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Tischtennis: Deutsche holen elf Medaillen bei den Spanish Open

Trip lohnt sich für DBS-Mini-Team: Keiner ging leer aus. Von Thomas Brüchle

Das deutsche Tischtennis-Team in Spanien (Foto: Hannes Doesseler)

Das deutsche Tischtennis-Team in Spanien (Foto: Hannes Doesseler)

Bei den Spanish Open (19.-22.06.2014) in El Prat de Llobregat/Barcelona startete mit neun deutschen Spielerinnen und Spieler nur eine kleine Delegation des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS). Vor allem die WM-Teilnehmer nutzen das letzte Turnier vor der WM auf europäischem Boden noch zur Vorbereitung auf China. Bei extrem heißen Temperaturen in und außerhalb der Halle gelang dies sehr gut. Alle Teilnehmer des Team Germany reisten mit einer Medaille zurück. Unterstützung bekam die kleine Mannschaft durch die beiden Landestrainer Hannes Doesseler(NRW) und Andreas Escher(BaWü).

Einige Damenklassen mussten wegen der geringen Teilnehmerzahl zusammengelegt werden. Sandra Mikolaschek spielte in ihrer gewohnter WK 4. Nach guter Leistung qualifizierte sich die junge Düsseldorferin fürs Halbfinale. Dort unterlag sie zwar der Britin Gilroy, sicherte sich aber die Bronzemedaille. Im Teamwettbewerb WK 3-5 spielte sie zusammen mit der Irin Doyle. Jeweils nur knapp und nach starker Einzelleistung von Mikolaschek unterlagen sie Korea und Österreich jeweils mit 2:3.

Juliane Wolf spielte sich bei den Damen WK 6-8 souverän ins Halbfinale. Gegen Dauerrivalin Dahlen aus Norwegen ging es wie immer über fünf Sätze, hier mit dem besseren Ende für die Norwegerin. Dennoch freute sich Wolf über den dritten Platz.
In der WK 9-10 kam es gleich in der ersten Runde zum Duell der beiden Deutschen Lena Kramm und Marlene Reeg. Nach vier knappen Sätzen behielt Kramm die Oberhand und entschied das innerdeutsche Duell zu ihren Gunsten. Die restlichen Partien gewannen die beiden Nachwuchsspielerinnen souverän mit jeweils 3:0. So standen Kramm und Reeg als Erst- und Zweitplatzierte ganz oben auf dem Podest.

Holger Nikelis verliert im Viertelfinale

Durch die neuen Teamregularien wurde das eingespielte Duo Kramm/Reeg getrennt. Kramm spielte gemeinsam mit Wolf, während Reeg mit der Niederländerin De Jong antrat. Beide Duos spielten groß auf, siegten in den drei ersten Begegnungen und trafen im letzten und entscheidenden Spiel aufeinander. Etwas überraschend setzten sich dann Ree/De Jong nach einem starken Auftritt durch und gewannen Gold. Kramm/Wolf mussten sich nach dem 1:3 mit Silber „begnügen“.

Bei den Herren wurden die WK 1 und 2 zusammengelegt. Während Marcus Sieger in der Gruppenphase scheiterte, unterlag Holger Nikelis im Viertelfinale. Thorsten Grünkemeyer spielte sich dagegen nach Startschwierigkeiten bis ins Finale. Dort musste er sich dem Lokalhelden Sastre geschlagen geben. Mit Platz 2 konnte er nach längerer internationaler Pause überzeugen. In der Mannschaft trat man als Dreierteam an. Nach zwei Siegen bei zwei Niederlagen belegte man schließend Rang drei. Im Vordergrund standen aber das Doppeltraining und die Gewöhnung an das Klima

Topgesetzt ging Thomas Brüchle in der WK 3 an den Start. Diese Favoritenrolle bestätigte er souverän, ohne Satzverlust spielte er sich ins Endspiel. Gegen den österreichischen Routinier Kramminger musste er zulegen, um am Ende in vier Durchgängen das Spiel und somit Gold zu gewinnen.

In der WK 4-5 spielte sich Jörg Didion als Zweiter in die KO-Runde. Im Viertelfinale besiegte er den Franzosen Delarques mit 3:1. Im Halbfinale wartete der Weltranglistenerste Urhaug(NOR). Didion spielte gut und forderte den Favoriten heraus. Letztlich siegte er aber und nach dem 1:3 durfte sich Didion über Bronze freuen.

Brüchle und Didion starteten gemeinsam im Teamwettbewerb WK 4-5. Nach Erfolgen über Großbritannien, Spanien und Israel wartete im Finale das gemischte Team Urhaug/ Spalj(NOR/ CRO). Nach spannendem Spiel verlor man denkbar knapp mit 2:3 und holte Silber. Brüchle gelang es dabei, überraschend Urhaug in vier Sätzen zu besiegen.

Mit insgesamt elf Medaillen war die Ausbeute sehr gut. Dazu beigetragen haben vor allem die gute Stimmung im Team und die gegenseitige Unterstützung.

(PM)

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