Thüringen berät über höheres Blindengeld

Bislang werden 270 Euro pro Monat gezahlt. Bis Juli 2018 soll sich das ändern.

Sozialministerin Heike Werner (Linke). (Foto: Martin Schutt/dpa)

Sozialministerin Heike Werner (Linke). (Foto: Martin Schutt/dpa)

Thüringen will das Landesblindengeld anheben. Bis Juli 2018 soll es in drei Stufen auf monatlich 400 Euro steigen. Das sehen Pläne der rot-rot-grünen Koalition vor, über die das Kabinett am Dienstag beraten wird. Sozialministerin Heike Werner (Linke) wird am Mittag (13.00 Uhr) die Ergebnisse vorstellen.

Bislang werden 270 Euro pro Monat gezahlt. Rot-Rot-Grün will, dass die Zahlung auf das Bundesniveau angehoben wird. Laut Sozialministerium leben schätzungsweise 5000 blinde und 15.000 sehbehinderte Menschen im Freistaat. Sie haben Anspruch auf ein einkommensunabhängiges Blindengeld.

Schon seit Jahren fordern Betroffene eine Anhebung (ROLLINGPLANET berichtete). Derzeit liege der Freistaat unter dem Niveau vieler anderer Bundesländer, so der Blinden- und Sehbehindertenverband.

Nachtrag 20.9.2016: Das Blindengeld werde in drei Schritten bis zum 1. Juli 2018 auf monatlich 400 Euro angehoben, kündigte Sozialministerin Heike Werner heute in Erfurt an. Zugleich stockt das Land die Hilfe für taubblinde Menschen auf. Laut Werner erhalten sie zusätzlich zum Blindengeld 100 Euro monatlich.

(RP/dpa/th)

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