Totalumbau: Wechsel an der Spitze der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft (DMSG)

Die Mitgliederversammlung wählte Prof. Dr. med. Judith Haas zur neuen Vorsitzenden. Nur ein bisheriges Vorstandsmitglied geblieben.

Der neue Geschäftsführende Vorstand (von links): Die Vorsitzende Prof. Dr. med. Judith Haas, Stellvertreter Gerhard Thümler, Stellvertreter Dr. med. Dieter Pöhlau, Beisitzerin Dr. med. Edeltraud Faßhauer, Beisitzerin Prof. Dr. Cornelia Bormann und Schatzmeister Dr. Dierk Mattik. (Foto: dmsg-bundesverband )

Der neue Geschäftsführende Vorstand (von links): Die Vorsitzende Prof. Dr. med. Judith Haas, Stellvertreter Gerhard Thümler, Stellvertreter Dr. med. Dieter Pöhlau, Beisitzerin Dr. med. Edeltraud Faßhauer, Beisitzerin Prof. Dr. Cornelia Bormann und Schatzmeister Dr. Dierk Mattik. (Foto: dmsg-bundesverband )

Turnusgemäß wurden vergangene Woche bei der Mitgliederversammlung des DMSG-Bundesverbandes in Berlin die Mitglieder für den Geschäftsführenden Vorstand gewählt – heraus kam eine fast komplette Renovierung des Gremiums. In der öffentlichen Mitteilung der DMSG zum Wechsel an der Spitze sucht man übrigens vergebens nach einem Dank an die Vorgänger. Das sind also die neuen Kräfte:

Prof. Dr. med. Judith Haas ist ab sofort Vorsitzende. Sie leitet seit 20 Jahren eines der größten Zentren für Multiple Sklerose am Jüdischen Krankenhaus in Berlin und begleitet die DMSG seit mehr als zwei Jahrzehnten mit ihrem Rat und ihrer Erfahrung aus der Praxis. Künftig will sie vor allem mehr Verständnis für Menschen mit MS in der Öffentlichkeit generieren:

„Ich sehe es als eine große Herausforderung, das Leben der MS-Erkrankten in Deutschland weiter zu verbessern und mehr Menschen zu gewinnen, sich in der DMSG zu engagieren. Ein ganz vorrangiges Ziel meiner Arbeit aber wird sein, durch neue Fundraising-Programme und Öffentlichkeitsarbeit die MS Forschung zu unterstützen und damit Antworten auf die ungelösten Fragen der fortschreitenden Behinderung im Verlauf der MS zu finden.“

Auch Stellvertreter, Schatzmeister und 2. Besitzerin neu

Auch der Stellvertreter ist neu: Dr. med. Dieter Pöhlau ist Chefarzt einer neurologischen Akutklinik, an der Schulungen für Pflegedienste und MS-Schwestern durchgeführt werden, und engagiert sich seit anderthalb Jahrzehnten ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen der DMSG. Den weiteren Ausbau des MS-Registers und sektorenübergreifende Versorgungsangebote für MS-Erkrankte sieht er als zukunftsweisende Aufgaben der DMSG.

Weiteres neues Gesicht im Vorstand ist der stellvertretende Vorsitzende Gerhard Thümler. Der Sparkassen-Betriebswirt war bislang Schatzmeister beim DMSG-Landesverband Niedersachsen und hat auch in seiner Funktion als Geschäftsführer eines IT-Dienstleiters für Sparkassen, Landesbanken und Bausparkassen in diversen Gremien der Deutschen Sparkassenorganisation die Strukturen und Probleme länderübergreifender Verbände kennengelernt.

Zum neuen Schatzmeister gewählt wurde Dr. Dierk Mattik. Der Jurist, der bis 1994 als Richter am Oberlandesgericht Hamburg und später als Hauptgeschäftsführer des Deutschen Anwaltvereins tätig war, gibt den Vorsitz im DMSG-Landesverband Hamburg im Frühjahr ab und will seine Kompetenzen künftig im Bundesvorstand einsetzen.

Die langjährige Vorsitzende des Bundesbeirates MS-Erkrankter, Dr. med. Edeltraud Faßhauer, die selbst an MS erkrankt ist, wurde in ihrem Amt bestätigt. Die Ärztin im Ruhestand ist seit Juli 2012 als Patientenvertreterin für den Gemeinsamen Bundesauschuss (G-BA) akkreditiert und vertritt die Interessen von Menschen mit MS auch im Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes.

Verstärkung erhält sie künftig durch die zweite Beisitzerin, Prof. Dr. Cornelia Bormann aus Bremen, die ebenfalls an MS erkrankt ist und bis Ende 2013 eine Professur für Gesundheitswissenschaften an der FH Bielefeld innehatte.

(RP/PM)

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