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U23-Weltmeisterschaft: Endstation Viertelfinale für Team Germany

Führung verspielt: Die deutschen Rollstuhlbasketball-Junioren verlieren knapp gegen Australien und verpassen damit ihr erklärtes Ziel Halbfinale.

Zwei Zwölfer treffen aufeinander: Nico Dreimüller (l.) hat das Nachsehen gegen Australiens Steven Elliott. (Foto: Matthew Murnaghan/Wheelchair Basketball Canada)

Zwei Zwölfer treffen aufeinander: Nico Dreimüller (l.) hat das Nachsehen gegen Australiens Steven Elliott. (Foto: Matthew Murnaghan/Wheelchair Basketball Canada)

Der Traum vom erklärten Ziel Halbfinale ist für die deutschen Junioren jäh geplatzt. In einem intensiven Viertelfinalspiel am Mittwoch Abend muss man sich auf dem Court des Mattamy Athletic Centers Australien am Ende knapp mit 66:69 (17:12/37:26/49:50) geschlagen geben. Bester Werfer für das Team Germany wurde Matthias Güntner mit insgesamt 19 Punkten.

Dabei kamen die jungen ING DIBA Korbjäger zunächst besser in die Partie und markierten bereits nach drei gespielten Minuten eine 6:0 Führung gegen das Team aus Australien. Zwar kamen die Gliders ihrerseits nun etwas besser ins Rollen, doch in der Folge agierten die Schützlinge von Peter Richarz aufmerksam und holten sich einen Ball nach dem nächsten in der eigenen Defense. Bis zur ersten Viertelpause verbuchte das Team Germany mit 5 Turnovers und einer 17:12 Führung eine starke Bilanz.

Mit Beginn des zweiten Viertels setzte Australien zunächst zum Gegenangriff an, doch die deutschen Junioren legten nun eine Schippe drauf und setzten sich durch eine gute Reboundarbeit und schöne Kombinationen im Angriff nun peu à peu über das 31:22 (Min 18) bis zur Halbzeitpause zweistellig zum 37:26 ab.

Führung verspielt

Mit der komfortablen 11-Punkte-Führung im Rücken ging es in die zweite Halbzeit. Doch nun schien das Spiel der deutschen U23 etwas aus dem Takt geraten und Australien wusste in Person von Tom O’Neill Thorne die Chance eiskalt zu nutzen. Über das 43:40 (25. Min.) schmolz der Vorsprung des Team Germany nun nach und nach, und kurz vor Ende des dritten Viertels sah man sich nicht nur dem Ausgleich zum 47:47 (Min 29) gegenüber, sondern musste mit dem 49:50 auch den ersten Rückstand seit Beginn des Spiels verbuchen.

Ein spannendes letzte Viertel war eingeläutet, in dem eine aggressive Verteidigung der Australier dem offensiven Rhythmus des Team Germany anfangs ein wenig den Wind aus den Segeln nahm. Bis kurz vor Ende des Spielabschnitts wollte es den Schützlingen von Peter Richarz nicht gelingen, nochmals entscheidend auf Schlagdistanz zu kommen. Doch ein 3-Punkte-Wurf von Marcel Gerber 20 Sekunden vor der Schlusssirene zum 66:67 ließ die Zuschauer in der Halle nochmals den Atem anhalten. Mit der nötigen Abgeklärtheit von der Freiwurflinie und dem Pech im Abschluss für das Team Germany fuhr das Team aus Australien am Ende dennoch den 66:69 Sieg ein.

Deutschland: Matthias Güntner (19), Marvin Malsy (4), Nico Dreimüller (12), Marcel Gerber (7), Leon Ole Schöneberg (16), Christopher Huber, Oliver Jantz (8), Dominik Vogt, Lukas Jung, Patrick Dorner, Alexander Budde, Urs Rechsteiner

Australien: Tom O’Neill Thorne (29), Steven Elliot (9), Jake Fullwood (9), Brian Carminati (6), Nic Scott (4), Lachlan Dalton (4), Balley Rowland (2), Jontee Brown (2), Anderson Parker (2), Jeremy Tyndall, Hayden Siebhur, Thomas Holland

(PM/tf)

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