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Thüringen: Mehr Unterstützung für taubblinde Menschen nötig

Der Blinden- und Sehbehindertenverband fordert ein erhöhtes Blindengeld nach bayerischem Vorbild.

Treffen von Behindertenverbänden einschließlich taubblinder Menschen in der Intendanz des MDR (Foto: BVST)

Treffen von Behindertenverbänden einschließlich taubblinder Menschen in der Intendanz des MDR (Foto: BVST)

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen hat erneut (ROLLINGPLANET berichtete) eine bessere Unterstützung von taubblinden Menschen verlangt. Nach dem Vorbild von Bayern sollte für diese Menschen ein erhöhtes Blindengeld von monatlich mindestens 900 Euro gewährt werden, teilte der Verband am Donnerstag in Weimar mit.

Verbandschef Joachim Leibiger plädierte zudem für eine bundesweite Regelung für Menschen mit Behinderungen. Nötig sei ein Teilhabegesetz, dem sich die neue Bundesregierung annehmen müsse. Die Landesregierung sollte sich dafür einsetzen, dass ein solches Gesetz komme.

Bis es soweit sei, sollte das Thüringer Blindengeld von derzeit 270 Euro im Monat auf 450 Euro angehoben werden, bekräftigte Leibiger eine Forderung des Verbandes. Thüringen liege unter dem Durchschnittswert in anderen Bundesländern. Der Verband versteht sich als Interessenvertreter und Selbsthilfeorganisation für etwa 5000 blinde und 15 000 sehbehinderte Menschen im Freistaat.

(dpa)

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