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Thomas Schmidberger triumphiert mit Doppel-Gold

Lignano Master Open (17.-21.03.2015): Sieben Medaillen zum Saisonauftakt für DBS-Team.

Foto: Siegerehrung Team WK3 mit Schmidberger und Brüchle (Foto: Schmidberger privat)

Foto: Siegerehrung Team WK3 mit Schmidberger und Brüchle (Foto: Schmidberger privat)

Das Tischtennis-Team des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) hat beim ersten Turnier des Jahres in Lignano Sabbiadoro sieben Medaillen geholt, erfolgreichster Spieler war Thomas Schmidberger mit Doppel-Gold. Bundestrainer Volker Ziegler war mit 15 SpielerInnen in den italienischen Badeort gereist, um im Qualifikationsjahr für die Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro den ersten Formcheck zu absolvieren.

Die Lignano Master Open 2015 waren in fast allen Wettkampfklassen hochkarätig besetzt und so hatten die deutschen Starter keine einfachen Aufgaben zu lösen. Dennoch konnte der Weltranglisten-Zweite der WK3, Schmidberger, in Abwesenheit des Chinesen Feng seine Setzung erfüllen und den Einzel-Wettbewerb für sich entscheiden. Im Finale schlug er seinen Teamkollegen Thomas Brüchle, der den vor ihm gesetzten Franzosen Merrien im Halbfinale mit 3:0 ausgeschaltet hatte. Im Teamwettbewerb der WK3 setzten sich Schmidberger/Brüchle dann auch folgerichtig ohne Spielverlust gegen die gesamte Konkurrenz durch und holten Gold.

Starke Ukrainer

Ebenfalls stark spielte das Team der WK 7, Jochen Wollmert und Thorsten Schwinn, auf. Schwinn hatte zuvor im Einzel bereits mit einem starken Auftritt Bronze gewonnen, während Wollmert im Viertelfinale an seinem Angstgegner Montanus (NED) gescheitert war. Im Team ging es dann mit zwei Gruppensiegen über Großbritannien/Schweden und Italien gut los, und auch die Japaner im Viertelfinale konnten das deutsche Duo nicht stoppen. Im Halbfinale trafen Wollmert/Schwinn dann auf Ägypten – ein Spiel, das einen harten Kampf versprach. Doch auch hier triumphierten die Deutschen und standen somit im Finale gegen die Ukraine. Obwohl Wollmert/Schwinn das Doppel gegen den Weltranglisten-Ersten Nikolenko und den Weltranglisten-Dritten Popov eindrucksvoll gewannen, mussten sie den starken Ukrainern am Ende zu Gold gratulieren.

Bronze im Einzel holte außerdem Selcuk Cetin in der WK 5. Er sicherte sich vor dem Weltranglisten-Siebten Kim Ki-Young den Gruppensieg und schlug im Viertelfinale auch den Thailänder Khongruang. Im Halbfinale unterlag er dem Ägypter Hefny schließlich ganz knapp in fünf Sätzen.

Im Teamwettbewerb der Damen WK8-9 holten Sonja Scholten und Wiebke Kanther Bronze – da das türkische Team in der Gruppenphase verletzungsbedingt aufgab, standen die beiden Deutschen trotz 1:3 Niederlage gegen Frankreich/Rumänien im Halbfinale. Dort trafen sie auf die späteren Siegerinnen van Zon/de Jong (NED). Scholten konnte ihren Einzel-Sieg gegen die Weltranglisten-Zehnte de Jong zwar wiederholen, aber das sollte der einzige Punkt bleiben – nichtsdestotrotz stand am Ende die Bronzemedaille zu Buche.

Mit Plastikball

„Das war unser erstes internationales Turnier mit dem neuen Plastikball. Das Turnier war deshalb – und um die Form nach der langen Wettkampfpause im Behindertensport zu testen – sehr aufschlussreich. Trotz der guten Ergebnisse müssen wir zusammen mit den Athleten im Hinblick auf die EM und die Qualifikation für Rio 2016 unsere Anstrengungen noch weiter intensivieren“, so Bundestrainer Volker Zieglers Fazit.

Die deutschen Medaillen im Überblick:

Gold
Einzel: Thomas Schmidberger (WK3)
Team: Schmidberger/Brüchle (WK3)
Silber
Einzel: Thomas Brüchle (WK3)
Team: Wollmert/Schwinn (WK7)
Bronze
Einzel: Selcuk Cetin (WK5), Thorsten Schwinn (WK7)
Team: Scholten/Kanther (WK8-9)

Die deutschen Starter:
Stephanie Grebe (WK6), Corinna Hochdörfer (WK7), Wiebke Kanther (WK8), Lena Kramm (WK9), Sonja Scholten (WK9), Marlene Reeg (WK10), Thomas Schmidberger (WK3), Thomas Brüchle (WK3), Jan Gürtler (WK3), Dietmar Kober (WK4), Jörg Didion (WK5), Selcuk Cetin (WK5), Jochen Wollmert (WK7), Thorsten Schwinn (WK7), Johannes Urban (WK8)

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