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Online-Petition: Katie Price verteidigt ihren behinderten Sohn

ROLLINGPLANET-Tagebuch: DRS-Pokal +++ „Nachtcafé“ mit Michael Steinbrecher +++ Paralympische Winterspiele 2018 +++ Santander-Spende für Aktion-Mensch

TAGEBUCH
SONNTAG, 2. APRIL 2017
Geld

Nur noch wenige Medikamente ohne Zuzahlung

Patienten in Deutschland müssen immer öfter für verschreibungspflichtige Arzneimittel dazuzahlen. Das berichtet morgen die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Verbandes Pro Generika und des Apothekenverbandes ABDA.
Danach habe sich die Zahl der zuzahlungsbefreiten Medikamente von 2011 bis heute fast halbiert. Gab es damals noch 7116 Arzneimittel, die ohne Mehrkosten für Patienten verschrieben werden konnten, waren es im Vorjahr nur noch 3646. Insgesamt leisteten Patienten im vergangenen Jahr 2,143 Mrd Euro an Zuzahlung. (dpa)

Netzwelt

Wenn Menschen mit Behinderung im Internet ausgelacht werden

Katie Price (Foto: dpa)

Katie Price (Foto: dpa)

Das britische Model Katie Price (38), das dank seiner Oberweite und aufgespritzten Lippen auch in Deutschland eine große Fangemeinde hat, startete eine Online-Petition mit dem Titel „Beleidigungen im Internet sollen als gesonderte Straftat behandelt werden und ein Register für diese Straftäter eingerichtet werden“.
Hintergrund: Prices ältester Sohn ist schwer behindert. Harvey ist blind, lebt im autistischen Spektrum und hat das Prader-Willi-Syndrom, das schwere Auswirkungen auf die Motorik und den Stoffwechsel hat. Deshalb wird er regelmäßig Opfer von Online-Trollen. Ein Twitter-Nutzer beispielsweise montierte Harveys Gesicht auf eine Haribo-Packung und schickte das Bild an Price mit dem Kommentar: „Ich habe etwas Süßes für Harvey. Hoffentlich erstickt er daran ein bisschen.“ Welt

Rollstuhlbasketball

RSV Lahn-Dill holt sich Titel zurück

Der RSV Lahn-Dill hat sich in einem dramatischen Endspiel gegen Titelverteidiger RSB Thuringia Bulls zum neuen Deutschen Pokalsieger gekürt (Foto: Armin Diekmann). Nach einer Vorsaison ohne Titel setzten sich die Mittelhessen in Elxleben mit 60:59 gegen den Gastgeber durch und bejubelten ihren 13. Pokaltriumph. ROLLINGPLANET

SAMSTAG, 1. APRIL 2017
Sport

Neue Förderung für Paralympicssportler

Ab heute erhalten Mitglieder der Deutschen Paralympischen Mannschaft eine neue öffentlichen Förderung. „Dieses neue Fördermodul nach dem Vorbild des olympischen Sports bietet die Möglichkeit, sich bei verbesserter finanzieller Absicherung zu großen Teilen auf den Sport konzentrieren zu können, ohne dabei die berufliche Perspektive auszublenden“, erläutert Friedhelm Julius Beucher, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes. (ag)

Rollstuhlbasketball

DRS-Pokal: Thüringen und Lahn-Dill im Endspiel

Thomas Böhme (RSV Lahn-Dill, #13) angelt sich den Ball, Karlis Podnieks (verdeckt, BG Baskets Hamburg), Dirk Köhler (#15) und Mitsugi Chiwaki (#12) beobachten die Szene. (Foto: Armin Diekmann)

Thomas Böhme (RSV Lahn-Dill, #13) angelt sich den Ball, Karlis Podnieks (verdeckt, BG Baskets Hamburg), Dirk Köhler (#15) und Mitsugi Chiwaki (#12) beobachten die Szene. (Foto: Armin Diekmann)

Gastgeber RSB Thuringia Bulls und RSV Lahn-Dill haben ihre Final-Four-Duelle gewonnen und bestreiten morgen in Elxleben das 33. Finale um den DRS-Pokal. Erstmals in der Geschichte des seit 1985 ausgespielten Wettbewerbes standen mit RSV Lahn-Dill I und RSV Lahn-Dill II zwei Teams eines Vereins in der Endrunde der letzten Vier.
Lahn-Dill gewann in einem hochklassigen Spiel gegen seinen aktuellen Dauerrivalen BG Baskets Hamburg 84:74. Topschützen der Hessen waren Piotr Luszynski (21) und Michael Paye (19), bei den Hanseaten waren es Ghazian Choudhry (28) und Jake Williams (25). Im zweiten Halbfinale setzte sich Titelverteidiger Thüringen (Aliaksandr Halouski mit 30 Korbpunkten) erwartungsgemäß gegen Lahn-Dill II durch (80:42).
Das Endspiel findet am Sonntag um 15 Uhr statt. (TT)

Fußball

Bayern München präsentiert digitale Brille für Fans mit Hörbehinderung

Für Fans mit Hörbehinderung: Beim heutigen Heimspiel des FC Bayern München gegen den FC Augsburg stellte der FCB-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge in der Allianz-Arena eine Brille vor, die am unteren Rand alle Informationen des Stadionsprechers als Untertitel einblendet. Vorangegangen waren laut Rummenigge eine längere Entwicklungsphase und viele Tests. ROLLINGPLANET

FREITAG, 31. MÄRZ 2017
Wir sind doch nicht doof

Rollstuhlfahrer verfolgt Diebin

Im Kreis Dillingen (Baden-Württemberg) hat ein Rollstuhlfahrer erfolgreich eine Diebin verfolgt. Die junge Frau hatte an der Haustür des Mannes geklingelt und um Essen und Geld gebettelt. Nach ihrem Besuch fehlten 50 Euro aus dem Geldbeutel des 61-Jährigen. Er fuhr ihr im Rollstuhl bis zu einem Einkaufsmarkt in Buttenwiesen hinterher und stellte sie dort zur Rede. Die Polizei nahm die 21-Jährige schließlich fest. (POL)

Mecklenburg-Vorpommern

Neue „Servicestellen Inklusion“ für Eltern eingerichtet

Bildungsministerin Birgit Hesse (Pressefoto: Regierung MV)

Bildungsministerin Birgit Hesse (Pressefoto: Regierung MV)

Eltern können sich ab sofort in den vier Staatlichen Schulämtern zur inklusiven Beschulung und zur Umsetzung der Inklusion im Bildungssystem in Mecklenburg-Vorpommern beraten lassen. Das Land hat in Greifswald, Neubrandenburg, Rostock und Schwerin jeweils sogenannte „Servicestellen Inklusion“ eingerichtet. Neben Erziehungsberechtigten stehen die Beraterinnen in den Servicestellen auch Lehrkräften und anderen Ratsuchenden zur Verfügung. Dort gibt es Hinweise für geeignete Lernorte für Schülerinnen und Schüler sowie Informationen über Hilfs- und Förderangebote innerhalb und außerhalb der Schule.
„Mit den Servicestellen Inklusion gibt es in jedem Schulamtsbereich eine direkte Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Inklusion“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die Inklusion an unseren Schulen ist für viele neu. Eltern, Lehrerinnen und Lehrer haben viele Fragen. Das verstehe ich sehr gut. Mit den Servicestellen verbessert das Land die Unterstützung bei der Umsetzung der Inklusion an den Schulen. Die Ansprechpartnerinnen in den Servicestellen freuen sich über Anrufe und helfen gerne weiter“, so Hesse. (PM)

Sozialhilfe

Höheres Schonvermögen für Behinderte

Der Vermögensfreibetrag von Beziehern der Sozialhilfe steigt nach Angaben der Bundesregierung ab 1. April von 2600 auf 5000 Euro. Davon profitierten Menschen mit Behinderung, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können. Der höhere Freibetrag gelte auch für Menschen, die Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung benötigten, ebenso wie für die Ehe- und Lebenspartner sowie für alleinstehende Minderjährige.

TV-Tipp

„Nachtcafé“ mit Michael Steinbrecher: „Rufmord, Sucht und neue Liebe – wozu führt das digitale Leben?“

Moderator Michael Steinbrecher (Foto: SWR/Tom Oettle)

Moderator Michael Steinbrecher (Foto: SWR/Tom Oettle)

Was bedeutet der digitale Trend für unser Zusammenleben als Gesellschaft? Wie viel Digitalisierung brauchen wir in unserem Alltag? Wie digital wollen wir leben? Darüber spricht Michael Steinbrecher heute mit seinen Gästen im „Nachtcafé“: „Rufmord, Sucht und neue Liebe – wozu führt das digitale Leben?“ (22 Uhr, SWR).
Mit dabei: Thorsten Röhrmann, der als Querschnittsgelähmter (Verkehrsunfall vor 20 Jahren) von der modernen Technik profitiert. Die Verschmelzung von Mensch und Maschine ist nicht länger Zukunftsmusik, wie Röhrmann berichtet, der mithilfe eines Laufroboters wieder gehen kann: „Dass ich mich jetzt vom Sitzen ins Stehen begeben kann, ist einfach fantastisch.“ (PM)

Sport

WADA will mit Russland über Paralympische Winterspiele 2018 reden

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA will mit der Moskauer Sportführung über die Sperre russischer Behindertenathleten für die Paralympischen Winterspiele 2018 in Südkorea sprechen. Der Präsident des russischen Paralympischen Komitees, Wladimir Lukin, sagte heute, er sei für April zu Gesprächen mit der WADA nach Kopenhagen eingeladen worden. Auch der für Sport zuständige Vizeregierungschef Witali Mutko und der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Alexander Schukow, sollten daran teilnehmen, meldete in Moskau die Agentur Interfax.
Nach dem Bericht des WADA-Sonderermittlers Richard McLaren über staatlich organisiertes Doping in Russland hatte das Internationale Paralympische Komitee die russischen Sportler von den Paralympics in Rio de Janeiro 2016 ausgeschlossen. Die Sperre gilt auch für die kommenden Winter-Paralympics in Pyeongchang 2018. Russland weist den Vorwurf von Staatsdoping zurück und spricht von Einzelfällen. (dpa)

Erfindungsreichtum

Popow & Menzinger: Tanzen „trotz“ Handicaps

Um 20.15 Uhr gibt’s wieder „Let’s Dance“ mit 14 sogenannten Promis. Paralympics-Sieger Heinrich Popow (33) und seine Tanzpartnerin Kathrin Menzinger (28, Foto: RTL/Stefan Gregorowius) werden Hebefiguren auf dem RTL-Tanzparkett präsentieren. „Wir kommen laufend auf Dinge, die trotz seines Handicaps funktionieren,“ so Menzinger. ROLLINGPLANET

Soziales Engagement

Santander spendet 3.500 Euro an die Aktion Mensch

Symbolische Scheckübergabe (Foto: Santander Consumer Bank AG/Andreas Baum)

Symbolische Scheckübergabe (Foto: Santander Consumer Bank AG/Andreas Baum)

Die Santander Consumer Bank AG spendet 3 500 Euro an die Aktion Mensch. Im Rahmen des Deutschen Jugendhilfetages (DJHT) überreichte Eva Eisemann (Foto) für das Geldinstitut den Scheck symbolisch an Detlef Kaenders, Leiter Kinder- und Jugendhilfe/Starthilfe Aktion Mensch. (PM)

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