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UN-Behindertenkonvention: Diakonie-Chef Schönfeld kritisiert Sachsen

Der Freistaat ist das einzige Bundesland, das immer noch keinen Aktionsplan hat, um behinderte Menschen gleichzustellen.

Christian Schönfeld (Foto: Diakonie Sachsen)

Christian Schönfeld (Foto: Diakonie Sachsen)

Der Direktor der Diakonie Sachsen, Christian Schönfeld, hat vom Freistaat ein deutlicheres Bekenntnis zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft gefordert.

Sachsen sei das einzige Bundesland, das vier Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenkonvention noch nicht mal eine Umsetzungsstrategie geplant habe, kritisierte er am Freitag anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.

Dem guten Willen Einzelner überlassen

Tatsächlich ist Sachsen, wie ROLLINGPLANET berichtete, bei der (Nicht-)Erstellung eines Aktionsplans das Schlusslicht aller Bundesländer.

Das Land strenge sich zwar an, die Rechte dieser Menschen in Politik und Verwaltung zu verankern; aber der Prozess der Inklusion brauche Führung und Verantwortung, wenn er vorankommen soll, mahnte Schönfeld. Sonst bleibe alles zufällig und dem Goodwill Einzelner überlassen.

(dpa)

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