten 2,06 Sekunden hinter Gastgeber Großbritannien ins Ziel. Der von Trainer Thomas Böhme trainierte Vierer hatte schon im Vorlauf einen Weltrekord aufgestellt.

(dpa)



2.9.2012: Tischtennis: Thomas Schmidberger gewinnt Kampf um Platz drei – Bronze »

Tischtennis: Thomas Schmidberger gewinnt Kampf um Platz drei – Bronze

2.9.2012: Abgezockt, nervenstark und ein enormer Wille: Thomas Schmidberger (TSV/RSG Platting) hat die erste Medaille für die deutschen Tischtennisspieler gewonnen. In einer hochklassigen Partie holte der 20-Jährige aus Viechtach (Bayern) in der Wettkampfklasse 3 gegen den Franzosen Florian Merrien bei seinen ersten Paralympics direkt Bronze. Die Enttäuschung über das Halbfinal-Aus gegen Zlatko Kesler (Serbien) war nach dem umkämpften 3:1-Sieg (7:11, 11:7, 12:10, 14:12) verflogen.

„Die Bronze-Medaille fühlt sich wie Gold an. Ich bin wahnsinnig glücklich“, erklärte der talentierte Rollstuhl-Tischtennisspieler. Nachdem Schmidberger in der Londoner Excel-Arena im vierten Satz der entscheidende Punkt gelungen war, wich die Anspannung ausgelassenem Jubel. „Es war die pure Erleichterung. Mehrere Steine sind von mir abgefallen“, berichtete der 20-Jährige, der freudig feststellte: „Besser geht’s einfach nicht. Die Arbeit hat gefruchtet und die Strapazen haben sich gelohnt.“

Schließlich hatte Schmidberger, der seit einem Autounfall im Alter von vier Jahren querschnittsgelähmt ist, für seinen Traum von der Paralympics-Medaille sogar sein Studium unterbrochen. „Ich habe ein Jahr lang intensiv im Tischtennis-Leistungszentrum in Düsseldorf trainiert“ – 600 Kilometer von der Heimat entfernt. Das große Engagement hat sich ausgezahlt, mit der Bronze-Medaille hat sich das Tischtennis-Ass selbst belohnt. Auch, als es gegen den sieben Jahre älteren Franzosen eng wurde, behielt Schmidberger die Nerven. „Ich war mental gut drauf, das Halbfinal-Aus habe ich gut weggesteckt.“

Trainer Michele Comparato war begeistert von der Leistung seines Schützlings: „Er hatte einen sensationellen Willen. Dieser Erfolg ist so wichtig für Tom.“ Der Gold- oder Silbermedaille, die an den Chinesen Panfeng Feng und Zlatko Kesler gingen, trauert Schmidberger nicht hinterher. „Ich bin super zufrieden. Die Spiele vor dieser Kulisse sind tolle Erlebnisse. Das ist sehr motivierend für die Paralympics in Rio in vier Jahren.“ Doch zunächst stehen in London die Team-Wettbewerbe an. Dabei möchten Schmidberger und Co. ebenfalls um eine Medaille spielen.

(DBS)



1.9.2012: Kugelstoßen-Silber für Buggenhagen »

Kugelstoßen-Silber für Buggenhagen

1.9.2012: 80.000 Zuschauer bejubelten am Abend den Auftritt von Paralympics-Urgestein Marianne Buggenhagen (59), die sich nur der Chinesin Yang Liwan geschlagen geben musste. Die Berlinerin gewann ihre insgesamt 13. Paralympics-Medaille (davon 9 mal Gold). Pech hatte Martina Willing aus Brandenburg, die nur knapp an Bronze vorbeischrammte.

Ausführlicher Bericht auf ROLLINGPLANET: Sie gewinnt und gewinnt und gewinnt: Marianne Buggenhagen denkt schon an Rio



1.9.2012: Bronze für Claudia Nicoleitzik über 200 Meter in der Klasse T36

1.9.2012: Reiterinnen Britta Näpel und Angelika Trabert holen Silber und Bronze »

Reiterinnen Britta Näpel und Angelika Trabert holen Silber und Bronze

1.9.2012: Die starken deutschen Dressurreiterinnen Britta Näpel (46) und Dr. Angelika Trabert (44) haben am dritten Tag der Paralympics in London Silber und Bronze gewonnen. Die beiden erfahrenen Athletinnen mussten im Einzel am Samstag nur der Amerikanerin Natasha Baker den Vortritt lassen.

„Das ist hervorragend, das ist das Größte, was ich gefühlsmäßig ertragen kann. Das war schon beim Reiten ein unbeschreibliches Gefühl, ich bin noch nie vor so einer Kulisse geritten, einfach saugeil“, sagte Silbergewinnerin Näpel nach ihrem harmonischen Ritt im Viereck und wischte sich ein paar Tränen aus dem Gesicht. Vor vier Jahren hatte die Langenhagenerin in der Championatsaufgabe gewonnen und dem deutschen Team die erste Goldmedaille in Hongkong beschert. “Eigentlich habe ich das Pferd aus einer Notlage heraus bekommen, weil meines zu den Weltreiterspielen 2010 nicht fit war. Dass es dann hier so klappt, ist einfach unglaublich”, sagte die Pferdewirtschaftsmeisterin.

Näpel ist seit einer Vergiftung durch Insektenschutzmittel im Jahr 1998 spastisch erkrankt. Ihre Behinderung betrifft vor allem die Beine und den Rumpfbereich, weshalb sie Orthesen (Schienen) trägt, die ihre Unterschenkel stabilisieren.

Angelika Trabert auf Ariva Avanti freute sich: „Wir haben das Beste aus uns herausgeholt. Ich bin total glücklich, dass es heute so gut lief“. Beim Team-Test vor zwei Tagen hatten die Beiden vor den Preisrichtern im Greenwich-Park noch nicht überzeugt. „Ariva Avanti war wegen der Kulisse so nervös”, erklärte die Reitern.

Trabert lebt in der Nähe von Frankfurt und ist promovierte Ärztin für Anästhesie. Die Rollstuhlfahrerin wurde mit einer Dysmelie, einer Fehlbildung beider Beine geboren, und an der rechten Hand fehlen ihr zwei Finger.

Die individuellen Ergebnisse zählen auch für die Mannschaftsentscheidung am Sonntag, in der das vierköpfige deutsche Team derzeit nur knapp hinter England liegt.

(RP/dpa/dapd)



1.9.2012: Leichtathlet Heinrich Popow holt Bronze über 200 Meter »

Leichtathlet Heinrich Popow holt Bronze über 200 Meter

1.9.2012: Am Freitagabend (31.8.) verpasste er noch im Weitsprung als Vierter eine Medaille. Heute sicherte sich der oberschenkelamputierte Athlet aus Leverkusen mit einer persönlichen Bestzeit von 25,90 Sekunden sein erstes Edelmetall in London. Popow freut sich über den Erfolg: „So schnell war ich noch nie über die 200 Meter. Eine super Medaille bei super Spielen! Jetzt kann ich mich auf das Wichtigste konzentrieren – Gold über die 100 Meter.“ Der Nachrichtenagentur dpa sagte er: „Es hat sich so geil angefühlt, ich hatte letzte Nacht Krämpfe und nur drei Stunden geschlafen. Ohne das Publikum wäre ich nicht so schnell gelaufen. Ich habe gedacht, ich sterbe, aber bei 120 Metern wurde es immer lauter und dann habe ich nichts mehr gespürt”.

Sieger wurde der Brite Richard Whitehead, der mit 24,38 Sekunden neuen Weltrekord lief. Wojtek Czyz aus Kaiserslautern wurde in persönlicher Bestzeit Fünfter. “Ich habe mich gestern beim Weitsprung total ausgepowert. Meine Zeit ist eine ganz klare Enttäuschung”, sagte der Silbermedaillengewinner des Vortags und will sich nun auf die 100 Meter konzentrieren: “Da werde ich angreifen.”

Heinrich Popow tritt bei den Paralympics in zwei weiteren Wettbewerben an. Am 5. September startet er mit der Herren-Staffel über 4×100 Meter. Am 7. September geht er als Goldfavorit über 100 Meter in eines der wohl spektakulärsten Rennen der Paralympics 2012. (RP)



31.8.2012: Gold und Weltrekord für Markus Rehm, Silber für Wojtek Czyz (Weitsprung)

31.8.2012: Bronze für Judoka Matthias Krieger »

Bronze für Judoka Matthias Krieger

31.8.2012: Judoka Matthias Krieger erkämpfte gegen Anatoli Schewtschenko Bronze. „Das war eine ganz schön enge Kiste, aber ich wusste, dass ich das Ding noch reißen kann“, sagte der sehbehinderte Sinsheimer. (

dapd)



31.8.2012: Silber für Tobias Graf in der 3000-Meter-Einzelverfolgung

31.8.2012: Schütze Neumaier holt Bronze »

Schütze Neumaier holt Bronze bei Paralympics

31.8.2012: Der Sportschütze Josef Neumaier (Glasknochenkrankheit) hat dem deutschen Team zum Auftakt des zweiten Wettkampftages bei den Paralympics eine Bronzemedaille beschert. Der 54 Jahre alte Bayer setzte sich im spannenden Kampf mit dem Luftgewehr aus zehn Metern im Stechen gegen den Koreaner Lee Seungchul durch. Gold ging am Freitag in den Royal Artillery Barracks an Dong Chao aus China vor dem Schweden Jonas Jakobsson. Neumaier hatte bereits 1996 Gold bei den Behindertenspielen gewonnen. (dpa)



30.8.2012: Judo-Zwillinge Brussig gewinnen Gold/Schwimmerin Kirsten Bruhn aus Neumünster holt Silber

30.8.2012: Rückenschwimmer Iwanow gewinnt Bronze »

Rückenschwimmer Iwanow gewinnt Bronze

30.8.2012: Sebastian Iwanow aus Leverkusen hat bei den Paralympics in London die erste Medaille für die deutschen Schwimmer gewonnen. Der 28-Jährige, der ohne Kniescheiben und Schienbeine auf die Welt kam, wurde am Donnerstag über 100 Meter Rücken Dritter. Iwanow schlug dabei nur 3/100 Sekunden vor dem Viertplatzierten Jaroslaw Semenko aus der Ukraine an. Swen Michaelis aus Leipzig wurde Sechster. (dpa)



30.8.2012: Bahnradsportler Graf gewinnt Paralympics-Bronze im Zeitfahren
30.9.2012: Schützin Manuela Schmermund gewinnt erste deutsche Paralympics-Medaille

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