Thüringens umstrittener Behindertenbeauftragter legt los

Joachim Leibiger fordert Beteiligung der Wirtschaft und will Firmen zur Kasse bitten.

Joachim Leibiger (Foto: Land Thüringen/Henning Most)

Joachim Leibiger (Foto: Land Thüringen/Henning Most)

Thüringens neuer Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen, Joachim Leibiger, will Unternehmen stärker bei der Integration in die Verantwortung nehmen. Er könne sich beispielsweise gut vorstellen, die Wirtschaft zur Finanzierung eines Sinnesbehindertengeldes zur Kasse zu bitten, sagte Leibiger am Freitag in Erfurt.

Er macht sich für die Einführung einer solchen Zahlung stark. Dieser Beitrag soll – anders als das Blindengeld – zum Beispiel auch Hörgeschädigten zu Gute kommen. Den Unternehmen im Land gehe es so gut, dass sie eine derartige Zahlung verkraften könnten, so Leibiger, der selbst stark sehbehindert ist. Er ist seit etwa 100 Tagen im Amt. Seine Amtseinführung war umstritten (ROLLINGPLANET berichtete: Joachim Leibiger darf das Amt antreten, nachdem sich der Verdacht der Untreue nicht bestätigt hat.)

(dpa/th)

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2 Kommentare

  • Felix Schwarz

    Interessant. Er setzt sich für Menschen ei, die die gleichen Probleme haben wie er. Das Grundgesetz (alle Menschen sind gleich) scheint nichteinmal auf Menschen mit Behinderung zuzutreffen. Sogar dort sid nicht alle gleich……..

    15. April 2016 at 20:02
  • Manfred Schwarz

    Aber ist das nicht immer so, und nicht einmal auf Behinderte begrenzt? 😉

    16. April 2016 at 17:28

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