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Ulf Mehrens als DRS-Vorsitzender wiedergewählt

Uwe Bartmann ist neues Vorstandsmitglied im Deutschen Rollstuhl-Sportverband. Ehrenpreise verliehen.

V.l.n.r.: Erster Vorsitzender Jean-Marc Clément, Vorsitzender Ulf Mehrens, aus dem Vorstand ausgeschiedener Manfred Emmel. (Foto: DRS/Georg Pleßmann)

V.l.n.r.: Erster Vorsitzender Jean-Marc Clément, Vorsitzender Ulf Mehrens, aus dem Vorstand ausgeschiedener Manfred Emmel. (Foto: DRS/Georg Pleßmann)

Beim Verbandstag 2013 des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes e.V. (DRS) am Sonntag wurde Ulf Mehrens einstimmig als Vorsitzender des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes bestätigt. Mehrens steht seit 1995 an der Spitze des Verbandes. Neben ihm wurde auch der Rollstuhltanz-Spezialist Jean-Marc Clément in seinem Amt als erster Vorsitzender bestätigt.

bartmann_uwe2_1-1Uwe Bartmann (Archivfoto von 2008: FSC Jena) der seit 1999 die Funktion eines Beisitzers erfüllte, wurde als neues Vorstandsmitglied gewählt.

Der ehemalige Paralympionike hatte unter anderem Mannschaftsgold im Degen bei den Paralympics in Seoul 1988 geholt. Er tritt an die Stelle von Manfred Emmel, der altersbedingt ausscheidet.

Auszeichnungen für Mitglieder

Im Rahmen des Verbandstages in Frankfurt am Main wurden folgende Mitglieder ausgezeichnet:

  • Ulf Mehrens würdigte das langjährige Engagement von Manfred Emmel an der Spitze des DRS und zeichnete ihn mit dem DRS-Ehrenpreis für besondere Verdienste „als einen der Pioniere des deutschen Rollstuhlsports“ aus. Der 67-Jährige war von 1995 bis 2013 zweiter stellvertretender Vorsitzender im DRS. Zu seinen aktiven Zeiten als Sportler war er mehrfacher Paralympicssieger und nahm von 1968 in Tel Aviv (Israel) bis 1988 in Seoul (Korea) an allen internationalen Wettkämpfen in der Sportart Tischtennis teil, in der er auch 13. Mal Deutscher Meister wurde.
  • Den DRS-Ehrenpreis erhielt auch Jörg Schmekel, der sich bis 2012 im Vorstand der „Stiftung Rollstuhlsport“ engagierte. Die Stiftung unterstützt den DRS bei seinen Aufgaben, um möglichst viele Rollstuhlfahrer zum Sporttreiben zu motivieren.

Die Sport-Ehrenpreise für aktive Athleten gingen an zwei Rollstuhlsportlerinnen:

  • An Simone Briese-Baetke, die als einzige Rollstuhlfechterin das deutsche Team bei den Paralympics 2012 vertrat. Dort holte sie eine Silbermedaille mit dem Degen – ihr bis heute größter Erfolg.
  • An die Sommer- und Wintersportlerin Andrea Eskau, die nach dem Gewinn von zwei paralympischen Goldmedaillen 2012 im Handbike im laufenden Jahr bereits zweimal Weltmeisterin wurde. Bei der WM 2013 in Schweden triumphierte sie in den Disziplinen Ski Nordisch und Biathlon über 12km.

9.000 Mitglieder in über 330 Vereinen

Im DRS als Fachverband des Deutschen Behinderten-Sportverbandes (DBS) sind rund 9.000 Rollstuhlfahrer/innen in mehr als 330 Vereinen organisiert. Zum Angebot gehören mittlerweile 28 Sportarten, die bundesweit in Fachbereichen und Arbeitsgemeinschaften organisiert sind.

(PM)

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