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TV-Tipp: Wenn die Dämmerung naht – Inspector Banks ermittelt

Mord an einer schwerbehinderten Frau, die Mittäterin eines Vergewaltigers war. Wer hat’s getan? Ein Krimi mit vielen Wendungen (Sonntag, 22.50 Uhr, ZDF).

Stephen Tompkinson als Inspector Banks (Foto: ZDF)

Stephen Tompkinson als Inspector Banks (Foto: ZDF)

König Fußball bringt in diesen Tagen das ganze Abendprogramm durcheinander. Erst lief das Champions-League-Finale, dann das Relegationsspiel um den letzten verbleibenden Platz in der 1. Fußball-Bundesliga, am Mittwoch das Testspiel der Nationalmannnschaft gegen Ecuador, am Samstag folgt das DFB-Pokalfinale, am Sonntag das Länderspiel USA-Deutschland. Was das zur Folge hat? Auf fast allen anderen Kanälen laufen zur besten Fernsehzeit nahezu ausnahmslos Wiederholungen. Wer etwas Neues sehen will, muss das Spätprogramm gucken, zum Beispiel „Inspector Banks“.

Die neue Episode „Wenn die Dämmerung naht“, die an diesem Sonntag (2.6.2013) um 22.50 Uhr im ZDF läuft, beginnt mit einem Mord an einer schwerbehinderten Frau. Deren Leiche wird im Rollstuhl in einem Moor gefunden. DCI Alan Banks (Stephen Tompkinson) betraut Annie Cabbot (Andrea Lowe) mit den Ermittlungen. Die Identität des Opfers ist bald festgestellt: Es ist die Mittäterin eines Vergewaltigers, der bei der Festnahme getötet worden ist. Banks befasst sich inzwischen mit dem Mord an einem minderjährigen Mädchen, das tot und leicht bekleidet in einem Lagerraum in der Innenstadt gefunden wurde.

Drei Morde, ein Täter?

Einem dritten Mord fällt Polizeiermittler Kevin Templeton (Tom Shaw) zum Opfer. Der junge Kollege wird nachts in der Innenstadt mit einer ähnlichen Waffe ermordet wie die Behinderte im Moor. Banks und Cabbot sind überzeugt, dass alle drei Morde miteinander zu tun haben, aber sie müssen viele Umwege gehen, bis sie endlich auf die richtige Spur stoßen. „Wenn die Dämmerung naht“ ist ein solider Kriminalfilm, der für den Zuschauer so einige Wendungen bereithält.

Seit 2010 hat der britische Sender ITV sieben „Inspector Banks“-Fälle verfilmen lassen. Sie basieren auf Romanen des Schriftstellers Peter Robinson (63). Die „Daily Mail“ hat Robinson gerade in die Top Ten der „weltweit erfolgreichsten lebenden Krimi-Schriftsteller“ aufgenommen.

Warum ist Inspector Banks so erfolgreich?

Kritiker sagen, der Erfolg von Inspector Banks bei seinen Fans beruhe darauf, dass er einfach so normal sei: „Er ist kein Kung-Fu-Ass, kein forensischer Senkrechtstarter und er steht nicht mit dem Universum auf Kriegsfuß.“ Eigentlich war die Serienfigur Banks ja auch von London nach Eastvale in den Yorkshire Dales gezogen, um endlich seine Ruhe zu haben.

Robinson hat in einem Interview einmal zugegeben: „Als ich Mitte der 80er die Roman-Reihe begann, hatte ich keinerlei Erfahrung mit der Polizei – außer dass ich vor ihr davon gerannt war.“ Inspector Banks sei zwar mit den Jahren gereift, für ihn aber vor allem „einfach ein interessanter Charakter, der zufällig Polizeibeamter geworden ist“.

(dpa)

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