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Überlebende der Londoner Attentate tritt bei Paralympics an

England hat Martine Wiltshire, ein Opfer der Londoner Terrorattacken von 2005, in seine Mannschaft für die Paralympics berufen.

Martine Wiltshire (Foto: IWN)

Martine Wiltshire wird an den Spielen der Menschen mit Behinderungen im Sitzvolleyball antreten, wie der paralympische Verband heute bekannt gab. Sie hatte bei den Attacken von Selbstmord-Attentätern am 7. Juli 2005 beide Beine verloren.

Wie sie berichtet, geschah das Unglück, weil sie am Morgen 20 Minuten zu spät war und eine Abkürzung von ihrer Wohnung in Stroud Green zu ihrem Büro in St Katharine Docks wählte, um noch rechtzeitig zur Arbeit zu kommen – es war der falsche Weg. Bei den Attentaten auf U-Bahn-Züge und einen Doppeldeckerbus waren 52 Pendler und vier Attentäter ums Leben gekommen.

Tragische Geschichte, aber kein Bonus

Zum Sitzvolleyball kam Martine Wiltshire, weil sie in den vergangenen Jahren Sport zur Rehabilitation betrieb. Ihr Team betonte aber, dass Wiltshire sich den Startplatz wie jeder andere Sportler erkämpfen musste und keinen Bonus wegen ihrer persönlichen Geschichte bekam. Die 39-Jährige betonte, sie wolle bei den Spielen ihr Land stolz machen. Die Paralympics finden vom 29. August an in London statt.

(dapd/RP)

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