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Tourismus-Bahn nimmt Waggon für Rollstuhlfahrer in Betrieb

Der „Wernesgrüner Schienen-Express“ in Sachsen feiert Premiere bezüglich Barrierefreiheit.

Rollt durchs Vogtland und Westerzgebirge: Der „Wernesgrüner Schienen-Express“ (Foto: WSE)

Rollt durchs Vogtland und Westerzgebirge: Der „Wernesgrüner Schienen-Express“ (Foto: WSE)

Die Tourismus-Bahn „Wernesgrüner Schienen-Express“ ist künftig besser für Menschen mit Behinderung nutzbar. Am Samstag wurde in Muldenhammer der umgebaute Bahnsteig am Bahnhof Hammerbrücke in Betrieb genommen. Zugleich feierte ein neuer rollstuhlgerechter Ausflugswaggon seine Premiere.

Bis zu sechs Rollstuhlfahrer haben in dem Wagen Platz und können am barrierefreien Bahnsteig direkt dort hineinfahren. „Wir sind froh, dieses Fahrzeug zu haben“, sagte Marco Drosdeck, Vorsitzender des Fördervereins Historische Westsächsische Eisenbahnen.

Lieblingsplätze für alle

„Jetzt können alle Kleinbahnfans, egal ob mit oder ohne Handicap, eine Fahrt im offenen Waggon durchs Vogtland und Westerzgebirge genießen“, so Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU). Aus dem Investitionsprogramm Barrierefreies Bauen 2017 „Lieblingsplätze für alle“ kamen 25.000 Euro für den neu gestalteten Bahnsteig und 21.000 Euro für den Waggon. Insgesamt kosteten beide rund 58.000 Euro. Das Lieblingsplätze-Programm des Landes hat ein Gesamtvolumen von 2,5 Millionen Euro.

Seit 2008 betreibt der Verein die touristische Bahn zwischen Hammerbrücke (Vogtlandkreis) und Schönheide (Erzgebirgskreis). Die Strecke ist elf Kilometer lang.

(dpa/sn)

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2 Kommentare

  • Andrea

    Super, ich komme hinein. Und dann? Bleib ich drin bis die Bahn wieder zurückfährt? Einer von 5-7 Bahnhöfen ist für Rollifahrer zugänglich. Was für eine Meldung. Da kann man mal sehen, wie viel es in Sachen Zugänglichkeit für auf Räder angewiesene (dazu gehören auch Kinderwagen und Rollatoren) noch zu tun gibt, das auch der kleinste Fortschritt bejubelt werden muss. Hätten bei dem Gesammtvolumen nicht gleich alle Bahnhöfe barrierefrei werden können?
    Oder geht das nach dem Motto:“Mal sehen, wie es bei den Betroffenen ankommt.“? So wie es jetzt ist, wohl nicht so gut.

    24. Juni 2017 at 17:17
  • Daniel Horneber

    naja ob sonderabteile so vortschrittlich sind….

    27. Juni 2017 at 22:11

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