Über Nacht – Rollstuhlfahrer ketten sich vor Bundestag fest

Mit-Initiatorin Arnade: „Wir fordern, dass auch private Anbieter zur Barrierefreiheit verpflichtet werden.“ Krauthausen als Folienkartoffel.

Die Aktion begann am späten Mittwochnachmittag, ganz rechts: Dr. Sigrid Arnade von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben. (Foto: Gesellschaftsbilder.de)

Die Aktion begann am späten Mittwochnachmittag, ganz rechts: Dr. Sigrid Arnade von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben. (Foto: Gesellschaftsbilder.de)

Rául Krauthausen wird von einem ARD-Team interviewt. (Foto: Sozialhelden e.V.)

Rául Krauthausen wird von einem ARD-Team interviewt. (Foto: Sozialhelden e.V.)

Für die Nacht eingepackt: Raúl Krauthausen „ist eine Folienkartoffel“, wie der Aktivist gegen 2.20 Uhr morgens über sich selbst schmunzelte. (Foto: Facebook/Krauthausen)

Für die Nacht eingepackt: Rául Krauthausen „ist eine Folienkartoffel“, wie der Aktivist gegen 2.20 Uhr morgens über sich selbst schmunzelte. (Foto: Facebook/Krauthausen)

Rund 20 Rollstuhlfahrer haben ihre Ankündigung wahr gemacht und sich in der Nacht zum Donnerstag in Berlin am Reichtagsufer festgekettet, um gegen das geplante Bundesteilhabegesetz (BTGH) und Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) zu protestieren. Die Aktivisten wollen dort bis Donnerstagmittag ausharren, wenn im Bundestag über die Novelle des BGG entschieden wird. „Wir fordern, dass auch private Anbieter zur Barrierefreiheit verpflichtet werden“, sagte die Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland und Mit-Initiatorin der Aktion, Dr. Sigrid Arnade.

Unter anderem Gaststätten, Restaurants oder Kinos müssten auch nach Verabschiedung des Gesetzes keinen Zugang für Menschen im Rollstuhl ermöglichen, so Arnade. Die Reform des bisherigen Behindertengleichstellungsgesetz sehe Barrierefreiheit nur für Ämter und Bundesbehörden vor. Das Bundesteilhabegesetz soll Hilfen für Menschen mit Behinderung neu gliedern.

(RP/dpa)

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1 Kommentar

  • Marina Lischer

    Jetzt wird ernst kämpfen

    12. Mai 2016 at 13:44

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